Cirádan
23.02.2010, 22:25


Cirádan lag am Ufer des Sees und starrte hinaus auf das Wasser. Beobachtete die Wellen, die sanft vom Wind getrieben wurden. Wie schön ruhig es doch war, wenn niemand um ihn herum stand. Es war so still und einsam.
Natürlich, es war einsam und er wäre wirklich gerne mutig genug zu den anderen Welpen zu gehen und mit ihnen zu spielen. Aber er traute sich eben nicht. Er MUSSTE hier alleine sitzen und das Wasser beobachten.
"ha....ffffff", atmete der Welpe geräuschvoll aus und schloss die ungleichen Augen.
Er hoffte dass das Geschenk von Jumaana würde irgendwann bei ihm ankommen würde.

Ahkuna Caiyé
23.02.2010, 22:41

Von Durst und Langeweile getrieben, verschlug es die Weiße zum See. Ihre Eisblauen Augen suchten das kühle Nass, während ihre Pfoten leicht auf dem weichen Untergrund landeten. Das Gras schmiegte sich an die Ballen der Fähe. Vorsichtig wie eine Liebkosung umschwirrte sie der Wind. Er durchflauschte ihr Fell und schien sie dazu anzutreiben weiter zu gehen. Weiter in Richtung Wasser. Richtung kühle Erlösung. Endlich, da war es. Nach den vielen Bäumen kam es nun endlich. Erleichterung durch fuhr die Weiße und sie fing an zu traben. Das Gras schien hier weicher zu sein als zwischen den Bäumen. Immer leichter fiel es der jungen Fähe, über die Wiese zu laufen. Zuerst fühlte es sich merkwürdig schwer an aber nun schien es so, als würde sie nur darüber hin weg fliegen.
Nun kam ihr etwas ins Blickfeld, was sie nicht erwartet hatte. Ein Welpe. Cirádan, wie die Weiße vermutete. Diese Vermutung bestätigte sich als sie näher kam. Sie verlangsamte ihren Trab und blieb dann gänzlich, ein paar Meter von ihm entfernt stehen. Ging es ihm gut? Das heben und senken verriet ihr das es ihm gut gehen musste. Oder zumindest lebte er noch.

„Geht es dir gut, Cirá?“

Noch nie hatte sie viel mit diesem Welpen zu tun gehabt aber die Familie schweißte wohl schon so sehr zusammen, das man sich einfach jeden Namen merken musste. Es war klar, Ahkuna konnte sich nicht jeden Namen merken. Manche kannte sie nicht. Zum Beispiel entfiel ihr immer der Name der Neulinge oder der außenstehenden. Sie wusste nicht warum aber es war einfach so. Ein leichtes lächeln hatte sich auf die Lefzen der Jungen Fähe gelegt, während sie noch ein wenig näher kam.


Hab doch heute gepostet :D

Cirádan
23.02.2010, 23:15


Er hatte die Augen immer noch geschlossen und vollkommen auf das leise, sanfte Rauschen des Wassers fixiert. So merkte Cirádan nicht, wie jemand näher kam. Wie Ahkuna näher kam.
Erst als sie ihn ansprach, zuckte der hellgraue Welpe heftig zusammen. Riss die Augen erschrocken auf und stolperte weg von der Stimme.
Mit großen Augen und eng an den Boden gedrückt starrte er hinauf zu der weißen Wölfin.

"Hfff...",

er konnte nur laus ausatmen und die Wölfin immer noch anstarren. Er versuchte sich zu beruhigen, doch irgendwie gelang es ihm nicht. Er wusste, er hatte die Wölfin schon mal gesehen. Glaubte er zumindest. Doch ihr Name fiel ihr nicht ein. Ihm fiel überhaupt nichts mehr ein.

"Hffff...",

machte Cirádan nochmal und fing an in Gedanken zu zählen.

(Eins-Zwei-Drei-Vier-....)

Vielleicht half es ja, ihn zu beruhigen. Immerhin hatte er früher im zählen seiner Herzschläge Ruhe gefunden.

Ahkuna Caiyé
24.02.2010, 16:55

Leicht legte die weiße Fähe ihren Kopf schief. Diese Reaktion hatte sie nicht erwartet. Nicht in einem solchen Ausmaß. Ein leichtes Erschrecken wäre ja noch einigermaßen zu verstehen gewesen aber das hatte selbst Ahkuna zusammen zucken gelassen. Das ihr gegenüber nichts sagte verunsicherte sie etwas. War er etwas genauso wie Shariku? Stumm? Nein. Das letzte Mal wo sie ihn im vorbei gehen gesehen hatte, konnte er noch sprechen. Wieso jetzt nicht? Vielleicht lag ihm gerade der Schock in die Gliedern und seine Kehle hatte sich zugeschnürt?

„Hey… Du brauchst keine Angst zu haben. Ich bin es Ahkuna. Tochter von Shani.“

Das waren wohl ein paar mehr Worte als sie eigentlich hatte aussprechen wollen aber was gesagt war, war gesagt und ließ sich nun nicht mehr rückgängig machen. Sie wusste nicht warum sie sich so vorgestellt hatte aber das war auch nun egal. Sie hoffte innerlich das sich der Welpe an sie erinnerte.

Cirádan
24.02.2010, 20:55


(zweidreißig-dreidreißig-vierdreißig...)

Immer weiter zählen und sein Herz pochte immer noch so heftig. Cirádan hatte gar nicht gemerkt, dass die Wölfin durch seinen Schreck ebenfalls zusammen gezuckt war.
Doch als sie zu sprechen begann, zuckten seine Ohren leicht nach oben. Ihre Stimme glaubte er schon mal gehört zu haben.

(fünfzig. einundfünfzig.. zweiundfünfzig...)

Langsam beruhigte er sich wieder. Ahkuna. Tochter von Shani.

"Shani?",

seine Frage war nur leise gesprochen. Doch Shani war seine Ersatzmutter geworden. Und wenn das hier ihre Tochter war. Dann waren sie ja irgendwie nun Geschwister geworden. Oder etwa nicht?
Nun etwas entspannter hörte der Hellgraue bei sechsig zu zählen auf.

"Hffff... Tut mir Leid.",

entschuldige sich der Welpe für sein Verhalten. Es war so dumm von ihm sich in dieser Situation so heftig zu erschrecken. Aber er war nun mal ein Angsthase.

Ahkuna Caiyé
24.02.2010, 21:31

Ah der kleine scheint ja doch reden zu können. Ein Lächeln legte sich auf die Lefzen der Fähe. Das war schön. Dieser Name schien ihm ja bekannt zu sein. Das war gut. Denn ansonsten hätte sie ihm was über ihre Mutter erzählen müssen. Ihre wunderschöne Mutter mit den schönsten Augen der Welt. Sie waren ungefähr gleich groß und sahen fast gleich aus. Wäre Ahkuna noch etwas mehr „befellt“ so hätte man sie nur noch wegen den Augen auseinander halten können.

„Ach was, ist ja nicht schlimm. Ich find es schön das es dir wenigstens so gut geht das du aufstehen kannst.“

Die Stimme Ahkunas klang weich. Beinahe hätte sie der Wind übertönt, denn dieser schien gerade wieder stärker zu werden. Wenn er auch nur eine Priese war, so spürte die Weiße das diese Priese stärker wurde. Warum? Ahkuna wusste selbst nicht warum. Vielleicht lag es daran das sie schon fast Erwachsen war. Vielleicht konnten das ja alle Wölfe wenn sie Erwachsen wurden und waren. Sie wusste es nicht. Schon die nächste Frage für ihre Mutter. Das musste sie sich merken.

Cirádan
24.02.2010, 22:12


Cirádans Herz klopfte zwar immer noch ein wenig zu schnell, doch richtete sich der kleine Rüde wieder auf und sah Ahkuna genau an. Ja, sie sah wirklich Shani ein wenig ähnlich.
Aber nun ja. Er hätte sich wohl selbst vor dieser erschreckt, wenn sie so plötzlich aufgetaucht wäre.

"Hfff. Ich bin zu ängstlich, dass ist alles.",

erklärte er und schloss das rechte, blinde Auge ein wenig. Langsam wurde es ein Reflex, vielleicht lag es einfach an dem Wind und dass er dieses Auge mehr schützen wollte. Obwohl es wichtiger war, das andere zu schützen.
Doch nun saß Cirádan vor dieser fast erwachsenen Wölfin und scharrte unsicher mit der Pfote über den Boden. Er wusste nicht so recht, was er nun sagen sollte. Oder wie man überhaupt ein Gespräch führte. Er sprach irgendwie viel zu selten.

"Also... Ja. Wie gehts?",

fragte er einfach. Es war das Beste, was ihm einfiel.

Ahkuna Caiyé
25.02.2010, 21:35

War es ihm peinlich mit ihr gesehen zu werden? Wieso scharrte er dann so? Verlegenheit weil Ahkuna ihn aufgeschreckt hatte oder war es einfach nur die Nachwirkung seines Schreckens? Ahkuna wusste es nichts. Es war ihr aber auch nicht egal. Sie musste es wissen warum er sich gerade so verhielt. Ihre Anstrengung musste man ihr wohl ansehen, denn sie schien ihn schon fast mit ihren Augen aufzustechen. Als sie dies allerdings bemerkte schreckte die Weiße hoch und sah sich kurz um. Gutes Ablenkungsmanöver! Seine Frage hätte sie dabei schon fast überhört. Wie es ihr ging?

„Mir geht’s so generell gut. Wieso auch nicht? Wir haben ein wunderschönes neues Revier und alles scheint so…… Lebendig.“

Schon beinahe hatte sie vergessen dass sie hier mit jemanden sprach. Ihre Gedanken kamen nur so heraus gesprudelt und es war einfach wundervoll. Sie stand nun da und schwärmt von ihrem jetzigen Revier. Nun fiel ihr aber auf das er das eine Auge etwas zukniff.

„Geht es dir gut?“

Schon wieder diese Frage. Demnächst würde Ahkuna eine Liste aufstellen müssen damit sie wusste wie oft sie dies schon gesagt hatte. Langsam wurde es peinlich. Sie hoffte dass sie wenigstens diesmal eine Antwort drauf bekam. Letztes Mal wartete sie ja vergeblich…

Cirádan
26.02.2010, 23:42


Sie fand es lebendig!

"War denn das Alte so schlecht? Es war doch auch lebendig."

Und da hat es Mama und Papa gegeben. Er vermisste sie so sehr. Zwar sind sie schon vorher gestorben, aber dennoch. Es fühlte sich so an, als hätten sie hier, in dieser neuen Welt niemals exestiert. Es schmerzte so sehr, weshalb Cirádan ein leises Winseln entwich.
Als Ahkuna ihn jedoch fragte, ob es ihm gut ging, sah er wieder zu ihr hoch und riss die zwei ungleichen Augen auf.

"Ich bin in Ordnung!",

rief der kleine Rüde fast reflexartig. Er mochte es nicht, wenn sich jemand Sorgen um ihn machte. Und jetzt fühlte es sich so an, als ob sich diese Wölfin um ihn Sorgen machen würde ... Obwohl es so ganz nicht stimmte. Er wünschte sich, Krolock würde sich auch mal Sorgen um ihn machen. Ihm irgendwie zeigen, dass er ihm wichtig war.

Ahkuna Caiyé
01.03.2010, 18:57

Ob das alte so schlecht war?

„Um Engayas Willen, nein. Das andere war auch wunderschön, allerdings waren die Erinnerungen in ihm zu stark gewesen…“

Hiryouga. Ihr geliebter Vater hatte sie damals verlassen. War im Nichts verschwunden und hatte sie alle Allein gelassen. Banshee und Acollon waren dort gestorben. Lange hatte der Leidensweg gedauert. Wieso mussten sie das alles nur schon so früh erfahren? Die Stimmung war so schnell gekippt. Nyota war ebenfalls dort gestorben. Den Grund kannte Ahkuna nicht. Ein seufzen endrang ihr.
Etwas aber erfreute sie in diesem Moment. Dem kleinen gings gut.

„Bin ich froh.“

Sie fing an zu lächeln und erinnerte sich nun daran, das sie ja Durst hatte. Vorsichtig tapste sie an dem Welpen vorbei um sie beim Wasser etwas abkühlung zu beschaffen. Ihre Vorderpfoten stellte sie dabei ins Wasser und sie senkte ihren Kopf hinunter zum Wasser. Während sie trank beobachtete sie sich selbst im Wasser. Für einen kurzen moment kam es ihr so vor, als wäre Banshee im Wasser aber das war nur eine Täuschung des Lichtes.

„Schade“

Murmelte sie und pustete ins Wasser.

Cirádan
02.03.2010, 11:59


Er hatte diese starken Erinnerungen gemocht. Und er hatte das alte Tal gemocht, so glaubte er jedenfalls. Cirádan war sich dessen nicht ganz sicher.

"Ich wünschte mir dennoch, dass wir noch in unserem alten Tal wären. Ich bin mir sicher, dort haben Mutter und Vater noch über mich gewacht. Aber hier fühlt es sich so an, als ob sie nicht da wären. Als ob niemand da wär.",

versuchte der junge Welpe seine Gedanken der Wölfin zu erklären, während diese Wasser trank.

Ahkuna Caiyé
05.03.2010, 19:30

Als der kleine Welpe seine Eltern ansprach fielen ihr sofort wieder die Namen der verstorbenen ein. Kurz rührte sie sich nicht. Es schien alles stehen zu bleiben. Ahkunas Herz fühlte sich so an als sei es ihr gerade in die Pfoten gerutscht.

"Wir sind in unserem Tal. Genau wie im alten Tal, achten deine Eltern noch auf dich. Auch wenn sie nicht mehr an deiner Seite sind. Mein Vater tut dies ebenfalls noch. So wie Banshee und Nyota nun über uns Wachen. Keiner von ihnen verschwindet. Solange du sie noch in deinen Gedanken lebendig siehst, so sind sie auch immer noch da."

Sie hob ihren Kopf und deutete zum Himmel.

"Dort oben sind sie und sehen uns. Wachen über uns. Sind BEI uns. Wenn sie hören was du jetzt sagst, so stimmt es sie sicher traurig."

Cirádan
08.03.2010, 17:07


Cirádan seufzte leise. Was diese Wölfin da sagte, wollte ihm nicht eingehen.

"Ich stellte mir vor, dass sie da sind. Aber es fühlt sich nicht so an. Es ist, als wären sie fort.",

beteuerte er noch einmal. Doch dann schüttelte er den Kopf.

"Ich will nicht dass sie DORT OBEN sind. Wenn sie schon nicht da sind, dann sollen sie gefälligst bei mir nicht da sein."

Seine Stimme war aufgebracht. Es war viel einfacher sicher vorzustellen, dass seine Eltern tot waren und nun ihr Geist irgendwo hier bei ihm war, als dass sie dort hinauf zu Engaya gegangen sind.

Ahkuna Caiyé
08.03.2010, 17:39

Die Weiße schüttelte den Kopf. Dieser kleine Welpe war so naiv. Er wollte eher das seine Eltern hier unten, in einem Land waren, welches sie nicht kannten und wo sie niemand sah, als das sie oben, bei Engaya "leben" konnten.

"Du gönnst deinen Eltern also nicht, das sie ihre Ruhe haben können? Ihren Frieden bekommen dürfen?

Die Stimme der Weißen war etwas lauter und kräftiger. Es begann langsam aber sicher eine Diskussion zu werden. Auch wenn der Welpe das nicht gewollt tat, so brachte er Ahkuna, langsam aber sicher, zur Weißglut.

"Ich selber habe meinen Vater verloren und das war sicherlich genauso schlimm für mich, wie für dich. Doch wenn du jetzt den Kopf in den Sand steckst und dich einfach so kleinlich benimmst, so wirst du kein guter Erwachsener. Du wirst dich von anderen abhängig machen und so höchstwahrscheinlich irgendwann umkommen. Egal ob es dir gefällt oder nicht. Du musst dein eigenes Leben meistern, denn sonst bleibt die Stelle an deiner Seite leer.

Cirádan
09.03.2010, 20:17


"Was?",

fragte Cirádan überrascht, als Ahkuna plötzlich davon zu sprechen begann, dass er seinen Eltern nicht gönnte, da oben zu sein und Frieden zu haben.
Daran hatte er gar nicht gedacht. Aber ... aber Engaya gab es doch gar nicht! Natürlich ist es immer schlimm seine Eltern zu verlieren.

"Oh toll. Du hast deinen Vater verloren. ICH hab meinen Vater UND MEINE MUTTER verloren!"

Eigentlich wollte Cirádan gar nicht so zornig werden. Aber Zorn war immer noch besser als Angst. Und im Moment war er zornig. Auf diese Wölfin und auf Engaya.

"Und außerdem glaub ich gar nicht an Engaya. Wenn es sie gebe, dann würde sie mir meine Eltern nicht einfach so weg nehmen! Dann wären sie noch hier und würden mich beschützen. Ich will gar nicht erwachsen werden."

Was so gar nicht stimmte. Immerhin hoffte Cirádan, sobald er erwachsen war, würde er auch mutig werden. Aber ... er wollte auch nicht, dass niemand bei ihm war. Am besten Caylee. Und wenn Krolock ihm helfen würde, wer das toll.

Ahkuna Caiyé
09.03.2010, 20:53

„Spielt das eine Rolle, wie viele von deinem Familienkreis gestorben sind? Willst du auch noch damit angeben?“

Dieser Welpe brachte Ahkuna echt auf die Palme. Wie konnte er nur so ein Egoist sein? Er schaffte es echt, die sonst so fröhliche Weiße, so zornig zu machen. Beinahe hätte Ahkuna den kleinen Cirádan angeknurrt. Aber auch nur Beinahe.

„Was tust du dann noch hier?“

Die Stimme Ahkunas wurde ganz leise.

„Dies hier ist das Tal von Engaya und wenn du meinst das deine Eltern nicht mehr bei dir sind, so geh doch.“

Ahkuna hatte genug. Sie schritt langsam an dem Welpen vorbei und sah ihn noch einmal an. Er war ein solcher Welpe. Ein richtiger kleiner Welpe der immer losschreit wenn man ihn nur anknuffen würde. Wieso Ahkuna plötzlich so fühlte, wusste sie nicht. Noch nie war dies passiert.

Cirádan
09.03.2010, 21:04


Was redete sie da? Natürlich spielte es eine Rolle, wie viele starben! Er hatte ja sonst niemanden hier... Nein halt. Es gab auch andere. Aber ... nun. Hilflos knurrte Cirádan.

"Na vielleicht gehe ich auch weg!",

platzte es aus ihm herraus. Er fühlte sich im Moment seinem eigenen Zorn so hilflos ausgeliefert.

"Was weißt du schon! Du bist nur eine blöde, alte Wölfin, die rein gar nichts versteht! Ich bin ja nur ein kleiner Welpe und vollkommen hilflos. Und dann werden mir meine Eltern auch noch von dieser blöden Göttin weggenommen und das Nichts macht das alte Tal kaputt!"

Er schrie einfach all seine Gedanken ohne nach zu denken. Sollte diese Wölfin doch gehen. Dann wär er wieder allein, was ihm eh lieber war.

"Und keiner nimmt mich ernst und mein Bruder hasst mich. ALLE HASSEN MICH! Weil ich so ein Angsthase bin mich nicht mal traue aus dem Tal weg zu laufen, damit ich keinem mehr auf der Pfote liege!"

Bebend ließ sich der Welpe sinken und kniff die Augen zusammen. Das war genug. Sein Zornesausbruch war vorbei und eigentlich tat es ihm Leid, dass er so gemein zu Ahkuna war. Aber er schämte sie auch und traute sich nicht zu fragen um Verzeihung zu bitte. VIel lieber machte er sich ganz klein und stellte sich vor, dass die Welt noch in Ordnung wäre und seine Mutter sein Fell säubern würde.

Ahkuna Caiyé
15.03.2010, 19:10

Alt? Wie alt sah Ahkuna denn aus? Sie war stehen geblieben und starrte für kurze Zeit gerade aus. Er klang so hilfslos. Was tat sie denn da überhaupt? Sie stritt mit einem Welpen.

„Mit einer solchen Einstellung wirst du jeden verscheuchen, Cirádan.“

Die Stimme der Weißen wurde nun weich und leise. Sie müsste den Welpen normalerweise Vertrauen und Geborgenheit geben und keinen Hass.
Langsam drehte sich die Fähe um. Was ihre Augen da sahen war kein Erwachsener, mit dem sie so reden konnte wie sie wollte. Es war ein Welpe. Ein Welpe der seine Eltern verloren hatte. Er tat ihr so leid. Sie hatte ihm die Leitpfosten seines Lebens, weg gerissen und hatte dabei nicht bedacht, wie alt er nur war.

„Es tut mir Leid, kleiner.“

Ihr Körper drehte sich nun vollkommen zu ihm und sie trat wieder auf den kleinen Körper zu. Was sollte sie nun machen? Wie weit durfte sie gehen? Wie weit konnte sie gehen? Vorsichtig stubste Ahkuna Cirádan an.

Cirádan
23.03.2010, 17:00



„Mit einer solchen Einstellung wirst du jeden verscheuchen, Cirádan.“, hörte er die Wölfin sagen. Schmerz drang an seine Brust. Wie recht diese Wölfin doch hatte. Das tat er immer. Aber was konnte er denn jetzt noch dagegen tun? Er hatte doch schon längst alles verloren!
Sie entschuldigte sich? Verwundert hatte er immer noch die Augen zugekniffen und als Ahkuhna ihn anstupste, schreckte er leicht hoch.

"Es tut mir Leid. Ich bin so dumm, ich weiß das.",

sprach er mit vollem ernst. Ja, er war ein furchtbarer Welpe und fiel allen zur Last.

"Aber jetzt ist doch alles zu späht. Was soll ich denn nur tun? Ich hab doch schon alles vermasselt. Alle verjagd. Ich bin so unfähig. Was soll ich denn nur tun?"

Flehend sah er zu der Weißen hoch. Noch nie hatte er diese Gedanken geäußerst. Zumindest nicht so. Vielleicht, vielleicht konnte sie ihm ja helfen? Doch daran zweifelte er. Zusammen gekrümmt saß er da und hoffte, dass sie nicht fort gehen würde.


Ahkuna Caiyé
04.04.2010, 15:47

„Nein, es muss mir leidtun. Ich hab vergessen mit wem ich hier spreche.“

Sie war ganz leise geworden. Sie hatte Angst, dass wenn sie zu laut sprach, dieses kleine Etwas vor ihr zerspringen würde.

„Jeder macht Fehler. Du kannst versuchen deine Fehler zu vergessen und einen Neuanfang starten.“

Sie legte leicht die Ohren seitlich und stubste Cirádan noch mals an.

„Na komm, steh auf. Es wird sich nichts ändern wenn du nur da liegst und nichts tust.“

Sie versuchte ihm so viel Vertrauen zu geben wie nur möglich. Versuchte ihm Hoffnung zu machen, in einer Lage, in der es so sehr von Nöten war, das es schon schmerzte. Sie musste ihm helfen. Es war eine ihrer Pflichten, aus ihrer Sicht her, und sie würde diese nicht vernachlässigen.

Cirádan
11.04.2010, 15:36


Seine Fehler vergessen?

"Aber ich bestehe nur aus Fehlern!",

warf Cirádan ein. Dennoch stand er auf. Unsicher auf den Beinen, mit gesenkten Kopf, schielte er hoch zu Ahkuna. Irgendwie gab sie ihm doch Vertrauen. Auch wenn nur ganz wenig.

Cirádan
11.04.2010, 15:39


Seine Fehler vergessen?

"Aber ich bestehe nur aus Fehlern!",

warf Cirádan ein. Dennoch stand er auf. Unsicher auf den Beinen, mit gesenkten Kopf, schielte er hoch zu Ahkuna. Irgendwie gab sie ihm doch Vertrauen. Auch wenn nur ganz wenig.

Ahkuna Caiyé
05.05.2010, 20:36

"Sag dir das oft genug und du glaubst da wirklich dran."

Ihre Stimme war weich und ihre ganze Haltung entspannt. Auch wenn das nun unangebracht war, so wusste sie, das sie nun Cirádan erreicht hatte. Es war allerdings etwas heftiger als sie wollte. Sie lächelte wölfisch und stieß den kleinen noch einmal an.

"Komm kleiner, lass uns etwas gehen das wird deine Laune schon etwas heben."

Sie wollte unbedingt, das er wieder etwas frühlicher war, auch wenn dies bedeutete, das sie ihn von seinen Problemen ablenken musste.


Sorry für die Wartezeit und für die Fehler hier drinne >.<
Mein Word war gerade etwas abgelenkt und souo