Isaí Caiyé
21.10.2011, 16:34

Auch, wenn das weiße Zeug inzwischen komplett verschwunden war, kalt war der Boden immer noch. Und auch die Witterung, die der kleine Rote irgendwie mit dem Schnee verbunden hatte, schien noch immer irgendwie in der Luft zu liegen. Er hatte sich an die kühlen Temperaturen gewöhnt, hatte immerhin ein Fell, welches ihn so gut es ging warm hielt, doch am schönsten war es noch immer ganz dicht bei seiner Mutter oder seinem Vater, wo auch dieser eisige Wind ihn nicht erreichen konnte. Die Höhle war längst Geschichte. Sie suchten sie nicht mehr auf, das gesamte Rudel war ein Stück weiter an den Fluss herangezogen und verbrachte nun dort seine Zeit. Anfangs war es eine Umstellung gewesen, nachts nicht mehr die Höhle aufzusuchen, um darin zu schlafen, doch andererseits hatte es bedeutet, endlich etwas zu tun, was auch die Erwachsenen immer taten – unter freiem Himmel schlafen. Es war kälter, klar, doch wenn man sich dicht genug an Mama oder Papa kuschelte, war auch das kein Problem. Ohnehin war es Isaí wesentlich lieber, nicht mehr in die Höhle zu müssen, hatte die Gruselgeschichte Krolocks doch ein paar Spuren hinterlassen, die ihm ein unbehagliches Gefühl einjagten, wenn es darum ging, den Ort aufzusuchen, an dem sie die ersten Wochen ihres Lebens verbracht hatten. Doch nun war ja alles gut. Er musste nicht mehr hin und niemand merkte, dass es ihm irgendwie Angst machte. Vielleicht war ja das Böse auch dadrin?

Isaí schüttelte sich, ehe er sich auf den kleinen Hinterläufen niederließ und hinauf zum Wasserfall sah. Wurde er denn nie müde? Tagein, tagaus machte er so laute Geräusche und schien nicht schlafen zu müssen. Am Anfang hatte es ihn irgendwie gestört, dieses laute Dröhnen, was ihnen ständig in den Ohren lag, doch inzwischen hörte er es nur noch, wenn er sich wirklich darauf konzentrierte. Doch auch die Spannung an ihm war mit der Zeit irgendwie verflogen und so wendete er sich schließlich ab und stromerte mit der Nase am Boden über den Platz. Vielleicht ließ sich ja so irgendetwas Spannendes finden. Man musste nur aufpassen, dass man in nichts hineinlief. Nicht so, wie mit Turién das letzte Mal, oh ja!

Nihilus
22.10.2011, 15:58

Jetzt war das Wetter angenehm, jetzt passte es zu seinem Pelz. Endlich!
Wohlig ließ Nihilus sich auf die Seite fallen und genoss das kühle Grün, das seine Schnauze kitzelte. Würden die Strahlen der Sonne nur noch ein wenig wärmer strahlen, wäre er sich wirklich vorgekommen wie im Sommer, den es dieses Jahr leider nicht gegeben hatte. Um so besser für den weißen Fellklotz, dem sein Winterpelz zu Anfang des goldenen Herbsts echt lästig vorgekommen war: viel zu dick, viel zu flauschig. Doch desto kürzer die Tage wurden, desto kühler waren auch die Nächte: ein Grund mehr sein dichtes Fell zu lieben, anstatt es zu verfluchen. Leise brummend, blieben die farblosen Spiele geschlossen: wenn er nichts sah, könnte er sich vielleicht vorstellen, wie dieser Sommer gewesen wäre, auch wenn ihn der Gedanke nicht los ließ, dass die Herbstkinder im Moment wohl alles andere als so zufrieden waren wie er. Es war so ungewöhnlich die winzigen Tierchen über den Platz jagen zu sehen und vor allem war es noch ungewohnter mit ihnen zu sprechen, auch wenn er durch seine bisherigen Gespräche mit dem weißen Licht – Malik? – nur gute Erfahrungen mit den Fellknäueln gemacht hatte. Wohl gemerkt seine Einzige: an die anderen Welpen traute er sich bisher noch nicht heran, hinterher würde er die zwei kleinsten von ihnen noch zerdrücken… oder so was. Das sollte ja schneller passieren als gedacht, vor allem jetzt, wo er so rund war wie eine Schneelawine.
Mit einem quietschenden Gähnen unterbrach Nihilus seine finsteren Gedanken und richtete die Lauscher auf, als müsse er das Rauschen des Wasserfalls bestärken, um es richtig wahrzunehmen. Doch irgendwie… war es heute anders. Näher. Tiefer. Verwirrt blinzelte der Helle in das grelle Licht der Sonne und versuchte sich erstmals zu entsinnen, wo er denn auf der weiten Wiese lag, bis er bemerkte, dass das Knistern und Knacken gar nicht vom blauen Element ausgelöst wurde. Da war etwas anderes! Vielleicht… ein kleines Nagetier? Hach, das wäre ja zu schön: Leckerchen! Seltsam, dass ihm das direkt vor die Pfoten lief… normaler weise rannten die ja immer davon! Wahnsinnig motiviert richtete der Rüde sich in die liegende Position auf, bevor er mit der Tatze ins hohe Grün schlug, ohne wirklich hinzusehen – die Sonne blendete ihn noch immer ziemlich, vielleicht lag das auch nur an seinem weißen Pelz, der alles zu reflektieren schien – und darauf zu achten, was er da traf.

„Was…?“, murmelte er völlig verwirrt, als das Grün viel zu warm und flauschig war für eine klitzekleine Maus.

Im Schlaftrunk dauerte es ein paar Augenblicke bis Nihilus begriff auf was er die Ttaze da gelegt hatte: ein Welpe! So rot wie….! Nein! Erschrocken weiteten sich die Augen des Nichtswolfs, bevor er zuerst auf- und dann zurück sprang. Er hatte den Kleinen doch wohl nicht verletzt, oder warum war der so knallig?! Besorgt streckte der Helle die Schnauze in die Richtung des roten Fellbüschels.

Isaí Caiyé
24.10.2011, 21:43

Die Welt war manchmal wirklich ungerecht. Gerade noch stromerte der junge Rote durchs Gras auf der Suche nach etwas Spannendem, etwas zum Spielen(, und einer Überraschung), da kam es auch schon wieder ganz anders. Zumindest fand er es nicht sonderlich lustig. Während er die Nase dicht am Boden hatte, traf er irgendwann auf eine Spur. Den Blick fest auf den Boden gerichtet und mit allen Sinnen dieser Witterung folgend, beschleunigte er seinen Schritt, lief die Kurven nach, die seine ‚Beute‘ anscheinend gemacht hatte und schien ihr immer näher zu kommen. Die Spannung in ihm wuchs, die Vorfreude darauf, endlich sehen zu können, wen er da entdeckt hatte, wer nun gleich unter einem spielerischen Angriff leiden würde, denn so ganz konnte er die Witterung noch nicht einordnen, als irgendetwas die Rollen zu tauschen schien. Denn es war nicht Isaí, der den Angriff startete, sondern irgendetwas, was ganz plötzlich und unerwartet von oben herunter auf ihn fiel und ihn zu Boden drückte. Voller Schreck lief der kleine Wolf ein überrumpeltes Fiepen ertönen, während er sich versuchte zu befreien und schließlich, als sich das Gewicht hob, einen weiten Satz nach hinten machte.

Breitbeinig und mit aufgerissenen Augen sah er dem großen weißen Glotz entgegen, der ihn anscheinend so eben angegriffen hatte, der allerdings genauso wie er einen Sprung zurück gemacht hatte. Einen paar Herzschläge lang hob und senkte sich der kleine Brustkorb auffällig oft in kürzester Zeit, ehe er den ersten Schritt überwunden hatte und seine Miene sich von dem erschreckten Welpen hin zum Überlegenden. Denn DAS würde er sicherlich nicht einfach auf sich sitzen lassen. Zumindest wirkte er andere nicht, als wäre es Absicht gewesen, sah er eher mindestens genauso geschockt aus, wie Isaí es im ersten Augenblick gewesen war. Vorsichtig bekam er nun eine Schnauze entgegen gestreckt, zog den Kopf etwas zurück, um den Abstand zu wahren und sprintete schließlich mit einer plötzlichen Bewegung los, um den Überraschungsmoment zu nutzen. Ha! Damit hatte er sicherlich nicht gerechnet. Mit einem Satz (und ein paar weiteren) hatte er also den anderen Wolf erreicht, sprang an ihm hoch und versuchte ein Stück Pelz zu erhaschen.

„Daff bekommft du zurück!“, knurrte er spielerisch durch das Stückchen hindurch, welches er erwischt hatte und tänzelte etwas auf den Hinterpfoten hin und her, um nicht den Boden unter den Pfoten zu verlieren.

Nihilus
25.10.2011, 00:32

Als das Fiepen zu hören war, hätte Nihilus am Liebsten ebenfalls laut aufgeschrieen um seinem Schrecken Luft zu machen. Um sich nicht völlig zu blamieren versuchte der Helle dies jedoch zu unterdrücken: das Ergebnis war ein undefinierbares Glucksen, das irgendwie und irgendwo in der jungen Kehle hängen blieb und den Nichtswolf zum husten brachte, so dass dieser sogar die Augen schließen musste. Oh nein! Dabei hatte sich das Fiepen doch nur angehört wie das eines Welpen! Oder irrte er sich dabei..? Die Augen geschlossen murmelte er zuerst blind in die Luft hinein.

„Malik?“

Der einzige Welpenname der ihm auf die Schnelle einfiel, schließlich hatte er mit diesem vor kurzen noch gesprochen von wegen weißes Strahlefell und dreckige Brüder. Alles natürlich nur fellbedingt, versteht sich. Allerdings sollte sich seine Vermutung nicht bewahrheiten, als ein roter Kopf sich langsam aus dem Grün erhob und ihn zuerst erschrocken und später – zu Nihilus Beunruhigung – wütend anstarrte. Was…? Das war doch keine Absicht gewesen! Langsam zog sich die Schnauze zur Absicherung wieder zurück an den Kragen, die Lauscher in voller Erwartung nach vorne gespitzt, als rechnete er jeden Moment mit einem Angriff von Isaí, wie ihm der Name des fuchsähnlichen Miniaturwölfchens langsam wieder einfiel. Achja, der Atalya Mobber. Na, warum guckte der denn so böse…? Sie kannten sich doch! Beschwichtigend begann der Helle die Rute zu schwenken und wollte gerade zur Begrüßung und gleichzeitigen Entschuldigung ansetzen, als das Tierchen plötzlich losstürmte: auf ihn zu! In der Schrecksekunde fand Nihilus keinen klaren Gedanken um zurück zu weichen oder zu flüchten, so dass er nur zusammen zuckte, die Lauscher anlegte und ein Stück zurück stolperte, als auch schon ein seltsames Anhängsel an ihm herum sprang und an seinem wunderschönen Pelz herum zippelte! Was sollte denn bitte das?! Sabberte der da etwa seinen Pelz an?!

„Nicht! Du machst ja alles nass! Wenn du so weiter zupfst friere ich im Winter noch!“

Pah! Dabei war der Winter doch grade erst vorbei – der Helle wusste also was es bedeutete ohne Winterpelz dar zu stehen! Unbeholfen tappte er mit der Pfote nach dem roten Pelzball um ihn los zu werden wie eine nervige Fliege, allerdings traute er sich nicht mehr wirklich Elan zu zeigen, hinterher traf er das Tierchen ja noch Mal richtig wie zuvor! Das wollte er nicht! Deswegen begann Nihilus einfach mal den Gegenangriff: wie ein Welpe begann auch er dem Winzling am Fell zu ziepen und erwischte schlussendlich dessen Rute um ihn ein Stück fort von seinem Pelz zu ziehen.

„Isaí!“, benannte er das Tierchen nun bei seinem richtigen Namen – Wolf war das peinlich! „Such dir lieber eine Maus die du rupfen kannst, nicht mich!“

Hilfe suchend wich er einen Schritt zurück und schüttelte den Pelz, als könnte der Sabber dadurch einfach weggeworfen werden. Pah!

Isaí Caiyé
26.10.2011, 10:57

Isaí hatte sich Spaß erhofft, ganz ehrlich, aber das, was der Weiße da ablieferte, enttäuschte ihn ein wenig. Dennoch ließ er nicht los, war es wohl eher Reflex, die Fänge geschlossen zu halten, solange sich das, was man festhielt, wehrte. Doch die Ohren des jungen Wolfs waren inzwischen schon längt dicht an den Kopf gepresst und der Blick leicht verfinstert. Dass der Weiße ihn direkt am Anfang schon mit dem Namen seines Schwächlingbruders angeredet hatte, hatte er ihm ja noch verziehen, konnte ja mal passieren, aber dass er sich dann auch noch genauso anstellte – Isaí hatte gedacht - nein, gehofft! – dass es von Maliks Sorte nur einen gab, doch da war er ja dann glatt in die offenen Fänge eines anderen gelaufen, der – so nebenbei – gleichzeitig auch noch die Hoffnung zerstörte, dass sich Maliks komisches Verhalten mit der Zeit legen würde. Er war wohl auf ewig verdammt, mit sowas verwandt zu sein. Da würden sich wohl jegliche Bemühungen, seinen weltfremden Bruder irgendwie zur Vernunft zu bringen, als unnütz herausstellen.

Das spielerische Grollen wurde tiefer, als der Wolf, dessen Namen er noch nicht kannte, ihn nun griff und von sich abzupflücken versuchte. Er verlor den Boden unter den Pfoten, biss augenblicklich fester zu, ehe er doch losließ und mit den Vorderläufen versuchte, wieder auf den Boden zu gelangen. Geschafft. Er wirkte einen Moment leicht verwirrt, doch als er sich von dem Schreck, in der Luft zu schweben, erholt hatte, fand er auch endlich die Möglichkeit, dem weißen Papa einen enttäuschten Blick zuzuwerfen. Huch? Wieso wich der denn zurück?

„Du bist ja genauso eine feige Fellnase wie Malik.“, entgegnete er nüchtern und ließ sich auf die Hinterläufe fallen, ehe er fragend den Kopf zur Seite neigte. Maus?

„Ist Maus sowas wie Hirsche und Beeren?“, fragte er und erinnerte sich an die Worte Tyraleens vor ein paar Tagen. „Wo finde ich denn eine Maus? Die ist bestimmt mutiger als du und spielt mit mir!“

Vorwurf lag in seiner Stimme und vielleicht auch der Versuch, Nihilus aus der Malik-Schublade seines Kopfes herauszukramen. Doch er konnte ihm nicht andauernd Chancen geben. Der zweite Eindruck, ja, der würde zählen. Aber vielleicht war bei ihm ja auch noch nicht alle Hoffnung verloren, ihn wieder normal zu bekommen. Vielleicht war er noch nicht so tief wie Malik in diesem Treibsandloch untergegangen.

Nihilus
26.10.2011, 14:40

Eigentlich waren ihm die Welpen bisher alle ziemlich gleich vorgekommen: winzig, viel zu aufgedreht, winzig, neugierig, winzig. Grimmig oder unzufrieden waren ihm die Kleinen noch nie unter die Nase gekommen. Weder heute, noch die Tage davor. Aber warum… blinzelte ihn das rote Tierchen denn dann so böse an? War er etwa krank…? Verflucht? Hoffentlich nicht! Dann müsste er sich ja um ihn kümmern, oder zumindest jemanden suchen, der auf den Winzling aufpasste und ihn wieder gesund pflegte! Es dauerte seine Zeit bis Nihilus den Fellklotz von sich lösen konnte und auf den Boden plumpsen ließ. Wolf, der war ja echt anhänglich! Mit einem vorsichtigen Blick auf seinen Pelz kontrollierte der Helle, ob auch keine Spuren von irgendwelchen Krankheiten an ihm klebten – es fehlte noch, dass er sich wieder so schlecht fühlte wie in der Zeit, als Engaya für die Sicherheit und die Gesundheit des Tals und ihrer Kinder zu schwach gewesen war.

„Geht es dir gut?“

Fragte Nihilus daher zu aller erst ziemlich besorgt und neigte den Kopf unsicher zur Seite, den Winzling musternd, als könnte dieser gleich zusammen brechen. Jetzt, wo er so trotzig vor ihm saß und irgendetwas nuschelte, sah er gar nicht mehr so seltsam aus: trotzig war für Welpen normal, oder? Hoffentlich! Ein erleichtertes Seufzen verließ die junge Kehle, die Schnauze von Seite zur Seite schüttelnd über seine eigene Furcht, oder besser gesagt Sorge, um einen völlig Unbekannten – na ja, ziemlich unbekannt. Wobei sich dieses nicht vorhandene Wissen über Isaí – hihi, er kannte ja schon den Namen! – schnell in eine leichte Antisympathie verwandelte, als dieser ihn an den Kopf warf „feige“ zu sein: wie bitte? Nun war es an ihm die Schnauze eingeschnappt hoch zu recken und sich auf die Hinterläufe nieder zu lassen: was für ein Frechdachs!

Du hast dich im Gras versteckt, vergiss das nicht!“, versuchte Nihilus sich zumindest ein wenig zu verteidigen, bevor er – im Versuch die Sache zu überspielen – auf die nächste Frage des Miniaturtigers einging. „Hirsch und Beeren?“ Verdutzt über diesen Vergleich wanderte das Näschen wieder ein Stück in tiefere Gefilde zu Isaí. „Ja! Sie ist genau so winzig wie du und so schnell wie ein Hirsch. Es gibt ganz viele Mäuse, mehr sogar als Wölfe, und sie sind überall!“

Hach, also wenn das nicht die Worte eines talentierten Lehrers waren!
Ein wenig stolz darüber einem der Welpen ein wenig die Welt näher gebracht zu haben, plusterte sich der Kragen des Hellen auf, die farblosen Spiele auf das rote Tierchen gerichtet.

Isaí Caiyé
26.10.2011, 20:06

Isaí blinzelte den Wolf verwirrt an. Wieso sollte es ihm denn nicht gut gehen? Vielleicht, weil er eben unsanft eine riesige Pfote auf den Kopf gehauen bekommen hatte? Ach. War doch nur halb so schlimm, sowas hielt er aus. Er war ja keine feige Fellnase, nich? Malik wäre wohl aus zweierlei Gründen danach eingegangen – Erstens, weil er einfach viel zu zart besaitet war und zu anderen, weil er ja schmutzig geworden sein könnte, was gar nicht mal so fern lag, immerhin liefen die meisten Wölfe ja auf ihren Pfoten. Er verzog die Lefzen zu einer leichten Grimasse bei diesem Gedanken. Er musste aufhören, von ihm zu sprechen, er hatte ja irgendwie die Fähigkeit, genau in solchen Momenten immer reinzuplatzen. Und auf den konnte er im Moment wirklich verzichten. Isaí schüttelte den Kopf, um den Gedanken an seinen Jammerbruder zu vertreiben, und wandte sich schließlich mit einer wesentlich freundlicheren Miene an den Weißen vor ihn. Doch, der kleine Rote hatte noch Hoffnung, dass er wenigstens ein bisschen cooler war als sein eigener Bruder. Das musste nicht zwangsläufig bedeuten, dass er sich im positiven Bereich befand, doch ein bisschen reichte ja schon. Ein bisschen weniger… freakig eben.

Isaí lachte kurz, als Nihilus meinte, er hätte sich versteckt. Doch es war kein böswilliges Lachen, auch kein auslachen, mehr ein ‚Hihi, du hast da was falsch verstanden‘-Lachen. Wahrscheinlich hätte er sich bei jedem anderen Wolf nun wild herauszureden versucht, doch da Nihilus schon ein kleines Maliksternchen am Eindruck hängen hatte, kam er nicht umhin, ihn auch ein bisschen so zu behandeln. Die wollten das ja so. Sonst würden sie sich anders aufführen.

„Ich hab‘ mich angeschlichen.“, verkündete er stolz und nickte geschäftig. „Und du hast mich ja auch nicht gesehen, sonst hättest du dich nicht so doll erschreckt wie Atalya immer, wenn ich mich an sie anschleiche.“ Er grinste zufrieden und neigte dann den Kopf fragend zur Seite. „Sie sind so groß wie ich? Hier überall? Aber ich seh‘ gar keine Maus.“

Er legte die Ohren irritiert an und sah einen Moment drein, als müsse er sich gewaltige Sorgen um den Weißen machen. Sah er etwa auch Dinge, die es gar nicht gab? War er so eine Feigpfote wie Malik und gleichzeitig so irre wie Atalya? Bei Engaya! Gab es hier denn nur so komische Wölfe? Er holte tief Luft, sah den Weißen schließlich skeptisch an und überzeugte sich selbst davon, ihm noch eine letzte Chance zu geben.

„Kannst du mir eine Maus besorgen? Ich will eine Maus sehen!“

Mit diesen Worten sprang er auf, wedelte mit der Rute und sah erwartungsvoll zu Atalik auf. Ha. So hieß er nun. Fellnase.

Nihilus
27.10.2011, 13:01

So schnell die Sorge um das Wohl des Winzlings gekommen war, so schnell wich sie der Abenteuerlust, als sich das Welpengesicht verzog und ein Lächeln – sogar ein Lachen! Auch wenn es etwas seltsam klang – hervor brachte! Wie immer in solchen Situationen verzogen sich auch Nihilus Lefzen, um nicht ganz emotionslos hier herum zu stehen, die Lauscher nach unten gespitzt, damit er den Belehrungen folgen konnte. Angeschlichen? Aber selbstverständlich! Mit zerknirschter Miene konnte sich der Helle grade Mal ein „Ja, war klar“ verkneifen und zog ein wenig die Rute an. Wenn er selbst schon Probleme beim Jagen und Schleichen hatte, dann würde so ne Miniaturfuchsversion das ganz sicher auch nicht drauf haben!

„Naja, nicht ganz so groß.“, gestand er widerwillig ein. Hoffentlich würde das den Welpen nicht in die Wolken heben! „Und die verstecken sich ja auch, damit sie nicht gefangen werden!“

Letzteres sprach er mit einem erhabenen Ton aus, damit hier der Alters- und Wissensunterschied ein Mal hervor gehoben wurde! Die farblosen Spiele ein wenig verengt, als erwartete er eine begeisterte Reaktion von Isaí – leider erfüllte sich dieser Wunsch nicht, oder nur so halb. Mist! Stattdessen blickte der Kleine drein wie… wie… ach, unbeschreiblich eben. Als würde er glatt an ihm zweifeln! Doch wie es aussah – und das ließ Nihilus Rute wieder anfangen zu pendeln – hatte sein neues Unterhaltungsobjekt komplett andere Gedanken gefasst: er wollte jagen gehen! Mäuse jagen! Hach! Also hatte der Rotfuchs doch begriffen, dass er hier einen erfahrenen Lehrer vor sich stehen hatte. Perfekt! Die pure Freude auf den jungen Zügen des Gesichts liegend, musste sich der Helle zurück halten nicht direkt los zu stürmen und streckte zuerst die kurzen Glieder gemächlich, als hätten sie alle nur erdenkliche Zeit der Welt. So, damit war wohl das Erschrecken und die Andeutung, dass er ein Angsthase wäre, beglichen.
Beinahe hätte Nihilus sich selbst zu einem Gähnen aufgefordert, als die Worte doch schon aus seiner Schnauze sprudelten.

„Ich? Dir? Eine Maus besorgen?“, fragte er skeptisch, als habe er nicht ganz verstanden, was der Winzling von ihm wollte, bevor er seine eigentliche Absicht erklärte: „Wir können zusammen eine Maus jagen, dann kannst du das deinen Geschwistern ebenfalls zeigen!“

Na toll! Er hatte seine Freude über die bevorstehende Jagd im letzten Satzteil doch nicht unterbinden können! Leise brummelnd legten sich die Lauscher an. Was dachte der Kleine Kauz denn jetzt von ihm?! Das Köpfchen ratternd, entschloss er sich nach einigen Momenten dazu einfach los zu legen und nach einer Spur zu suchen. Ha, der Kleine konnte ja noch weniger als er, der könnte ihn also nicht dabei kritisieren wie er suchte! Perfekt!
Mit einem auffordernden Satz nach vorne sprang Nihilus los an dem Rotpelz vorbei und trabte ein Stück voraus, den Blick zuerst suchend über den Platz wandernd, bevor er sich dazu entschloss Isaí natürlich auch die Wahl zu lassen wo sie zu suchen hatten. Neugierig wandte sich der Kopf nach hinten und schnackte ein Mal hoch, als erwarte er Großes von dem Winzling.

„Wo würdest du Dich verstecken, wenn du nicht gefunden werden wolltest?“

Die Rute schwankte unterdessen ungehalten von Seite zu Seite: eine Jagd, eine Jagd, eine Jagd! Super!

Isaí Caiyé
28.10.2011, 15:44

Nihilus‘ Worte klangen irgendwie plausibel. War ja gar nicht mal so dumm, sich zu verstecken, um nicht gefangen zu werden, mh? Isaí blickte interessiert zu ihm hoch und lauschte seinen Erklärungen, wobei er erwartete, dass er sich jeden Augenblick wieder selbst verbesserte. Seine Ohren waren kurz nach hinten geschnippt, als auf seine Aussage, Mäuse wären so groß wie er, direkt die Verbesserung gefolgt war, dass sie doch kleiner waren. Ha. Wusste der Gute eigentlich, wovon er redete? Isaí schenkte ihm ein ermutigendes Lächeln und nickte schließlich als Zeichen, dass er verstanden hatte. Wie gesagt – es lag nahe, sich zu verstecken, wenn man nicht gefangen werden wollte. Mit leicht pendelnder Rute stand er nun da, die Augen neugierig auf die Gestalt des großen Rüden gerichtet und abwartend, woher er ihm nun eine Maus beschaffen würde. Er wollte doch unbedingt eine Maus sehen, unbedingt! Und dann waren sie auch noch kleiner als er! Das mussten tolle… Dinger sein.

Glücklicher Weise schien auch die mürrische Laune des Weißen verflogen zu sein und das Lächeln auf den Lefzen des kleinen Roten wurde bei dem Anblick der Freude in seinem Gesicht noch breiter. Waren Mäuse vielleicht etwas, was man nur zu zweit sehen konnte? Oder etwas, was er nicht selbst fangen konnte, weshalb er nun seine Hilfe brauchte? Wieso sonst freute er sich so, nun, nachdem auch Isaí eine Maus sehen wollte? … Glaubte er etwa, dass sie nun etwas verband und der Fuchsfarbene das Bild, welches er von Nihilus hatte, automatisch abändern würde? Ne, ne. Der Hase lief anders. Da musste er schon beweisen, dass er was drauf hatte! Dennoch freute sich der junge Wolf auf das, was er nun gezeigt bekommen würde. Er tänzelte ungeduldig auf der Stelle, während sich Nihilus noch die Zeit nahm, sich gemächlich zu strecken und warf ihm einen zerknirschten Blick zu. Man! Das konnte er doch auch wann anders machen! Nun mussten sie doch eine Maus suchen und fangen! Auch, wenn der Weiße bis dahin eine Bitte (oder Aufforderung?) noch nicht angenommen hatte – für Isaí stand es nun schon fest, dass der Mittag nun auf jeden Fall mal mit diesem Malikverschnitt verplant war. Und vielleicht – wer wusste das schon? – wäre er am Ende dieses Ausfluges nur noch ein Verschnitt. Das wäre eine unheimliche Steigerung!

Ein drängelnder Ausdruck schlich sich in seine pfützigen Seelenspiegel, als Nihilus ihn doch glatt noch weiter auf die Folter spannte und sich der Jüngling gar nicht mehr so sicher war, ob sie nun eine Maus suchen gehen würden oder nicht. Etwas hilflos blickte er zu ihm auf, noch immer umhertribbelnd, als könne er es kaum mehr erwarten, eines dieser Dinger zu sehen. Doch im nächsten Moment begann er wieder zu strahlen, als der Weiße seine Befürchtungen zu Nichte machte. Und an die Tatsache, dass er seinen Geschwistern dann wieder in was voraus war, ließ die Spannung nur noch größer werden! Er nickte heftig, quietschte kurz voller Vorfreude und wuselte dem weißen Rüden schließlich hinterher, als er sich ohne ein Wort davon machte. Gespannt beobachtete er seine Bewegungen und versuchte, ihm etwas nachzueifern, ehe er den Kopf gen Boden senkte und versuchte, eine Spur ausfindig zu machen. Aber Moment… Wie rochen Mäuse eigentlich? Überrumpelt von diesem Gedanken zuckte er kurz mit den Ohren, doch Nihilus schien nichts aufgefallen zu sein. Er lächelte glücklich über diese Tatsache, als er die Frage gestellt bekam und wog den Kopf schließlich überlegend hin und her. Wo er sich verstecken wollte, wenn er nicht gefunden werden wollte… Na, im Grunde lag die Antwort doch nahe!

„Atalya versteckt sich auch immer, und ich finde sie nicht. Bestimmt sind alle Mäuse bei ihr! Weißt du, wo Atalya ist?“, schloss er schließlich und blickte den Weißen erwartungsvoll an.

Doch im nächsten Moment war seine Nase auch schon wieder auf dem Boden auf der Suche nach einer Witterung Atalyas. Vielleicht fand er sie ja, wenn er sie gar nicht suchte und nicht finden wollte und gleichzeitig damit würde er ja auch die Mäuse finden, die er ja suchte, aber nicht suchen durfte, um sie zu finden. Engaya nochmal, war das alles kompliziert…

Nihilus
02.11.2011, 11:41

Am Liebsten wäre er ja selbst direkt los gerast, die Tatzen schienen schon bereit zum losstürmen, so wie sie zappelten. Doch irgendwie war der kleine Isaí noch nicht so ganz überzeugt – warum saß der denn noch so hilflos rum? Sie wollten doch jaaagen! Irritiert winkelten sich die Lauscher an den Hinterkopf, die Rute immer langsamer werdend. Da regte sich ja gar nichts an dem kleinen Körper… bis der Welpe aufquietschte und Nihilus erschrocken zusammen zuckte. Wolf! Konnte das Tierchen sich nicht ein einziges Mal anständig benehmen?! Aber die Freude über die steigende Motivation des Winzlings erheiterte auch wieder das Gemüt seines neuen „Lehrers“. Hach, er war ein Lehrer. Ein Lehrer! Grade er, der selbst nicht ganz so gut jagen konnte. Naja, zumindest besser als der Kleine. Das war schon mal beruhigend!
Nach einigen seltsamen Momenten in denen Isaí das Gesicht verzog wusste der Helle nun auch endlich warum der Kauz so ruhig gewesen war: er hatte überlegt! Mit einem hellen Lachen über den Kombinationsversuch schüttelte der Nichtwolf die Schnauze.

„Da wo Atalya sich versteckt?“, wiederholte er belustigt. Die würde einen Schock bekommen, wenn Isaí und er plötzlich vor ihr standen! „Nein, die Mäuse versuchen sich vor allen Wölfen zu verstecken. Atalya könnte sie schließlich auch fangen.“

Weniger als Belehrung, als dass er die seltsame Verbindung von Atalya und Mäusen einfach urkomisch fand, tappte der Grauäugige dem Winzling mit der Tatze auf den Kopf und hob darauf hin seinen eigenen um den Platz am Wasserfall abzusuchen. So ein Getöse wie hier herrschte sollte doch eigentlich kleine Tierchen verscheuchen, oder gewöhnten sie sich genau so schnell an das Rauschen wie die Wölfe? Fragend legte sich die Schnauze schräg, während Nihilus zum Waldrand sah. Da gab es bestimmt Mäuschen. Aber durften sie sich denn überhaupt vom Rudel entfernen? Ein wenig reuevoll neigten sich die Lauscher in die Richtung der noch ruhenden Wölfe. Hoffentlich.

„Je winziger du bist, desto mehr musst du darauf achten nicht gefuttert zu werden. Die winzigen Mäuse verstecken sich also immer da wo es dunkel ist und verschwinden sofort, wenn sie jemanden kommen hören.“, erklärte er mal eben die Grundregeln ihres neuen Spiels. „Wir müssen ganz leise sein um ein Mäuschen zu finden und wenn wir sie haben müssen wir super schnell sein um sie auch zu fangen. Meinst du, du schaffst das?“

Eigentlich hätte er ja skeptisch geguckt, aber auf Grund seiner eigenen Vorfreude wurde diese Absicht zu einer undefinierbaren Grimasse, bevor er seinen Schritt wieder aufnahm in Richtung Wald, dieses Mal ohne sich noch ein Mal umzudrehen. Klein Isaí würde schon folgen, der wollte ja genau so gerne jagen!
Die Schnauze bereits nach unten verlagert, fuhr Nihilus durch das Gras und versuchte eine Spur zu bekommen – bisher vergebens.

„Sie riechen wie…“ , setzte er zur Erklärung an, fand jedoch nicht die richtigen Worte. „Wie Erde, weil sie im Boden leben. Und wie dieses kleine nervige Getier.“ Also diese Insekten da, die immer um den Kopf schwirrten.

Isaí Caiyé
03.11.2011, 18:23

Das Lachen des Weißen irritierte ihn etwas, ganz zu schweigen von den Worten, mit denen er ihn schließlich verbessern wollte! Was erzählte er da? Isaís Augen funkelten auf, während er den Rüden beobachtete und schließlich fragend den Kopf zur Seite neigte. Also erstens fand er seine Kombinationsgabe wirklich bemerkenswert und kein bisschen komisch und zweiteres wollte ihm nicht in den Kopf gehen, wieso Atalya denn Mäuse fangen sollte. Das passte einfach nicht zusammen. So, wie Nihilus hier herumhüpfte und den Knirps motivierte, schien Mäusejagen etwas Spannendes zu sein, etwas, was Spaß machte. Aber Atalya hatte er noch nie so etwas tun sehen. Machte sie auch Dinge, die Spaß machten? Ungläubig weiteten sich die Augen des Roten etwas, während der Fang ein bisschen aufklappte, als wäre diese Denkweise eine vollkommen Neue für ihn. War sie ja im Grunde auch, doch richtig überzeugt war der Knirps noch immer nicht. Vielleicht irrte sich Nihilus ja mit dem Namen, so wie er sich zuvor in Malik und Isaí (Fenris nochmal, das ärgerte ihn immer noch!) geirrt hatte? Und dann war da auch noch die Frage, ob Atalya, wenn sie denn auch spaßige Dinge tat, was Isaí noch immer nicht so ganz glauben wollte, das denn auch wirklich konnte. Jaaaaha. Das war dann doch ein bisschen komplizierter als gedacht. Und seiner Vermutung musste schließlich erstmal auf den Grund gegangen werden.

„Atalya… jagt auch Mäuse? Sie macht auch Dinge, die lustig sind und sitzt nicht immer nur sooooo-“ - Isaí zog eine Grimasse, die der Miene Atalyas gleichkommen sollte - „- da und tut so, als könnte sie niemanden leiden?“

Tat so, genau, denn Isaí hatte den Glauben noch nicht aufgegeben, dass sie doch eigentlich innerlich immer ganz glücklich war, wenn jemand zu ihr kam. Nach außen konnte sie das eben nicht zeigen, weil sie… Fürchtete, dass dann niemand mehr zu ihr kommen würde! Genau! So musste es sein! Aber im Moment ging es ja weniger um Atalya als um Mäuse, es sei denn, die Schwarze jagte im Moment auch Mäuse und sie würden sie gleich treffen. Aber der Gedanke, Atalya würde Mäuse jagen, schien ihm immer noch etwas absurd. Und als wäre er nicht der einzige, der entschlossen hatte, sich nun wieder auf die grundlegenden Dinge zu konzentrieren, die er sicherlich gleich erklärt bekommen würde, musste er sich auch schon sogleich wegducken, um der fiesen Attacke des Schneeauges zu entkommen. Hach! Der wurde ja richtig mutig, der Gute! Und Isaí wusste noch nicht, was er von dieser Art halten sollte. Es war auf jeden Fall besser als die uncoole Art seines Bruders, aber… Dem beschwerendem Blick des Roten folgte ein interessiertes Kopfrecken in die Richtung, in die nun auch Nihilus sah, während er aufsprang und seine Rute wild zu pendeln begann, als erwartete er, der Weiße hätte bereits Beute ausgemacht. Doch nichts da. Statt einer Maus, seiner ersten Maus bekam er von ihm nur Belehrungen, denen er aber aufmerksam folgte, um auch ja eine eigene Maus zu fangen. Er nickte, während er versuchte, sich alles genau einzuprägen und suchte mit den Augen bereits die Umgebung nach dunklen Stellen ab, ehe er einen empörten Blick gen Nihilus warf. Ob er meinte, dass er es schaffte?!

„Jaaaaaaaaaaaaaa!“, rief er aus und sprang zwei Hüpfer um Nihilus herum, ehe er erschrocken innehielt. Huch, erste Regel gebrochen… „Eh. Ich meine… Jaaaaaaaaaaaaa!“, wiederholte er sich nun, allerdings wesentlich leiser als davor.

Wieder übernahm der weiße Rüde die Führung, während Isaí ihm fast auf der Pfote folgte, mit der kleinen Nase durchs Gras fuhr und nach etwas suchte, dass roch, als wäre es eine Maus. Wie auch immer eine Maus roch – da halfen auch die Ausführungen nicht, die Nihilus ihm schließlich gab. Wie Erde und nerviges Getier. So weit, so gut. Aber wie definierte er ‚nerviges Getier‘? Isaí kam da ja nur eines in den Sinn, aber das war es sicherlich nicht. Doch er ließ sich sein Unwissen nicht ansehen, während er voller Ehrgeiz gen Wald steuerte und eifrig versuchte, eine Spur ausfindig zu machen. Dann wäre Nihilus direkt mal von seinem Können begeistert! Leider blieb die Spur allerdings aus (zumindest roch nichts nach nervigem Getier) und Erde war hier ja überall. Er streckte den Kopf in einen Buch hinein, der am Waldrand wuchs, ehe er sich weiter durch die kleinen, dichten Ästchen drängte, sich von nichts von seiner Aufgabe abhalten lassend. Und schließlich! Da war doch tatsächlich was! Mit einem aufgeregten Hüpfer bewegte sich der kleine Körper vorwärts, ehe er die Nase gegen einen Stein drückte, der eindeutig nach Erde und… etwas anderem roch. Mit einem leisen Wuffen sah er sich nach dem weißen Papa um. Ha! Der würde sicher stolz auf ihn sein!

Nihilus
06.11.2011, 00:02

Nihilus konnte einfach nicht anders als die Schnauze noch ein Mal zurück zu wenden zu Isaí, ob dieser auch wirklich kam. Mist, der hockte ja immer noch da und faselte etwas über Atalya, das den Hellen mal wieder völlig aus der Bahn warf. Wie war der Winzling eigentlich auf die dunkle Fähe gekommen? Mochte er sie etwa? Zweifelnd legten sich die Lauscher an, die Schnauze zur Seite gekippt. Also wenn das so war, dass die mürrische Dunkle sich einen neuen Fan angelacht hatte, war er, Nihilus, wohl nicht grade der beste Ansprechpartner in Sachen Liebesdinge. Aber er könnte es ja mal versuchen, das schadete schließlich nicht. Hoffentlich.

„Du magst Atalya?“, fragte er offen heraus, die Betonung auf das Verb gelegt, entschied sich jedoch spontan bei Isaís Grimasse um zu einer neuen Technik dem Welpen seine neue Freundin schmackhaft zu machen. „Als Welpe hat sie auch gespielt und gelacht, genau wie du. Aber vielleicht ist ihr ja etwas schlechtes passiert, sie hat sich oder jemand anderem weh getan und ist deswegen traurig.“ Bestätigend nickte er kurz. „Du solltest sie mal lieb danach fragen oder ihr vielleicht sogar eine leckere Maus vorbei bringen, dann wird sie bestimmt lächeln.“

Total zufrieden mit sich selbst reckte der Helle die Brust nach vorne. Hach, das hatte er wirklich gut gemeistert. Einen kleinen gemeinen Wolf zu einem guten Tierchen erzogen! Zumindest wenn sein „Schüler“ auf ihn hören würde, das stand ja noch in den Sternen. Bisher war er ja nicht mal dazu gekommen zu schnüffeln, dabei war das viel einfacher als Atalya gute Laune zu bereiten.
Im Gegensatz zu ihr, die – soweit Nihilus das beurteilen konnte – ziemlich lange Anlaufstrecken benötigte, schien Isaí allerdings schnell in die Pötte zu kommen, wenn er einmal loslegte: mit ohrenbetäubenden Geschrei sprang dieser nämlich auf und in Richtung Mäusefundgrube, erinnerte sich dabei jedoch – leider etwas zu spät – an das leise sein. Mit einem Schmunzeln schüttelte der Helle den Kopf, verkniff sich allerdings jeglichen Kommentar dazu, in der Hoffnung, dass die Mäuschen den ganzen Tumult gar nicht mitbekommen hatten. Wäre ja zu schön gewesen, wenn zwei Wölfe noch nicht Mal eine Maus fanden!

„Ich glaube, dass sie sich am Waldrand verstecken. Die sitzen immer unter dem Laub.“ Langsam schlich er voran in Richtung Bäume und versuchte dabei so ruhig wie möglich zu sein. „Soll ich in das Gestrüpp springen und sie aufschrecken, wenn da welche drin sind, und du fängst sie?“, fragte er total in seinen Plan vertieft, bevor dem Nichtswolf wieder einfiel, dass Welpen ja wohl schlecht alles alleine konnten. Mist. „Nein. Du springst gleich einfach in die Blätter da vorne und guckst zu.“

Na hoffentlich würde es Nihilus auch gelingen die schnellen Tierchen zu fangen, falls dort wirklich welche waren. Mit der Schnauze wies er auf die Laubhaufen an den Baumstämmen.

Isaí Caiyé
10.11.2011, 21:56

Gott! Die beiden Rüden hatten im Moment wohl vollkommen unterschiedliche Auffassungsweisen der Situation. Und selbst, wenn Nihilus dem Knirps sein Verständnis erklärt hätte, hätte er damit wohl nicht sonderlich viel anfangen können. Er konnte damit noch nichts anfangen, für ihn waren sie alle gleich, er mochte sie oder er mochte sie nicht, doch von etwas wirklich Wahrem konnte man lange noch nicht sprechen. Er mochte Atalya, keine Frage, doch mehr, wie ein Wolf eine Schwester mochte, einen Bruder. So, wie er Kisha mochte. Wie er seine Familie eben mochte, sein Rudel. Ein anderes ‚Mögen‘ gab es in seinem Wortschatz noch lange nicht und wahrscheinlich würde das auch noch ziemlich lange dauern, bis es soweit war. Er hatte gut zwei Jahre vor sich, bis seine Hormone ihm Streiche spielen würden. Und vielleicht wären dies die sorglosesten zwei Jahre, die ihm gegönnt waren. Wenn Welpen doch nur mal verstehen würden, wie kostbar die Welpenzeit wirklich war; wenn sie doch nur ein einziges Mal verstehen würden, dass es nicht darum ging, direkt erwachsen zu werden und alles machen zu dürfen, sondern das, was sie hatten, zu genießen, bevor es unwiderruflich fort war. Er neigte den Kopf leicht zur Seite, als Nihilus von Atalya erzählte und irgendwie wollte das Ganze nicht zu dem passen, wie er sie sah. Und mit einem Male schien es auch so unglaublich logisch, dass sie einst genauso klein gewesen war wie er. Es war ein merkwürdiges Verhältnis von Logik und Unglaube, was sich nun in ihm breit machte, doch glücklicher Weise lenkte ihn das Folgende etwas davon ab – Atalya würde sich freuen, wenn er ihr eine Maus bringen würde? Ha! Da wusste er anscheinend mehr als Nihilus über Atalya.

„Turién hat sie gelochbissert.“, erklärte er nickend und nahm nun den Lehrerblick an, der die ganze Zeit Nihilus gehört hatte. „Atalya war nämlich fies zu ihm und dann hat er sie gelochbissert. Aber sie meint, dass sie nicht traurig ist deswegen. Und sie freut sich auch nicht, wenn man ihr was bringt. Und einen neuen Bruder will sie auch nicht. Sie will irgendwie gar nichts. Spielen mag sie auch nicht.“, schloss er etwas hilflos und schüttelte schließlich den Kopf. „Aber das ist ihre Sache. Wenn sie unbedingt ein fieser Alleinsein-Wolf werden will.“

Oh ja, Isaí hatte sich inzwischen damit abgefunden und sich dazu entschlossen, ihr einfach aus dem Weg zu gehen. Ihr war ja ohnehin alles egal! Er wollte auch nicht weiter darüber sprechen – wuselte aus diesem Grund bereits vorwärts und überging so die Erklärung des Plans des Weißen, was er später noch bereuen sollte. Seine Ohren schnippten leicht enttäuscht, als er kein bisschen auf seinen Fund eingehen wollte, ehe er sich mit einem letzten Stupser der Nase gen Stein wieder aus dem kleinen Busch heraus bewegte und Nihilus kurz missbilligend anblickte, ehe er wieder seine übliche, interessiert aufmerksame Miene annahm. Aber da war die Erläuterung auch schon zu Ende. So ein Dreck aber auch. Der rote Knirps blickte kurz umher, wollte sich dann aber nicht die Blöße geben und zugeben, nicht zugehört zu haben.

„Alles klar!“, bemerkte er also großspurig und leise (er hatte ja aus der vorherigen Situation gelernt) und wuselte an Nihilus vorbei gen Wald.

Guuut. Und nun? Was sollte er tun? Je näher er seinem Ziel kam, desto langsamer und zögerlicher bewegte er sich nach vorne um etwas Zeit zu schinden. Nihilus hatte gesagt, dass sie schnell waren und sich im Dunkeln verstecken. Also musste Isaí sie nur finden und schnell genug sein, um eine zu fangen. Wenn er eine Maus hatte, war alles, was Nihilus eben erklärt hatte, ohnehin unwichtig, selbst wenn der Rote etwas falsch machen würde. Aber wie sollte er es schaffen? Er schob sich also weiter an das Laub heran, ehe er sich kurz gen Boden duckte und dann mit einem Sprung mitten hinein sprang, dass es unter seinen Pfoten nur so knisterte und raschelte. Und tatsächlich schien irgendetwas davonzuflitzen. Vollkommen perplex erstarrte der Rüde, ehe er hastig versuchte, das Ding, welches er nicht einmal gesehen hatte, einzufangen. Nur wo zum Teufel war es? Er machte Sprünge wie ein Reh, versuchte, es mit den Pfoten zu erwischen, doch dadurch, dass er selbst so laut war, konnte er nicht orten, woher das Geräusch kam, vorausgesetzt, er jagte nicht gerade seinem eigenen Schatten hinterher, ne?

Nihilus
18.11.2011, 21:57

Also so recht schlau wurde Nihulus ja aus Isaís Mimik nicht. Ob das nun daran lag, dass Welpen an sich ihm eigentlich nicht ganz geheuer waren, oder weil er grade diesem hier nicht gut folgen konnte, blieb dem Hellen ziemlich rätselhaft. Er bemerkte nur, dass sie wohl irgendwie nicht ganz die gleiche Sprache benutzten, um sich zu verständigen. Genau deswegen drehte er sich auch nicht mehr um zu dem kleinen Plappermaul, der ihm grade das erklärte, das Nihilus doch selbst mit eigenen Lauschern gehört hatte – wahrscheinlich genau da, als der Welpe es auch erzählt bekommen hatte. Sanft verzogen sich die Lefzen zu einer angenehmen Miene, die sich jedoch gleich wieder verflüchtigte, als das rote Tierchen seine Gedanken weiter verkündete.

„Wir sollten immer genau die Wölfe zum lachen bringen, die am traurigsten oder fiesesten aussehen.“

Murmelte er vor sich her, die Öhrchen zuckend, als könnte er seine Worte nicht ganz in einen Kontext bringen, obwohl er sie unbedingt Isaí übermitteln wollte. Sie brauchten schließlich nicht noch mehr Grummel-Wölfe wie Averic!
Mit einem Schnauben wandte sich die Schnauze wieder zu dem Winzling, um dessen Reaktion zu sehen: aber anstatt der erwarteten Skepsis hatte sich das Füchschen endlich in Bewegung gesetzt und schien nun genau so motiviert zu sein wie Nihilus selbst! Na, dann könnte es ja endlich los gehen! Er schien sogar ziemlich gehorsam und achtete sogleich auf die Lautstärke. Ein wenig stolz stellten sich die Ohren des Hellen auf, während er dem neuen Schüler zunickte, als hätte dieser eine unglaubliche große Leistung vollbracht. Und… und… es sollte noch besser werden!

„Jaaa!! So findest du bestimmt eine!“, flüsterte er so leise es ging.

Irgendwie war er ja jetzt für das Scheitern oder Schaffen des Welpen verantwortlich, oder nicht? Da musste er diesen ja auch ein wenig hoch puschen! Sonst wäre er ja noch deprimiert wenn es nicht funktionierte. Aber darüber wollte sich der helle Rüde keine Gedanken machen. Ganz wie ein Zuschauer duckte er sich still und leise, die Ohren nach vorne gestellt um bloß nichts zu verpassen, während er den Kleinen beobachtete, der alles genau so machte wie Nihilzs zuvor sagte. Hach! Das war ja schon ein schönes Gefühl… zumindest bis zu dem Moment, in dem alles viel zu schnell ablief: Isaí sprang, versteinerte und bewegte sich dann auf ein Mal viel zu schnell, um noch irgendein Tierchen fangen zu können! Anstatt jedoch zur Hilfe zu eilen – das wäre sowieso zu spät gewesen – musste der Nichtswolf jedoch völlig unerwartet losprusten, so dass er wahrscheinlich auch noch die letzten Mäuse verscheuchte!

„Das…“, versuchte er sich langsam wieder zu fangen, während er sich mit der Tatze über den Nasenrücken fuhr. „war ja schon fast richtig!“

Behauptete er einfach mal völlig enthusiastisch und trabte näher zu dem roten Pelzträger, den er auch gleich mal aufmunternd – na ja, zumindest sollte es aufmunternd sein – gegen die Seite stieß und angrinste, als hätte dieser grade den lustigsten Witz erzählt. Die Rute pendelnd, suchten die farblosen Spiele den Untergrund ab.

„Du hattest ja beinahe eine gefangen! Aber die warne wohl doch zu schnell!“ Mit einem Kopfschnacken begann Nihilus ein wenig mit den Vordertatzen zu graben, bis er durch das Laub hindurch die Erde erreicht hatte und die Nase senkte. „Da! So riechen die Mäuse!“

Zumindest hatten sie ja jetzt schon Mal einen Anfang geschaffen. Der Rest würde sich schon von alleine zeigen, wenn sie einen weiteren Unterschlupf gefunden hatten. Da könnte er ja dieses Mal auch mit jagen!

„Meinst du, dass dus schaffst ein eigenes Versteck zu finden?“

Mit einem ungläubigen Unterton trabte er herausfordernd eine Runde um den Welpen.

Isaí Caiyé
09.01.2012, 20:45

{ verzeih mir, dass ich es übersehen hatte. <3 }


´Die schmutzigblauen Seelenspiegel des jungen Wolfs lagen noch immer skeptisch auf der Gestalt des Weißen. Er verstand nicht, woher er dieses… Wie hatte seine Mutter es genannt? Opimisnuss? Na, auf jeden Fall wusste er nicht recht, was Nihilus so davon überzeugte, dass bei Atalya nicht doch bereits alles verloren war und sie einfach ein fieser Allein-sein-Wolf werden würde und das auch nichts und niemand verhindern konnte. Er spielte zögerlich mit den Ohren, während sein kleines Köpfchen sich leicht zur Seite neigte und ein nichtssagendes Schnauben den kleinen Fang verließ. Allerdings klangen die Worte, die das Weißfell schließlich munter verkündete, irgendwie plausibel. Also nicht, dass Isaí wüsste, was ‚plausibel‘ hieß, doch es klang ganz so, als hätte es von Tyraleen kommen können und alles, was Tyraleen sagte, stimmte. Doch so sehr es in dieser Richtung auch den Worten der Patin seiner Schwester ähnelte, so sehr ähnelte es ihnen auch in der Beziehung, dass der junge Rote ein leichtes, schlechtes Gewissen bekam. Die kleinen Lauscher klappten leicht nach hinten, während er sich gedanklich selbst dafür tadelte, wieder so schnell aufgegeben zu haben, dabei hatte er doch schon so vieles versucht. Tja, ‚so vieles‘ schien aber einfach nicht genug gewesen zu sein und Nihilus hatte ihm nun – zum Leidwesen von Atalya – erneut eingeredet, dass man die Fähe irgendwie glücklich machen und von ihrem schweren Schicksal, ein fieser Allein-sein-Wolf zu werden, retten konnte. Isaí hob erneut den Kopf, winkelte ein Ohr an, während sich das andere wieder aufmerksam aufstellte und kräuselte schließlich die Lefzen zu einer komischen Grimasse, sodass er die kleinen, weißen Beißerchen ein Stück weit entblößte.

„Aber bei Atalya ist das nur möglich, wenn man ihr die Lefzen zu einem Lächeln verzieht! Hilfst du mir das nächste Mal? Ich glaube nämlich, dass sie vergessen hat, wie man nicht so komisch guckt!“

Aus seiner Grimasse wurde ein Grinsen und er hüpfte ein weiteres Mal um den Artgenossen herum, ehe er das Thema Atalya damit beendete und sich voll der Aufgabe hingab, die ihm sein zwischenzeitlicher Lehrer gestellt hatte. Anfangs schien es ja auch noch ganz gut zu laufen, allerdings überforderte ihn die Schnelligkeit der Plötzlichkeit der Situation dann doch und er hatte nicht mal einen Kopf dafür, seine hektischen Bewegungen als so gewollt zu tarnen. Es hatte also genau so ausgesehen, wie es gewesen war – unüberlegtes Herumspringen in der Hoffnung vielleicht doch etwas zu erwischen. Trotzdem Pustekuchen und auf voller Linie versagt. Der junge Wolf schnaufte, nicht, weil er sich überausgabt hatte (noch lange nicht!) sondern mehr, weil die Aufregung der vergangenen ‚Jagd‘ noch immer in ihm steckte. Hastig sah er sich um, doch das, was er gejagt hatte, schien irgendwo verschwunden. Er drehte sich einmal um sich selbst, doch auch in der anderen Richtung war nichts zu sehen und so galt seine Aufmerksamkeit wieder seinem Lehrer, den er nun nach dieser Anfeuerung sicherlich enttäuscht hatte. Leicht bedrückt drückten sich die kleinen Ohren an den Kopf und er senkte schuldbewusst die Nase ein Stückchen nach unten, ehe sich das Bild des Roten erneut änderte, als Nihilus verlauten ließ, dass es fast richtig gewesen war. Ein Lächeln trat wieder auf seine Lefzen und der Ehrgeiz, es erneut zu probieren, stieg in ihm auf. So schnell gab er doch nicht auf! Den welpenfressenden Boden hatte er ja auch überlistet, indem er nun schwimmen konnte. Da wäre so eine Maus doch eine Kleinigkeit! Bekräftigt durch den Rempler des Größeren verengten sich die Seelenspiegel des Welpen erneut, die Ohren aufgestellt und bereits nach dem nächsten Ort suchend, wo sich die Tierchen verstecken konnten. Da war es sehr von Vorteil, dass der weiße Lehrer ihm erst einmal zeigte, wonach sie eigentlich suchten. Er lauschte aufmerksam, witterte dann und zuckte mit den Ohren, als er den Kopf wieder hob. Doch ehe er sich dran machen konnte, weiter auf Spurensuche zu gehen, lenkte ihn Nihilus mit seiner komischen Frage ab. Er legte den Kopf leicht schief, während sich erneut dieser skeptische Ausdruck in seine Seelenspiegel legte.

„Wieso soll ich mich denn verstecken? Kommen sie dann, weil sie mich jagen wollen und dann greifen wir an und jagen sie auf ihrer Jagd nach mir?“

Er hatte keine Angst davor, von einer Maus gejagt zu werden, immerhin war er größer und hatte sicherlich auch viel größere Zähne als das Ding, wonach sie suchten.

„Außerdem war sie nicht zu schnell!“, verbesserte er Nihilus und schüttelte seinen Pelz. „Sie war nur... zu feige!“

Nichts und niemand war schneller als er! Außer Nihilus vielleicht. Aber seinen Vater und seine Geschwister konnte er ja bereits überholen! Er war so ein guter Caiyé!