Jumaana
31.01.2010, 19:56

Die Stille fraß sich immer weiter in Jumaanas Herz hinein, schmerzte und pochte in ihrem Kopf. Sie sehnte sich nach Fürsorge, Ruhe und Behaglichkeit. Sie waren endlich in den Bergen angekommen, vor dem Nichts entkommen. Hierher hatte sie einst mit ihrem Patensohn gewollt, doch sie konnte ihn nicht ausfindig machen. Ihren über alles geliebten kleinen Cirádan, der so viel durchmachen muss. Doch wenn er nicht da war, konnte sie ihn auch nicht aufmuntern. Jetzt würde er die Berge eben ohne sie erkunden müssen, vielleicht an der Seite seiner Caylee. Jumaana lehnte sich leicht gegen die Tanne zu ihrer Linken und seufzte leise. Der Laut zeugte von ihrem Wehmut und ihrer Traurigkeit. Doch sie riss sich zusammen und trat ein paar Schritte zur Seite, um wieder auf eigenen Pfoten zu stehen - nicht an einen Baum gelehnt wie ein Schwächling. Die Wölfin seufzte noch einmal leise und sammelte sich dann. Keine Schwäche zeigen. Nicht vor den anderen. Als sie aber eine dunkle Gestalt auf sich zuschleichen sah, wusste sie, dass sie erst einmal nicht zu den anderen gehen würde. Nicht jetzt, nicht sofort.

"Takashi",

flüsterte sie und trat auf die dunkle Gestalt zu. Nicht jetzt, nicht sofort ... Sie muss ihre Trauer nicht verstecken, nicht vor ihrem Gefährten. Tief in sich drin hörte Jumaana das Feenkind leise protestieren, doch sie verdrängte das Gemurmel und legte ihren Kopf auf den Hals des schwarzen Rüden.

Takashi
31.01.2010, 20:59

Ein wenig lustlos schlich Takashi durch die bergige Landschaft. Sie alle hatten das Nichts hinter sich gelassen. Zum Glück. Der Rüde war ein wenig müde von dem vielen Stress und der Flucht. So viel Schlechtes in nur so wenig Tagen war nicht wirklich gut für ihn gewesen. Vor allem, da er immer ein Wachsames Auge auf Krolock werfen musste. Zudem war auch noch Cirádan verschwunden. Wegen diesem Vorfall machte sich Takashi einige Vorwürfe. Hätte er denn nicht besser aufpassen können? Aber auch schon im nächsten Moment, wurde er von seinen Gedanken etwas abgelenkt. Wäre er wohl noch schläfriger gewesen, hatte er sie wohl ganz übersehen. Jumaana. Er war beinahe auf selber höhe angelangt, als er sie an eine Tanne gelehnt entdeckte. Ziemlich besorgt ging er dann auf sie zu.

“Ist…alles in Ordnung?“

Fragte Takashi vorsichtig und sah sie an. Jumaana schien alles andere als glücklich zu sein. Langsam ließ er sich neben ihr nieder. Danach drückte er seinen Kopf an die Schulter seiner Gefährtin.

Jumaana
01.02.2010, 20:03

Jumaana schwieg, auch als Takashi sie fragte, ob sie in Ordnung war. Nein, nichts war in Ordnung, schrie es in ihr, doch die Wölfin brachte keinen Laut über die Lippen. Stumm stand sie an den Schwarzen geschmiegt da und verfluchte ihr Leben. Wo war ihre Schwester wenn man sie brauchte? Jumaana räusperte sich leise und hob dann den Kopf.

"Was tust du hier draußen so alleine?"

Fragte sie leise, ihre Stimme nichts weiter als ein heiseres Flüstern. Die Wölfin wurde von einem Hustenanfall geschüttelt, bevor sie aus der Reichweite Takashis trat, um ihn nicht mit ihrer Krankheit anzustecken. Dabei war sie Kälte gewöhnt. Sie war noch nie krank gewesen. Nur jetzt auf einmal. Ihre Kehle war wie zugeschnürt, als sie ein weiteres Mal hustete. In ihrem Brustkorb wurde es eng und sie schnappte nach Luft.

Takashi
01.02.2010, 20:53

Takashis Frage wurde von seiner Gefährtin einfach ignoriert. Das konnte kein gutes Zeichen sein! Sie hatte ihn kurz darauf irgendetwas anderes gefragt, was der Schwarze aber nicht mehr vernahm. Einen Moment hatte er die weiße Fähe beobachtet und kam zu dem Entschluss, dass sie irgendetwas haben musste. Unsicher zuckten seine Ohren nach hinten und sein Kopf kuschelte sich noch mehr in das strahlend weiße Fell ein. Er hatte noch die Pfote ausgestreckt, als wollte er sie umarmen, sie bei sich halten. Doch Jumaana hatte sich schleunigst von ihrem Gefährten entfernt, als sie plötzlich von einem heftigen Hustenreiz geplagt wurde. Jedoch war der Rüde ziemlich robust, sodass ihm das nicht viel ausmachen sollte. So stand er auf und ging sichtlich besorgt auf Jumaana zu. Was sollte er nun bloß tun? Hier gab es nicht irgendetwas zum saufen und sonst konnte er da auch nicht weiter helfen. Enttäuscht von sich selbst sank Takashis Blick zu Boden. Er kam sich gerade irgendwie lästig vor, ein Klotz am Bein. Einen leisen jammernden und enttäuschten Laut gab er von sich. Danach blickte er Jumaana bedrückt an.

Jumaana
02.02.2010, 15:45

Als Jumaana sah, wie traurig ihr Gefährte aussah, wollte sie auf ihn zutreten und ihn trösten, doch sie spürte erneut, dass sie keine Luft mehr bekam. Nach Luft schnappend wandte die Fähe den Kopf ab, wankte leicht und lehnte sich letztendlich wieder an die Tanne. Sie wagte einen Blick aus den Augenwinkeln zu Takashi und wurde erneut von einem Hustenanfall geschüttelt. Sie schmeckte den metallischen Geschmack von Blut in ihrem Fang und zuckte zurück. Jumaana spürte Übelkeit in sich aufsteigen und kniff die Augen zusammen. Als der Husten langsam abklang, tapste die Wölfin wie ein unbeholfener Welpe auf den schwarzen Rüden zu und hob den Kopf, um ihn besser ansehen zu können. Sie setzte an, um etwas zu sagen und tat es dann doch nicht. Sie hörte die leise, protestierende Stimme Aarinaths in ihren Gedanken und senkte betreten den Blick. Jetzt kam sie sich auf einmal wieder so vor, wie sie im Gegensatz zu ihrem Gefährten wirklich war: Klein und schwächlich.

„Was ist los, Takashi?“

Fragte sie leise und war kurz davor, sich wieder an ihn zu schmiegen und alles zu vergessen. Dennoch spürte sie das Kratzen in ihrer Kehle und schreckte immer wieder zurück. Konnte die Welt wirklich so grausam sein? Andererseits - was hatte sie eigentlich? Das bisschen Husten war doch ... nichts. Ein seltenes Phänomen, das vielleicht einmal in zehn Jahren auftrat. Und diese zehn Jahre waren jetzt nun einmal um. Jumaana schluckte. Oder war es, weil Takashi so bedrückt und hilflos aussah? Ja, das musste es sein. Dagegen musste sie dringend etwas unternehmen! Aber was? Das Letzte, was sie jetzt wollte, war, dass sie ihren Gefährten mit diesem hartnäckigen Husten ansteckte. Nachdenklich starrte Jumaana den Boden unter ihren Pfoten an.

„Solltest du dich nicht um Krolock und die anderen kümmern?“

Fügte sie leise zu ihrer Frage hinzu und hob denn wieder den Kopf, um Takashi anzuschauen. Ihr fiel partout nichts besseres ein als diese rhetorischen Fragen. Sollte er das denn nicht auch?

Takashi
02.02.2010, 16:39

Takashi sah entsetzt, aber enttäuscht zugleich aus. Wahrscheinlich hatte sich Jumaana stark erkältet und ihr Gefährte konnte nichts dagegen tun! Niemand konnte das wohl. Aber genau das machte den Rüden gerade so enttäuscht. Er wandte seinen Blick einen Moment von der Weißen ab. Als er dann aber bemerkte, dass unbeholfen auf ihn zukam, blickte er sie erneut an. Sie sah schlecht aus. Vielleicht sollte sie sich lieber eine Weile ausruhen. Er machte eine zaghafte Kopfbewegung in Richtung Erdboden, um ihr verständlich zu machen, dass sie sich jetzt ausruhen musste. Wahrscheinlich würde es ihr danach besser gehen.

"Was los ist? Mit mir? Nichts. - Das sollte ich aber lieber dich fragen."

Wieder musterte er sie kurz und legte dabei den Kopf schräg. Nun setzte sich der Rüde direkt neben Jumaana. Auf ihre weitere Frage schüttelte er nur den Kopf. Sicherlich könnte er Krolock einen Moment aus den Augen lassen. Seinen Kopf kuschelte er wieder an Jumaanas Schulterfell. Währenddessen wedelte seine Rute unruhig hin und her.

Jumaana
02.02.2010, 19:34

Irgendetwas an Takashis Worten regte sie unglaublich auf. Sie hob den Kopf und funkelte den schwarzen Rüden empört an. Sie wollte ihm all das vor die Pfoten werfen, was sie so lange unterdrückt hatte, doch wie von Zauberhand waren ihre Vorwürrfe verschwunden. Wortlos starrte sie Takashi an. Dann regte die Wölfin sich und setzte sich auf den kalten Boden, nachdem sie zwei Schritte zurückgegangen war und damit Takashi zwang, den Kopf zu heben und sie anzusehen.

"Ach ja?! Glaubst du, ich wollte, dass alles so kommt? Willst du mir die Schuld für den Tod Banshees und Acollons geben? Willst du ..."

Ihre restlichen Worte gingen in einem fürchterlichen Hustenanfall unter, der sie mit sich riss. Aus tränenden Augen blickte Jumaana ihren Gefährten an. Dann starrte sie ihre rechte Vorderpfote an, die sich scharf vom frostbedeckten Boden abhob. Dann seufzte sie leise. Sie wollte, sie könnte ihre Worte von eben wieder zurücknehmen. Sie hatte nicht das Recht, Takashi so vor den Kopf zu stoßen. Doch wenn sie jetzt wieder auf ihn zutrat und sich an ihn schmiegte, würde das von ihrer Schwäche zeugen. Sie war nicht schwach! Sie war ihm nicht untergeben. Auch wenn sie das jetzt am liebsten sein würde. Müsste sie ihm gehorchen, wäre alles so viel einfacher.

oO Warum gehorchst du ihm dann nicht einfach? Oo

Fragte Aarinath genervt und schüttelte bedauernd den Kopf. Sie hatte ja so Recht! Jumaana war wirklich dumm. So strohdumm. Ohne ein weiteres Wort ließ sich Jumaana auf den Boden sinken und legte den Kopf auf ihre ausgestreckten Vorderbeine. Vielleicht würde diese Geste den Schwarzen ja besänftigen. Vielleicht aber auch nicht.

Takashi
02.02.2010, 19:44

Was war denn nun los? Jumaana konnte ihren Husten für einen Moment unterdrücken, was Takashi eigentlich als gut befand. Doch das, was darauf folgte, war alles andere als gut. Plötzlich, ohne, dass etwas gewesen war, bekam er einen heftigen Vorwurf. Jumaana die Schuld an Banshees und Acollons Tod geben? Was sollte das? Daran hatte der Schwarze ja nicht einmal gedacht! Einen Moment sah er sie noch an.

"Na was soll das denn heißen?"

Der Gesichtsausdruck des Rüden verfinsterte sich. Was sollte das bloß? Schließlich hatte er Jumaana gar nichts getan. Dennoch hatte sie ihm einfach so etwas gesagt! Dieses Mal würde er ihr auf keinen Fall nach laufen und sich auch noch an sie kuscheln. Dieses Mal nicht! Er drehte sich um. Grimmig guckte er weg, irgendwo in die Ferne.

Jumaana
02.02.2010, 19:58

Gut. Dann eben nicht. Sollte er doch. Grimmig starrte sie an Takashi vorbei. Sie würde jetzt nichts mehr sagen. Sollte er doch so tun, als wäre sie nicht da! Jumaana erhob sich und tapste stumm in Richtung Rudelrastplatz. Sie achtete nicht auf ihre Pfoten, die sie meist bestens im Griff hatte und beachtete den rutschigen Boden kam. Der Boden war zerfurcht und hügelig, wie mit tausend kleinen Mauswurfshügeln bedeckt. Trotzig schritt die Wölfin voran. Jetzt hatte er es endgültig versaut. War ja nicht ihr Problem, wenn er so rumzickte! Jumaana schnaubte genervt. Doch plötzlich taumelte sie, verlor den Halt unter den Pfoten und glitt auf dem taubedeckten Boden auf. Jumaanas Kopf schlug auf dem steinharten Boden auf und sie sah ... nichts. Nicht das Nichts, was sie kannte, sondern saftige Schwärze, die sich vor ihrem inneren Auge ausbreitete. Aarinath konnte genauso wimmern, wie ihr Sohn es eben noch getan hatte.

Takashi
02.02.2010, 20:08

Takashi stand noch immer dort und blickte einfach stumm in die Ferne. Er konnte nicht verstehen, was da gerade vor sich drin. Wieso hat es einen Grund gegeben, ihm einen solchen schweren Vorwurf zu machen? Rückwartig drehte es sich um, als er ein seltsames Geräusch vernahm. Zuerst wusste er es nicht einzuordnen, sah dann aber, was los war. Jumaana war aufgrund des unebenen Bodens gestürzt! Besorgt lief der Rüde auf seine am Boden liegende Gefährtin zu, während er selber aufpassen musste. Vorsichtig stuppste er sie an und wartete eine Reaktion ab.

Jumaana
02.02.2010, 20:17



Ein zartes Stupsen. Dann nichts. Schwärze. Schmerzen. Jumaana gab einen undefinierbaren Laut von sich und schlug die Augen auf. Oh Wunder, sie lebte noch! Mit schmerzendem Kopf - der sie an die Gewalt des Nichts erinnerte - erinnerte sich die Wölfin an das Vergangene. Gut, okay, Takashi hatte sich unmöglich benommen, aber ... konnte man ihm wirklich böse sein? Jumaana hörte das Feenkind leise stöhnen und hob den Kopf. Augen. Bekannte Augen. Bekannte, blaue Augen. Die im Übrigen ziemlich besorgt aussahen. Takashis Augen. Jumaana war defintiv ein bisschen ... durcheinander. Na ja, sie fiel auch nicht jeden Tag auf die Schnauze wie jetzt. Aber es war lediglich ihre eigene Dummheit gewesen, die sie zu Fall gebracht hatte.

"Estutmirsoleid,Takashi!"

Stieß sie nach einem Husten, dass die Schmerz nicht gerade linderte, hervor und versucht den Kopf so zu heben, dass sie Takashi wenigstens ansehen konnte. Nicht nur ihr Kopf schmerzte, sondern auch ihre Beine, ihr Rücken - eigentlich alles. Wer war auch so dumm wie sie und stolperte auf diesem unebenen Boden?

Takashi
02.02.2010, 20:59

Ihre Entschuldigung hatte Takashi beinahe ignoriert. Er entgegnete ihr nur ein schwaches Nicken. Ein wenig desinteressiert schaute er wieder weg. Es ist doch eigentlich selbstverständlich, irgendetwas zu unternehmen, wenn jemand stürzte. Mit ein wenig Abstand zu Jumaana legte er sich auf den weniger unebenen Boden. Wenn die Weiße irgendetwas brauchen würde, würde sie sich schon melden. Noch immer konnte der Schwarze nicht glauben, was Jumaana zu ihm gesagt hatte und was zwischenzeitlich passiert war. Und was sollte er nun machen? Er fühlte sich fehl am Platz. Vielleicht wäre es besser für ihn, wenn er Jumaana ganz in Ruhe lassen würde. Vielleicht, vielleicht nicht. Er seuftze leise.

Jumaana
04.02.2010, 17:21

„Gut.“

Ihre Stimme war nicht mehr als ein Flüstern, als sie sich aufrappelte und wieder in Richtung Rudel ging. Dieser Zwischenfall hatte es nicht gebessert, ganz im Gegenteil. Jumaana spürte, wie ihr Magen knurrte, doch sie beachtete ihn nicht. Was interessierte sie jetzt ihr Hunger? Gedankenverloren starrte die Wölfin auf ihre schmalen, kleinen Pfoten, die denen eines Welpen glichen. Sie lachte hart auf und tapste dann weiter, immer wieder versucht, sich umzudrehen. Sie schlug sich diesen Gedanken aus dem Kopf, als sie merkte, wie ihre Mitbewohnerin erwachte. Die Fähe war in letzter Zeit sehr still und müde gewesen, obwohl sie sogesehen gar keine Bedürfnisse hatte. Sie ließ Jumaana einfach in Ruhe. Ihr Magen grummelte wieder.

oO Um das mal klar zu machen, du lässt deine schlechte Laune nicht an mir aus!! Oo

Genau das war es, was die Weiße gebraucht hatte. Den harten Sarkasmus der alten Wölfin. Jumaana seufzte leise. Alles könnte sie einfach sein. Könnte ...

Jumaana
05.02.2010, 20:49

Am Morgen des nächsten Tages.

Bedacht darauf, dass Takashi noch schlief, schlich die Weiße auf ihn zu und legte sich vpr ihm nieder. Schweigend und stumm. Wie immer lag der Schwarze abseits des Rudels. Seine Anwesenheit behagte Jumaana nicht besonders, auch wenn sie es war, die zu ihm gekommen war. Ihr Kopf schmerzte noch vom gestrigen Unfall, doch sie schloss die Augen und legte ihren Kopf auf die Vorderpfoten. Vielleicht ... Nein, ihr Plan war hirnrissig - abgesehen davon, dass es noch nicht einmal ein Plan war. Sie flüsterte seinen Namen, einmal, zweimal und merkte, wie sie selbst wegdöste. Für ihren Streit schien es keine Lösung zu geben. Doch Jumaana würde nicht aufhören um ihn zu kämpfen. Darum war sie hier.

Takashi
05.02.2010, 21:03

Takashi befand sich nicht mehr im Tiefschlaf. Bald wäre er wohl sowieso aufgewacht. Irgendjemand oder irgendwas schien sich während seines Schlafes genähert zu haben. Während er langsam aufwachte, blinzelte er mit den Augen und zuckte mit den Ohren. Verschwommen, aber immer deutlicher werdend, nahm er die Umgebung war. Direkt vor sich konnte er einen weißen Wolf erkennen - Jumaana! Na nu, was wollte sie nun hier? Gestern hatten sie sich nur gestritten. Was war jetzt? Er rollte sich auf den Rücken, winkelte die Pfoten an und verdrehte leicht den Kopf.

Jumaana
05.02.2010, 21:12

Nchdenklich betrachtete Jumaana - mit geöffneten Augen natürlich - die seltsamen Verrenkungen des Schwarzen vor ihr. Sie war kurz davor, aufzuspringen und wegzugehen, konnte sich gerade noch beherrschen. Sie gab ein missmutiges Geräusch von sich und rutschte mit den Vorderpfoten näher auf Takashi zu. Sie stupste seinen Kopf sanft an, in der Hoffnung, dass er davon aufwachen würde. Oder war er bereits wach? Jumaana konnte das nicht genau identifizieren, doch sie vermutete, dass der Schwarze nicht so feige war, sich ihr nicht zu stellen. Na ja, was hatte sie ihm schon vorzuwerfen. Eigentlich nichts, oder? Sie war es doch gewesen, die so unglaublich schlecht gelaunt und missmutig gewesen war - nicht er. Er hatte einfach nur ein paar ruhige Minuten mit der Wölfin gewollt.

Takashi
05.02.2010, 21:19

Noch immer lag Takashi auf dem Rücken, sodass er die Umgebung und Jumaana verkehrt herum sah. Seine Augen hatte er nun komplett geöffnet, weil er jetzt wach war. Jumaana hatte ihn sanft angestupst. Das erwiederte er, indem er ihr zaghaft über die Schnauze leckte. Kurz darauf ließ er sich wieder auf die Seite kullern. Sein Blick wandte sich kurz von der Fähe hab. Es schien so, als wären die Beiden alleine hier. Danach streckte Takashi seine Läufe zur Seite aus und gähnte.

Jumaana
05.02.2010, 21:56

Jumaana sah belustigt zu, wie Takashi am Boden herumkullerte. Beziehungsweise wälzte. Wie man es bei einem schwarzen Riesenwolf wie ihm betrachten wollte. Dann erhob sie sich langsam und trat auf den Schwarzen zu. Sie wollte seinen Schlaf nicht stören, lediglich etwas sagen. Danach konnte er von ihr aus so lange schlafen wie er wollte. Wenn es auch bis morgen war. Sie stupste den Rüden einmal an. Dann setzte sie sich nieder und blickte auf den unruhigen Wolf herunter.

"Ähm, Takashi, ich will ja nicht stören ... aber ich wollte nur sagen, dass das, was ich gestern sagte, Schwachsinn ist. Es ... mir ging es nicht so gut. Banshees Tod, das Nichts ... verstehst du? Und ... ich liebe dich."

Den letzten Satz flüsterte sie nur noch, bevor sie sich erhob und auf eine Reaktion wartete, um sich dann umzuwenden und zu gehen. Ihn schlafen zu lassen. Ihre grünen Augen waren stumm auf den Rüden gerichtet.

Takashi
05.02.2010, 22:06

Der so schwere Kopf sank langsam zu Boden. Takashi konnte wirklich sehr faul sein! Vorallem morgens, wo er meistens nie rechtzeitig hoch kam. Als sie zu ihm sprach, blickte er sie nur stumm an. Bekam er das überhaupt alles mit oder würde der Rüde gleich wieder einschlafen? Unbeholfen streckte er die Pfote nach der Fähe aus. Mit einem etwas jammernden Laut versuchte er, Jumaana davon zu überzeugen, dass sie bleiben sollte. Sie störte ihn nicht. Das einzige Problem war wohl seine Faulheit am frühen Morgen.

Jumaana
06.02.2010, 21:24

"Weißt du, dass du besonders überzeugend klingst, wenn du müde bist?",

Fragte sie lächelnd und legte sich vor ihm nieder. Wie es schien, störte sie nicht - dann konnte sie genauso gut bleiben. Sie streckte ihr rechtes Vorderbein aus und stupste ihn damit auffordernd an. Dann mit der Schnauze. Jumaana kam sich wie ein kleines Wölfchen vor, mit ihrem Spielgefährten beim Herumtollen. Abgesehen davon, dass er anscheinend noch viel zu müde zum Spielen war. Seufzend zog die Wölfin Kopf und Pfote zurück und musterte ihn aus großen, dunkelgrünen Smaragden. Sie spürte die ersten Sonnenstrahlen auf ihrem dichten, weißen Winterfell und seufzte erneut. Dann legte Jumaana den Kopf auf die Vorderbeine, wie vor ein paar Minuten auch. Schloss für einen Moment die Augen, um sie gleich darauf wieder zu öffnen. In letzter Zeit war sie einfach unglaublich unruhig.

Takashi
06.02.2010, 21:47

Takashi erwiederte das Lächeln seiner gefährtin. Auf Jumaanas angestupse hin streckte er erneut die Pfote aus und wedelte wild mit ihr herum. Dann gab er einen undefinierbaren Laut von sich, wie ein kleiner hilfloser verspielter Welpe. Darüber musste er selbst lachen. Er wollte noch immer nicht aufstehen. Vielleicht würde ihn Jumaana noch wegen seiner schrecklichen Faulheit aufscheuchen.