Amúr
23.07.2011, 00:39

Kühl ran das Wasser das Baches in Amúrs Kehle. Sie hörte die leisen Worte, der Insekten in der Nähe und hörte kurz gespannt zu ehe sie es einfach so neben sich herlaufen lies. Ein Nebengeräusch, was ihr mittlerweile auch nicht mehr unangenehm war. Das Wasser stillte ihren Durst und sie schob kurz die Schnauze ins Wasser, ehe sie den Kopf zu Himmel erhob. In letzter Zeit tat sie dies öfters. Sie krallte sich an den Glauben zu ihre Göttin. Dachte oft an ihre Großmutter und hoffte das dies ihr uns ihren Geschwistern, sowie ihren Eltern helfen würde, wieder zueinander zu finden. Deswegen hatte sie sich auch vorgenommen zum Trauerweidenhain zu gehen, zur Gedenkstätte an Banshee’s und Acollon’s Tod. Der Tod ihrer Großmutter hatte sie damals schwer getroffen, den Banshee war ihr sehr wichtig gewesen. Die drehte sich um und wollte den Mischwald betreten , als ihr der Geruch von einem ihrer Geschwister in die Nase stieg. Sie drehte sich also in diese Richtung und folgte dem Bachlauf ein kleines Stück, dann fiel ihr ihre Schwester auch schon in die Augen.

”Atalya!“

rief sie um auf sich aufmerksam zu machen und lief zu ihr her rüber.

“Wie du siehst bin ich wieder da.“

sie blickte ihre Schwester freundlich an. Dann wurde sie nachdenklich. Wie es Atalya wohl mit all dem ging? Wie sie wohl darüber dachte? Wie sie wohl zu ihrer Mutter stand? Wieder kamen so viele fragen in Amúr hoch, zu viele und sie schien leicht überfordert. Wusste nicht was sie sagen oder Fragen sollte und entschloss sich denn für eine der einfachsten Fragen. Immerhin wusste Atalya , vermutlich ja noch nicht das sie schon über all die Ereignis ein ihrer Abwesendheit Bescheid wusste.

“Wie geht es dir?“

fragte sie mit normaler Stimme, aber mit nachdenklichem Unterton. Sie betrachtete ihre Schwester ruhig und fragte sich gerade, ob sie ihr sagen sollte wo sie hin wollte und ob sie fragen sollte ob sie nicht gerne mitkommen wollte. Aber da hatte zeit und sie kann es ja immer noch später fragen. Deshalb belies sie es erst einmal dabei.

Atalya
23.07.2011, 10:14

Seit Atalya mit ihrer Mutter gesprochen hatte, ging es ihr besser. Wenigstens konnte sie diesen Teil ihrer Sorgen nun begraben, musste nicht jede Minute darüber nachdenken, wie sie ihrer Mutter am besten ihre Gefühle, ihre Gedanken mitteilen sollte. Nun dachte sie eher darüber nach, ob sie dem Vorschlag Tyraleens nachgehen sollte. Ein Schweigegelübde. Schweigen, um die Wut zu kontrollieren. Würde es ihr helfen? Oder würde sie so einen Weg beschreiten, für den sie nicht geschaffen war? So fuhr sie gedankenverloren mit einer Pfote durch den Schnee, blickte den Boden an, der darunter zum Vorschein kam. Für welchen Weg würde sie sich also entscheiden? Sie seufzte leise, schloß einen Moment lang die hellen Augen. Dann wurde sie ganz plötzlich aus den Gedanken gerissen, als eine vertraute Stimme ihren Namen rief. Die Graue schlug die Augen auf, hob den Kopf und blickte der hellen Fähe entgegen, die auf sie zukam. Kurz ein wenig überrumpelt neigten sich ihre Ohren etwas zurück. Sie hatte Amúr nicht näher kommen hören, hatte sie nicht einmal gewittert. Und nun stand sie bei ihr, verkündete munter, dass sie wieder da war. Atalya selbst hob leicht eine Augenbraue, nickte dann sachte.

Nicht sehr schwer zu übersehen.“

Ihre Ohren stellten sich wieder auf, als sie sah, wie ihre Schwester irgendwie... nicht ganz anwesend wirkte. Mit einem Mal war sie in Gedanken versunken, beendete dieses aber mit einer Frage, die sie an Atalya wandte. Wie es ihr ging? Der Blick der Grauen wandte sich kurz ab, strich über das Rudel und blickte dann wieder ihre helle Schwester an.

Ich bin froh, wenn dieser Schnee endlich geschmolzen ist.“

Ein merkwürdiges Gefühl beschlich die Graue. All ihre Geschwister hatten miterlebt, was geschehen war. Waren dabei gewesen, als ihre Mutter gestanden hatte, ihren eigenen Sohn getötet zu haben, um das Leben Averics zu bewahren. Alle, außer Amúr. Nun war sie wieder da, stand vor ihr. Und Atalya war sich nicht sicher, wie sie mit ihr umgehen sollte. Mit allen anderen hatte sie über das Vorgefallene reden können. Aber Amúr... es war schwierig. So zuckten Atalyas Ohren durch die frische Luft, den Blick auf ihre Schwester gerichtet. Allein die Begegnung mit den beiden Welpen schien schwieriger gewesen zu sein.

Amúr
26.07.2011, 21:03

Atalya beantwortete ihre Frage, aber die Antwort war, was war sie eigentlich zu normal?
Was hatte Amúr erwartet. Schließlich wusste Atalya ja nicht das sie Bescheid wusste, oder doch?

“Mhm…Schnee im Sommer ist nicht so toll.“

murmelte sie. Amúr wusste nicht wieso aber sie fühlte Unsicherheit in sich aufkommen. Sie hatte so viele Fragen im Bezug auf Tascurios Tod und Mutter wusste aber nicht wo sie anfangen sollte, oder besser ob sie überhaupt eine von diesen Fragen stellen sollte. Sie wusste nicht wie Atalya darüber dachte. Was ist wenn sie Tyraleen nicht verziehen hatte? Was wenn sie sogar sauer war? Und wenn sie Atalya nun drauf ansprach und sie ihre Meinung darüber preis geben würde, würde sich dann auch ihre Meinung über das ganze wieder verändern? Sie hatte zu ihrer Mutter gesagt, das sie glaubte ihr verzeihen zu können, mit etwas Zeit. Aber was wenn sich ihre Meinung ändern würde, wenn sie mit ihren Geschwistern sprach und diese Tyraleen nicht verziehen hatten. Es ist leicht zu sagen ich will dir verzeihen, wenn man die Informationen hat die nötig sind um ansatzweise zu verstehen. Es ist einfach, weil man danach nicht mehr darüber reden muss und diese Tat von ihrer Mutter leicht beiseite schieben kann. Es ist nicht so als wenn man tut als wäre nichts gewesen, aber es kommt dem in einer gewissen Art und Weise ziemlich nahe. Amúr dachte über ihr Vorhaben nach, sie wollte zum Trauerweidenhain. Wieso? Um zu den Göttern zu beten, um Engaya darum zu bitten das sie half, damit alles wieder gut würde. Alles wieder gut würde...
Ihre Mutter hat gesagt das es besser werden kann. Daran wollte Amúr auch glauben, besser als zuvor. Aber ihre Mutter hatte es im Zusammenhang mit anders verwendet und dieses anders, war das was Amúr nicht beachtet hatte. Besser würde...und wenn es besser würde wäre alles wieder gut. Aber was genau war den alles wieder gut für Amúr. Ihre Augen trafen die Augen von Atalya und sie schüttelte den Kopf, merkte erst jetzt wie tief sie in Gedanken gewesen war und wie weit sie in Gedanken um die nun wichtige Frage abgekommen war. Sie würde nicht drum rum kommen, früher oder später, würden sie eh auf dieses Thema kommen, das glaubte sie zumindest.

“Also...ich...ähm“

sie stockte, verdammt wieso war das so schwer für sie. Hatte sie Angst? Vermutlich. Gerade als in ihr die Frage aufkam, ob sie mit der Sache vielleicht doch nicht so gut zurecht kam wie sie vorgab, gab sie sich einen Ruck. Damit sie sich diese frage ja nicht stellen musste.

“Ich weiß Bescheid wegen Tascurio und Mutter. Also was sie getan hat...“

Zack. Nun war es ausgesprochen. Amúr spürte wie sie sich anspannte. Ihre Ohren zuckten leicht. Sollte sie nun fragen was Atalya darüber dachte? Oder sollte sie nichts weiter sagen und abwarten. Sie wusste nicht was besser war und so blieb sie still, weiter mit den Fragen ringend die sich in ihr aufwarfen, immer zwischen der Entscheidung die Frage zu stellen oder besser nicht.

Atalya
26.07.2011, 21:31

Ruhig blickten Atalyas helle Augen ihre Schwester an, beobachteten jede Reaktion in Amúrs Gesicht. Ihre Worte klangen nach schlechtem Gerede über das Wetter, welches sie selbst begonnen hatte, zugegebener Maßen. Aber was hatte sie sagen sollen? Sie hatte das Gefühl, nicht auf diese Frage antworten zu können, ohne zu lügen. So erschien es ihr ehrlicher, über das Wetter zu reden. So langweilig es eigentlich auch war. Als eine fast unangenehme Stille eintrat, seufzte die Graue leise. Sie war keine große Rednerin, konnte dieser Stille also auch schlecht ein Ende setzen. Sie hatte keine Lust auf geheuchelte Freude über dieses Wiedersehen. Und für einen Moment spielte sie mit dem Gedanken, zu gehen. Sie hätte sich einfach abwenden können, sich verabschieden und gehen. So hätte sie diese Stille zwischen ihnen durchbrochen und ihr ein Ende gesetzt. Sie hatte den Blick kurz abgewandt, richtete die Augen nun wieder auf Amúr und wollte gerade den Fang öffnen, als die Graue ihr zuvor kam. Atalya hob leicht eine Augenbraue, neigte den Kopf leicht zur Seite, als Amúr zu stottern begann. Sie wollte ihr also anscheinend etwas Wichtiges mitteilen. Nun gut, dann würde sie wohl noch einen Moment warten. Als die Helle ihre Sprache dann wider gefunden hatte, senkte Atalya kurz den Blick, betrachtete den Schnee, den sie zuvor mit der Pfote durchzogen hatte. Einen stillen Moment verharrte sie so, ehe sie den Kopf wieder hob, ihre graue Schwester anblickte.

Und was erwartest du nun? Dass ich dir erzähle, wie ich darüber denke? Wie es mir ging, in dieser Zeit, in der du nicht hier warst?“

Atalya Stimme klang ungewollt kühl, Die Graue schluckte trocken, konnte für diesen Moment aber die Wut unterdrücken, die in ihr aufflammen wollte. Was sollte sie nun mit ihrer Schwester anfangen, die nach Monaten zurück kam, vor ihr stand, und ihr gestand, dass sie bereits erfahren hatte, was ihre Mutter getan hatte? Sollte sie nun ihre Sichtweise erklären? Was erwartete Amúr also? Abwartend blickte Atalya ihre Schwester an.

Amúr
27.07.2011, 20:57

Amúr wartete. Ihre dunkle Schwester reagierte erst nach einem Moment der Stille, nach ihrer Frage. Insgesamt waren noch nicht viele Worte gefallen. Das was Atalya von sich gab waren Fragen. Die Kälte die in Atalyas Worten lag, gab diesen Fragen etwas bitteres.Amúr beschäftigten die letzten Worte von Atalya. In der du nicht hier warst. Es stimmte, sie war nicht da als es passiert war, war durch Zufall kurz vor diesem Ereignis gegangen, war vielleicht sogar auch gegangen als es gerade passierte. Sie war fort gewesen und hatte die schmerzlichste Zeit verpasst. Vielleicht war es ihr deshalb so leicht gefallen zu ihrer Mutter zu sagen, sie denkt ihr verzeihen zu können. Amúr senkte ihren Blick. Vielleicht war ihre dunkle Schwester ja sauer auf sie, weil sie fort gewesen war...

“Ich…“

sie brach ab, wenn sie dachte die Begegnung mit ihrer Mutter sei schwer gewesen, oder das Anfangsgespräch mit ihrem Vater, so hatte sie sich getäuscht. Das hier war um einiges schwerer. Und die Unsicherheit die sie ergriffen hatte machte es nicht gerade leichter.

“Ich weiß es nicht. Ich dachte nur das es vielleicht wichtig ist dir zu sagen da sich schon Bescheid weiß. Du musst mir nicht sagen was du drüber denkst oder was du fühlst.“

sagte sie und hob den Blick. Blickte ihre Schwester in die Augen ehe sie hinzufügte

“Es seiden du möchtest das...“

Sie wandte den Blick wieder ab schaute in den Himmel über Atalya. Es war alles so viel einfacher, als sie nicht beim Rudel war. Sie war jetzt erst seit ein paar Tagen wieder hier und ihr ganze Leben hatte sich geändert. Sie wusste nicht wie groß das Ausmaß war, von all dem was sich geändert hatte, doch es war ihr jetzt schon zu groß. Zu verwirrend. Es warf nur noch mehr Fragen über das Leben auf. Fragen die sie sich nicht stellen wollte. Fragen die wieder keiner sicher beantworten konnte. Sie wollte doch einfach nur das alles gut ist. Aber so einfach war das Leben nicht und das wusste sie. Aber es störte sie auch. Sie seufzte leise.

“In der Zeit wo ich nicht da war...“

wiederholte sie, mehr murmelnd ehe sie wieder ihre Schwester anblickte.

“Ja, ich war weg. Ich kann dir nicht sagen ob es gut oder schlecht war und ich kann auch nicht sagen das es mir Leid tut weg gegangen zu sein, denn das tut es nicht. Mir tut es Leid das ich für niemanden da sein konnte, das ich für keinen aus meiner Familie da sein konnte. Aber ...ich weiß ja noch nicht einmal ob ich das gekonnt hätte wäre ich nicht fortgegangen. Du musst mit mir nicht über das was vor einen halben Jahr passiert ist reden. Aber du kannst das jederzeit.“

sie wollte nicht das ihre Schwester böse auf sie war. Und sie wusste auch nicht ob das was sie sagte half. Aber sie hoffte es.

Atalya
27.08.2011, 11:37

Die Ohren der grauen Fähe spielten unsicher mit dem kühlen Wind, die hellen Augen beobachteten, wie Amúr den Blick senkte. Für einen Moment kochten Zweifel in Atalya hoch. Vielleicht... hatte sie sich besser unter Kontrolle haben sollen. Ihre Worte hatten sicher keine gute Wirkung auf ihre graue Schwester. Einen Moment schloß sie also selbst die Augen, atmete tief durch und blickte dann wieder Amúr an, die noch viel verunsicherter wirkte und nach Worten zu suchen schien. Es dauerte einen Moment, ehe sie zusammenhängende Sätze von sich gab, und Atalya lauschte ihnen still. Sie brauchte nichts dazu zu sagen, wenn sie nicht wollte. Aber... was sollte sie dazu sagen? Sie wollte nicht mehr darüber nachdenken, nicht darüber reden. Sie wollte, dass das alles nie passiert war. Ihre Schwester, die sie zuvor angesehen hatte, wandte den Blick nun ab, schaute in den Himmel. Die Graue atmete tief durch, versuchte sich zu beherrschen, sich selbst zu kontrollieren. Dann öffnete sich langsam ihr Fang, und ihr Blick legte sich auf Amúr, die noch immer in den Himmel blickte.

Es hat mein Leben aus seiner Bahn geworfen. Das Handeln unserer Mutter war für mich wie ein Schlag, ein Stich. Ein Gefühl, als wenn ich ihr nie wieder vertrauen könnte. Ich kann nicht sagen, ob ich ihr je wieder so vertrauen kann, wie zuvor. Wie weit ich ihr verziehen kann, ob ich vergessen kann. Ich kann nicht damit umgehen, kann mein eigenes Empfinden nicht deuten. Und seit diesem Tag, an dem sie uns gestand, was sie getan hat, spüre ich diese Wut in mir, die sich nicht kontrollieren lassen will. Es ist wie ein Kreis, aus dem es kein Entkommen gibt.“

Mit den letzten Worten war die Stimme Atalyas leiser geworden, sie unterdrückte den kurzen Zorn, der in ihr aufflammte. Sie wollte etwas ändern. Jetzt war nicht der Moment, sich diesem Gefühl hinzugeben. Sie biß die Fänge aufeinander, und nun lag es wieder bei Amúr, Erklärungen zu geben. Atalyas Ohren stellten sich leicht auf, und der helle Blick ruhte auf ihrer hellen Schwester, die nun auch wieder zu ihr blickte. Während die Graue sprach, schloß Atalya selbst die Augen, öffnete sie erst wieder, als Amúr geendet hatte. Einige Momente herrschte Stille zwischen den beiden, und Atalya empfand diese nicht als angenehm. Sie holte tief Luft, ließ den Blick auf ihrer Schwester ruhen.

Lass uns ein Stück gehen.“

Sie nickte in eine Richtung, setzte sich einen Herzschlag später in Bewegung und betrat diesen Weg. Sie hätte nicht so reagieren dürfen, wie sie es getan hatte.

Ich muss ich entschuldigen. Du hast dir sicher einen anderen Empfang gewünscht, als ich ihn dir nun geboten habe. Aber ich sagte es bereits, diese Wut in mir lässt sich kaum kontrollieren. Langsam lerne ich es, aber manchmal bricht sie noch durch.“

Sie blinzelte, richtete den Blick zu ihrer Seite, wo Amúr lief.

Du wärst nur einer der vielen gewesen, die sich auf die Seite unserer Mutter geschlagen hätte, oder sich gegen sie gestellt hätte. Wenn man es genau nimmt, kannst du froh sein, nicht dabei gewesen zu sein. Ich habe den falschen Weg gewählt, der, der am leichtesten schien. In diesem Moment schien er einfach der richtige für mich zu sein.“

Amúr
01.11.2011, 21:00

Nachdem ihre Schwester erneut begann zu sprechen wandte die graue Fähe den Blich wieder zu ihr. Sie erklärte. Zu dem was Atalya von sich gab sagte sie vorerst nichts, musste nachdenken was sie empfand und wie sie dachte. Dabei wollte sie darüber doch gar nicht nachdenken, wollte es nicht an sich ran lassen.

“Ich…“

sie blickte Atalya an

“Ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich denken soll. Ich...ich weiß es doch auch erst seit kurzem. Ich liebe sie und will sie nicht verurteilen. Doch ich weiß nicht ob ich es noch tun werde. Ich will nicht das es jetzt so anders ist. So anders wie damals, bevor ich fort war. Doch vielleicht wird es auch wieder besser und ... “

Sie brach ab, schwieg und seufze leise. Sie hoffte Atalya würde sie verstehen. Atalya schlug vor das sie doch einige Schritte gehen könnten. Das wäre gut, immerhin ein wenig Bewegung. Sie zögerte nur einen kleinen Augenblick, ehe sie hinter Atalya hertrabte und sie schnell erreichte. Nun sprach Atalya wieder und ein verständnisvolles Lächeln legte sich auf Amúrs Lefzen.

“Schon okay. Jeder geht mit so was anders um und jeder muss einen Weg finden damit zurecht zu kommen. Du meintest es gewiss nicht böse...“

sagte sie und schaute Atalya an, berührte sie kurz am Nackenfell und dachte an Nasun. Der weise Wolf von dem sie so viel gelernt hatte. Die Worte die sie sprach hätten von ihm sein können. Sie waren so verdammt wahr, doch so schwer umzusetzen. Als Atalya dann wieder zu sprechen begann sah Amúr sie ruhig an.

“Mag sein. Ich wüsste nicht wie ich reagiert hätte, ich meine damals. Weil ich habe mich auf meiner Reise sehr verändert. Doch es ist trotzdem so schwer...ich bin einfach total durcheinander.“

Sie schüttelte den Kopf. Dann blickte sie ihre dunkelgraue Schwester an.

“Meinst du nicht das du lernen kannst diese Wut zu kontrollieren? “

fragte sie. Immerhin hatte Amúr auch gelernt mit ihrer Fähigkeit umzugehen.

“vielleicht kann ich dir dabei helfen...“