26.02.2010, 12:05
Schweigsam und leise hatte sich die kleine Wölfin einen Weg zwischen den anderen Wölfen, zu ihrer Mutter gebahnt. Die Ausgeglichenheit und Freude der Wölfe irritierte sie ein wenig, doch schenkte sie jedem noch immer ein Lächeln, der es sehen wollte. Ihre Fragen drangen nicht nach Außen und doch hatte sie beschlossen ihre Mutter aufzusuchen und sie sich beantworten zu lassen.
Denn da war sie sich sicher, wenn dies eine vermochte, dann war es Tyraleen.
"Mami?"
Ihre Stimme war zaghaft, leise, als sie sich an ihre Mutter wandte und den kleinen Kopf sanft an ihrem Vorderlauf rieb.
Die Welt war seltsam geworden. Und Avendal fühlte sich genauso seltsam. Wieso auch immer. Und sie hoffte das es mit ihren Fragen zusammen hing, die ihr untermütlich gegen die Gedanken pochten und ihren Geist mit Unruhe füllten.
26.02.2010, 13:43
Tyraleen erspähte Avendal früh und betrachtete lächelnd, wie ihre Tochter auf sie zukam. Sie schien nicht ganz so glücklich wie die anderen Wölfe, was die junge Mutter ein wenig verwunderte.
"Ja, meine Kleine? Ist alles in Ordnung?"
Sanft fuhr sie mit der Zunge über Avendals noch leicht wolligen Pelz und legte den Kopf schief.
01.03.2010, 10:19
Sacht hob die kleine Fähe den Kopf an und genoss die warme Berührung ihrr Mutter, während sie zusammen suchte, was sie nun eigentlich alles Fragen wollte.
"Wo sind Oma Banshee und Opa Acollon? Und all die Anderen?"
Fragte sie schließlich leise und blickte sich um, als könnten sie gleich aus dem nächsten Gebüsch heraus gesprungen kommen.
"Sind wir denn nicht im Himmelsland?"
Es ging ihr nicht mehr aus dem Kopf.
09.03.2010, 10:43
Ein wenig verwirrt blinzelte Tyraleen auf ihre Tochter hinab. Sie hatte erwartet, dass ihre Welpen verstanden hatten, dass ihre Großeltern tot waren. Im Himmelsland. Vielleicht hatte Avendal nicht richtig zugehört und hatte so nicht alles mitbekommen. Gerade wollte Tyraleen ansetzen, als ihre Tochter eine zweite Frage nachschob und erst da verstand die Weiße, was ihre Kleine eigentlich meinte. Die großen Worte Tyraleens, kurz bevor sie das Nichts betreten hatten ... Avendal hatte nicht verstanden, dass sich ihre Mutter geirrt hatte.
"Nein, Avendal, wir sind nicht im Himmelsland. Ich habe geglaubt, dass wir dorthin kommen könnten, wenn wir in das Nichts gehen, aber ich habe mich geirrt. Ich wusste nicht, dass wir das Nichts besiegen können, wenn wir nur stark genug an Engaya und die Liebe glauben. Wenn wir als Gemeinschaft fungieren. Das habe ich nicht gewusst, dennoch haben wir zusammen das Nichts besiegen können."