Aléya
05.10.2011, 12:45

Hart bissen sich die Fänge der Hellen aufeinander. Die Augen der Fähe hatten wieder ihre übliche klare Farbe angenommen. Keine Spur mehr von den dunklen Schatten oder der perlengleichen Schwärze. Nichts ließ mehr darauf schließen, dass etwas an der Jungwölfin anders war. Tief atmete Aléya durch, lauschte und suchte. Sie suchte den Neuling Kirov. Sie musste sich entschuldigen. Lange musste die Weiße nicht laufen, sie entdeckte schnell die Fährte des Rüden. Langsamen Schrittes näherte sich die Helle, blieb mit eingewinkeltem Vorderlauf stehen, fuhr mit der Pfote unsicher über das Gras.

Hallo Kirov… ich… es tut mir leid, dass ich dich und Daylight hab stehen lassen.

Kurz fuhr sich die Zunge fahrig über die Lefzen.

Ich hoffe, sie war gut zu dir?

Kirov
06.10.2011, 21:09

Kirov drehte sich um, als eine feine Stimme hinter ihm ertönte. Erstaunt stellte er fest, dass es Aléya war und von ihrer vorherigen Nervosität war nichts mehr zu sehen. Stattdessen wirkte sie fast schüchtern. Der bunt Gemusterte blickte Aléya an und wusset erstmal garnicht was er sagen sollte. Sie entschuldigte sich, obwohl es eigentlich nichts zu Entschudligen hab, natürlich von seiner Sicht aus gesehen. Freundlich lächelte er.

"Mach dir keine Sorgen. Sie war sehr freundlich zu mir."

Leicht legte er den Kopf schief, doch nun musste der Rüde feststellten dass die Augen der Fähe nun in einem normalen hellblauen Ton lagen und nicht mehr so dunkel waren sie zuvor. Ungewollt verengten sich Kirovs Himmelblaue Seelenspiegel. Etwas stimmte nicht mit ihr. Auch fiel ihm auf, dass sie tatsächlich noch sehr jung war und für dieses Alter ausgesprochen groß. Aber er machte sich zu viele Gedanken. Alle Wölfe hier schienen ungewohnt groß zu sein und bei dem Anblick von manchen Rüden kam Kirov sich gerade zu winzig vor.

Aléya
12.10.2011, 16:30

Ein sanftes Lächeln legte sich auf die Lefzen der Fähe, Erleichterung war der Ausdruck ihrer Augen. Welch ein Glück, man nahm ihr diese Eskapaden nicht krumm. Wobei es dafür auch Erklärungen gab. Interessanterweise wollte Kirov jedoch nichts davon hören, musterte sie nur. Leicht spielten die weißen Ohren hin und her, die Jägerin trat noch ein paar Schritte näher, ehe sie sich auf den Boden setzte.

Das ist gut.

Kurz erwiderte die Fähe den Blick des Gemischten. Sollte sie nun versuchen ihm zu erklären, warum sie verschwunden war? Wollte er dies überhaupt wissen und konnte sie sich ihm anvertrauen? Des weiteren: wie sollte sie ihm die ganze Angelegenheit begreiflich machen? ‚Was mit mir los ist, das weiß ich selber nicht. Manchmal überkommt mich der Durst nach Blut und wenn ich dem nicht nachgehe, verliere ich mich selber und beiße willenlos in alles, was sich nicht in Sicherheit bringt?’ Welch bescheidene Erklärung und jeder normale Wolf würde sie für verrückt erklären. Berechtigt!

Ahm...Also, wenn du wissen willst, was ich... also... du weißt schon... manchmal kommt es vor, dass... ach, eigentlich ist es auch egal. Ich bin froh, dass du hier bist.

Nein, Gestammel hatte niemanden geholfen, auch ihr nicht, also ließ sie irgendwelche Erklärungsversuche sein und versuchte für sich das Thema auf ein anderes zu lenken.

Kirov
12.10.2011, 19:42

Die Rute des Rüden pendelte ein weniig hin und her, als er die Erleichterung in Aléyas Augen sah. Sie kam ein paar Schritte näher und ließ sich dort nieder. Stumm beobachtete Kirov die Fähe, die nun mehr nachdenklich aussah. Er hatte nichts auf ihr 'das ist gut' erwidert, da es darauf nichts zu erwidern gab. Nun wusste er auch nicht, was er sagen sollte. Vielleicht könnte er fragen, warums ie weggelaufen war. Aber dies war unhöflich und er glaubte nicht, dass sie ihm dies erzählen würde.
Falsch gedacht, Aléya fuhr stammelnd fort, versuchte ihm offenbar etwas zu erklären und brach schließlich ab. Enttäuschung machte sich in ihm breit.

"Ja, ich bin auch froh, dass ich hier bin.",

meinte er leise. Trotzdem, alles kam ihm hier merkwürdig vor. Diese großen Wölfe, dann der Schnee, den er vor einiger Zeit in der Nähe dieses Tals gesehen hatte ....

"Manchmal kommt was vor? Wenn man etwas beginnt, sollte man es auch zuende bringen. Aber wenn du es für sich behalten willst, dann ist es auch nicht schlimm, Aléya."

Freundlich lächelnd, blickte er sie mit etwas schief gelegten Kopf an.

Aléya
16.10.2011, 21:47

Die spitzen Fänge pressten sich hart aufeinander. Hätte sie doch nur nichts gesagt! Wie um alles in der Welt konnte sie der Meinung sein, dass es einen fremden Rüden interessierte, was mit ihr los war? Sie sollte aufhören so verdammt egoistisch zu denken und sich eher der Realität widmen. Der Bunte war gerade erst zu ihnen gestoßen, wie konnte er da nur Augenmerk für sie haben? Möglicherweise sah sie in den klugen, sanften Augen einen Hauch ihres Freundes Rayón, der sie so schnell wieder verlassen hatte. Ihm hätte sie erzählen können, er hatte ein gutes Herz gehabt und er hätte ihr vielleicht helfen können. Aber er und Kirov waren zwei verschiedene Wölfe, sie konnte daher nicht darauf schließen, dass es den Rüden scherte oder gar ihr Gestammel beeindruckte.

Du hast recht. Entschuldige, aber es wird manchmal vor kommen, dass ich plötzlich aufbrechen muss. Das ist alles.

Ein wackeliges Lächeln zierte die Lefzen der Hellen, die mit dieser Aussage hoffentlich ein wenig ihr unhöfliches Verhalten erklären konnte.

Kirov
23.10.2011, 21:24

Ruhig lag kirovs Blick auf Aléyas jungen Gesicht. Erneut schien sie sich leicht zu verkrampfen und er reimte sich zusammen ,dass es ihr wohl unangenhem war, darüber zu reden. Vielleicht hätte er auch ganz einfach seinen Fang halten sollen. Das Lächeln auf seinen Lefzen war bereits verschwunden und er blcikte die Weiße beinahe schon entschuldigend an. Schließlich sagte sie, dass es manchmal vorkommen könnte, dass sie einfach aufbrach. Das verwirrte Kirov noch mehr und es machte ihn neugierig, doch dass ließ er sich nicht anmerken. Statt noch einmal nachzufragen nickte er nur mehrmals bedächtig, wie um sich selbst zu überzeugen dass es doch ein normales Verhalten war.

"Ich verstehe es, wenn du nicht darüber reden möchtest.",

meinte er schließlich noch und blickte kurz über den Kopf der Fähe hinweg, ehe er ihr wieder in die Augen blickte. Ein offenbar unsicheres Lächeln zierte nun ihre Lefzen wieder. Es wirkte unecht auf ihn und es schien ihre Augen nicht zu erreichen. Aus Angst, beleidigt zu wirken, weil Aléya ihm nichts verriet, lächelte auch er wieder.

"Bist du schon lange hier?"

Endlich wieder eine Frage, die sich nicht nur auf Aléyas Verschwinden oder auch ihr 'Geheimnis' (so nannte Kirov es in seinen Gedanken, aber natürlich würde er niemals ein Wort darüber verlieren) sondern auf das Rudelleben. Naja und eben auf Aléya. Die junge Fähe interessierte ihn, einfach, weil sie so anders wirkte, so verlassen. Natürlich wusste er nicht, ob es stimmte, aber so kam es ihm vor. Und weil es ihm nunmal so vorkam, würde er einfach mit ihr reden und ihr zuhören, alleine schon weil auch er gerne mit anderen Wölfen redete, solange es nicht um ihn selbst ging.

Aléya
01.11.2011, 11:57

Ein wenig löste sich die innere Anspannung der Hellen, dennoch klopfte ihr Herz unruhig in der Brust. Das Kirov nun ein ganz anderes Thema anschlug, sollte ihr eigentlich recht sein. Die kleine Stimme, die sich nach jemandem sehnte, der sie sich anvertrauen konnte, drängte sie mit Bestimmtheit zurück. Ein anderes Mal vielleicht. Auf die verständnisvollen Worte ging sie daher auch nicht näher ein, sondern legte nachdenklich die Stirn in Falten.

“Ich bin hier, seit ich denken kann... warte mal...mhm, ich war noch sehr klein, also muss das muss bald ein Jahr her sein.“

Kirov
04.11.2011, 21:24

Kirov blickte Aléya abwartend an, doch sie schien nicht viel ihrer Anspannung zu verlieren und wirkte nach wie vor verunsichert. Langsam war Kirov sich fast sicher, dass es mit Druck zutun hatte. Das irgendetwas sie quälte. Oder hatte es schlicht und einfach mit ihrem Charakter zu tun? Der Gemusterte zuckte leicht mit den Ohren und klappte diese nach hinten. Aléya legte die Stirn in Falten und sah aus wie eine ernstvoll nachdenkte Jungwölfin. Als sie schließlich meinte, das sie bereits seid einem Jahr hier und seid dem sie denken konnte - seid sehr jungen Alter also, bestätigte sich auch seine Aussage, dass sie eine Jungwölfin war. Ein Jahr erst. Und schon so groß und so ernstvoll. Es machte ihn auf irgendeine Weise traurig. Der Rüde leckte sich kurz über die Lefzen und wusste nicht so recht, was er sagen sollte.

"Dann bist du ... sehr jung.",

meinte er schließlich, fast schon verunsichert, was er eigentlich nie war. Er war eher ein Wolf, der für alles Verständnis und Ruhe hatte, doch das überforderte ihn tatsächlich ein wenig. Schließlich kam eine nicht wirklich geplante Frage aus ihm heraus, von der er sich sicher war, dass Aléya sie nicht beantworten würde.

"Was bedrückt doch so sehr, dass du immer so traurig blickst?"

Aléya
20.11.2011, 13:22

Obwohl Kirov ein nachdenkliches Minenspiel auf seinem Gesicht zeigte, zeigte sich auf den Lefzen der Fähe ein vorsichtiges Lächeln. Sie konnte immerhin nicht behaupten, dass ihr Leben schlecht wäre. Im Gegenteil, sie hatte es in diesem Rudel sehr gut. Das Lächeln wurde noch ein wenig deutlicher bei der Bemerkung des Rüden. Leicht neigte sich die Schnauze der Weiße.

“Ich gehöre zu den Jährlingen des Rudels. Bist du überrascht?“

Kokett fuhr die Zunge über die Lefzen, der nun neugierige Blick hatte sich auf den Rüden geheftet. Ob sie wirklich so viel älter wirkte? Nun, und wenn schon? Sie war noch in einem Alter, in dem alles unternommen wurde, um möglichst erwachsen zu wirken. Bis sich das Gegenteil einstellen würde, blieb ihr noch genügend Zeit. Auf die unerwarteten, offenen Worte wusste sie erst nichts zu sagen. Wieder so ein ernstes Thema, welche sie doch eigentlich meiden wollte. Ein leises Seufzen entfloh ihrer Kehle.

“Um es kurz zu machen: ich fühle mich manchmal ziemlich einsam. Ich lebe wohl in eine Rudel und auch mit vielen andern Jungwölfen zusammen, aber... nunja, ich habe nicht das Gefühl dazu zu gehören. Ich bin nicht hier geboren und meine Familie ist auch nicht hier. Natürlich habe ich Daylight, aber auch sie war eine Weile nicht da und ist erst jetzt wieder zurück gekommen. Und außerdem... Früher hat es hier einen Rüden gegeben, Aryan. Er und Daylight waren Gefährten. Sie haben sich um mich gekümmert. Als dann das Nichts das Tal bedroht hat, es war eine neblige Masse, die einfach alles verschlang, bin ich beinahe hinein gefallen. Aryan hat mir das Leben gerettet, aber seit jenem Tag... ist alles anders. Das Tal, Aryan ist fort und... auch mit mir passiert irgendetwas.“

Natürlich konnte sie nicht voraussetzen, dass Kirov sofort verstand, er war schließlich nicht dabei gewesen. Außerdem wollte sie ihn nicht in Grund und Boden reden.

“Entschuldige, ich rede zu viel.“

Kirov
04.12.2011, 02:55

Kirov blickte nachdenklich zu Aléya welche nun auf einmal gar nicht mehr so traurig aussah, sondern eher neugierig. Ein Lächeln lag nun auf ihren Lefzen und so wirkte sie ganz anders. Als sie fragte, ob er überrascht sei, war seine Reaktion darauf erst einmal ein Zucken mit den Ohren und danach ein geschlagenes Lächeln. Schließlich neigte er leicht den Kopf, zur Bestätigung.

"Wenn ich ehrlich bin... ja, ein wenig überrascht schon."

Der Gemusterte blickte Aléya verständnisvoll an, froh darüber, dass sie sich ihm nun so etwas wie offenbarte. Er hoffte, er hatte sie zu nichts gezwungen, denn ihr Seufzen sprach von ihrer Bedrücktheit. Sie war einsam. Oh, Kirov wusste, wie schrecklich dass war. Er war schließlich auch lange als einsamer Wanderer umher gezogen, hatte sich nur zweimal kurz einem Rudel angeschlossen und war dann wieder weitergezogen. Die Einsamkeit war erdrückend und schwer. Wie sollte eine Jungwölfin, die doch gerade in diesem Alter viele Wölfe um sich haben sollte, damit fertig werden? Schweigend und auch interessiert lauschte er ihrer Geschichte. An einigen Stellen runzelte er die Stirn, wie beispielsweise die Sache mit 'dem Nichts'. Eine neblige Masse? Was sollte an Nebel so schlimm sein? Es hörte sich in seinen Ohren sehr unrealistisch an, vor allem weil ihr Nebel alles verschlang. Doch er sagte nichts dazu. Es hatte bestimmt wieder irgend etwas mit Göttern zu tun und über die wollte Kirov nicht weiter reden. Götter hier, Götter da... Nebel blieb für ihn Nebel und keine alles verschlingende Masse. Hm. Aléya hatte geendet und Kirov blickte der jungen Fähe in die hellen, blauen Augen. Sie entschuldigte sich dafür, dass sie so viel redete.

"Nein, nein, meine Liebe, dafür brauchst du dich nicht entschuldigen. Danke, dass du mir den Grund erzählt hast. Auch wenn ich nicht alles verstehe. Was passiert mit dir?",

fragte er ruhig und sein Blick wurde etwas ernster. Nach einen Sekunden jedoch erhob er sich und trat auf die Weiße zu, um sie leichte an die Halsbeuge zu stubsen.

"Was deine Einsamkeit angeht... ich kann dich verstehen, die Stille ist etwas schreckliches. Man sollte ihr nicht zu lange lauschen, sonst bekommt man schlimme Gedanken."

Aléya
05.12.2011, 22:38

Ein leichtes Schmunzeln war über die Züge der Fähe geglitten, als Kirov sein „Geständnis“ darlegte.

“Sehe ich wirklich so viel älter aus?“

Hoffentlich würden sich nicht bald die ersten Falten in ihrem Gesicht zeigen…
Schnell verschwand das Lächeln, machte einer aufmerksam lauschenden, ein wenig nachdenklichen Mimik Platz. Wie sollte sie bloß etwas erklären, was sie selber bisher noch nicht vollends begriffen hatte? Mit ihren Worten konnte sie es kaum erfassen, vielleicht musste man es selber erleben. Das wiederum wollte sie dem Gemusterten aber nicht antun. Sie wusste nicht was mit ihr geschah, geschweige denn was passieren würde, wäre er noch in ihrer Nähe.

“Ich weiß nicht recht, wie ich es beschreiben soll… Es hat damit angefangen, dass ich schneller gewachsen bin, als die anderen Jährlinge. Außerdem konnte ich schon mit ein paar Monaten mit einem Erwachsenen schritthalten. Und dann hat es angefangen. Manchmal fühlt sich meine Kehle so trocken an, so rau. Ich bekomme dann immer großen Durst. Aber ich kann Wasser trinken, so viel wie ich möchte. Es wird nicht besser. Dann sind meine Augen auch immer ganz dunkel, ja fast schon schwarz.“ Ein Schaudern erfasste ihren Körper. “So etwas habe bisher bei keinem anderen gesehen. Oh, halt! Aryan hatte das auch manchmal. Er ist… dann auch… immer … verschwunden…?“ Eine Mischung aus Wiedererkenntnis und Ratlosigkeit lag in den Augen der Weißen, die ihre Gedanken laut aussprach. “Ob das etwas mit ihm zu tun hat?“ Ihre Spekulationen wurde jedoch unterbrochen, als Kirov sie am Hals berührte. Wie vom Blitz getroffen blieb sie starr stehen, dann fiel eine unbekannte Last von ihr ab. Sie senkte den schlanken Kopf und drückte ihrerseits die Schnauze an seine Brust, die Augen entspannt geschlossen.

Kirov
10.12.2011, 21:00

Es schien Aléya zu amüsieren, dass Kirov so dachte, denn sie lächelte nun leicht. Der Gemusterte war froh, dass sie ihm seine Ansicht nicht krumm nahm. Als sie fragte, ob sie wirklich so viel älter aus sah, hob er leicht die Augenbrauen. Viel es ihr denn selber nicht auf? Sie sah schon älter aus, als andere Wölfe in ihrem Alter, was wohl auch damit zusammen hing, dass Aléya recht groß und sehnig war. Zudem wirkten ihre Augen nicht wie die eines jungen Wolfes. Sie blickten so viel erfahrener drein.

"Irgendwie schon, ja. Aber nicht viel",

antwortete er schließlich auf ihre Frage und setzte bei dem letzten Satz ein leichtes Zwinkern dazu und grinste die Fähe an. Aléya offenbarte ihm schließlich ihr Geheimnis und Kirov lauschte ihren Worten aufmerksam und schweigsam. Er wurde nicht recht daraus schlau. Ihre Augen wurden also schwarz? Seine Stirn legte sich in Falten und er erinnerte sich vage daran, diese Veränderung an Aléya schon einmal gesehen zu haben. Als er gerade angekommen war und die Weiße ihn und Daylight stehen gelassen hatte und in den Wald gerannt war. Oder täuschte ihn seine Erinnerung? Vielleicht war es ja auch nur das Licht gewesen. Kirov fühlte sich missmutig und wollte es eigentlich gar nicht glauben, was sie ihm hier auftischte. Wie konnte das überhaupt möglich sein? Der Gemusterte zuckte leicht mit den Ohren, von dem Lächeln nichts mehr übrig. Eher fühlte er sich unfähig dazu, es zu glauben. Aber er wollte Aléya nicht alleine lassen mit ihren Gedanken und Ängsten. Er schob also seine eigenen ungläubigen Gedanken beiseite und in diesem Moment, drückte Aléya ihren Fang gegen seine Brust. Etwas verwundert von dieser Körpernähe blickte er nach unten in ihr weißes Fell und lächelte wieder. Leicht drückte er seine Schnauze in ihren Halskragen. Das Gefühl, die junge Fähe zu beschützen, stieg in ihm auf. Fast schon väterlich fühlte er sich. Gerade er, der eigentlich mehr alleine war als unter Wölfen.

Wir werden schon sehen, was mit dir passiert ist. Und wie es weitergeht."

Aléya
14.01.2012, 20:23

Die Fähe genoss das Gefühl des Schutzes und der Sicherheit, die Kirov ihr entgegen brachte. Es war so anders, als damals mit Aryan, wobei die Erinnerungen an ihn immer weiter zu verblassen drohten. Er war nun schon so lange fort und sie hatte die Hoffnung aufgegeben, dass er je wieder kommen würde. Die Jungfähe drückte ihre Wange an das warme Fell des Rüden, die Ohren ein wenig nach hinten geneigt. Ihre Unsicherheit war vollends von ihr abgefallen, Vertrautheit überflutete sie.

“Wenn so etwas wieder passiert, wirst du mich doch beschützen, oder?“

Kirov
17.02.2012, 19:41

Es war ungewohnt, aber gleichzeitig auch so vertraut, dass es den Bunten überraschte. Es kam ihm vor, als hätte er Aléya schon einmal getroffen oder würde sie schon ewig kennen. Dabei kannten sie sich noch nicht mal einen Tag. Aber das alles war nicht schlimm, denn sie schien ihm irgendwie, irgendwo zu vertrauen und das freute ihn ungemein. Sanft schleckte er ihr über das Wangenfell und blickte die Kleinere freundlich lächelnd an. Als sie fagte, ob er sie beschützen würde, brauchte er nicht so lange zu überlegen, wie bei seinen davorigen Antworten. Die braungrauen Ohren zuckten zustimmend und er deutete ein Nicken an.

"Natürlich. Ich bin immer für dich da, wenn du Hilfe brauchst ... Aléya."