A
L L G E M E I N E S
¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
• Name •
Mein
Name ist Sheena.
• Bedeutung •
Wenn dieser Name eine Bedeutung hat, so kenne
ich sie nicht.
• Titel •
.Weltenkind.
• Rasse •
Ich gehöre, wie meine Eltern,
der Rasse der Timberwölfe an.
•
Geschlecht •
Ich bin eine Fähe.
• Alter •
4
Jahre lebe ich nun schon in unserem Tal.
• Glaubenszugehörigkeit •
Mein Glaube gehört Engaya. Oder Banshee?
Ich bin eine
ihrer Töchter.
A
U S S E H E N
¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
• Aussehen •
Mir
sieht man meine Vorfahren nicht sofort an, Hanako und Hidoi sind beide stolze
Wölfe, gut gebaut. Mein Vater ist sehr kräftig und auch meine Mutter ist nicht
schwach. Ich bin es ebenfalls nicht, zumindest nicht für meine Größe. Doch ihr
Fell ist in meiner Erinnerung voll, sie sahen immer gut genährt aus. Im
Gegensatz zu ihnen stehe ich. Meine Figur ist mit einem Wort gut zu beschreiben.
Vernachlässigt. Ich habe einen mageren Körper, wenn das Fell nass ist und eng an
mir liegt, sieht man wie dünn ich wirklich bin. Meine Beine sehen nicht so aus,
als ob ich viel durch das Tal ziehen würde, sie sind dürr und enden in dafür
viel zu großen Pfoten. Diese sehen dick aus, das Fell blinzelt zwischen meinen
Pfotenballen hindurch und vor allem innen besitze ich sehr viel längeres Fell.
Mein Bauch und mein Rücken werden durch viel Fell warm gehalten, doch dieses
Fell sieht nur aus einiger Entfernung ordentlich aus. Tritt man näher sieht man
viele löchrige Stellen, die meiner Gestalt ein verwahrlostes Aussehen verleihen.
Meine Rute ist dick und kräftig. Mein Kopf ist nicht schmal und nicht breit,
ganz normal, aber die Ohren stechen hervor, weil sie wie runde Muscheln auf ihm
sitzen. Dank ihnen kann ich auch das leiseste Geräusch wahrnehmen und sie sind
ständig in Bewegung.
Meine Fellfarbe ist hauptsächlich weiß, jedoch keines
der Reinen, sondern eher Cremefarben. An manchen Stellen haben sich annähernd
braune Töne eingeschlichen, ich würde es mit einem dunklen beige beschreiben.
Dies ist zum Beispiel am unteren Teil meiner Beine, sowie auf meiner Brust
anzufinden. Auch über meine Schnauze zieht sich eine kleine Maske in dieser
Farbe. Ich finde es gibt mir einen zurückhaltenden Ausdruck.
Zum Schluss
komme ich zu meinen Augen, sie sind in einem warmen braun, anscheinend nichts
besonderes, doch sie werden von goldenen Spritzern durchzogen. Man sagt, wenn es
mir gut geht und ich mich freue, auch wenn ich jemanden sehr mag, leuchten sie
kräftiger als normal.
• Fellfarbe •
Mein Fell ist von einem cremigen weiß.
• Augenfarbe •
Meine Augen sind braun golden.
• Größe •
Ich bin
nur 69 cm hoch.
• Gewicht •
38 kg sind wenig für meine Größe.
• Körperbau •
Mein Körperbau ist schwächlich, ich bin mager, dürr und man sieht mir meine
Kraft nicht an.
• Besonderheiten •
Meine mit Gold gesprenkelten Augen
C H A R A K T E R
¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
• Charakter •
Mein Charakter ist sehr vielseitig, war ich früher eine fröhliche und
aufgeschlossene Fähe, änderte sich dies rasch ins genaue Gegenteil, als meine
Eltern davonzogen. Verschüchtert und immer alleine wurde ich zu einer
aggressiven und verängstigten Jungfähe, die sich nur schwer unter Kontrolle
hatte. Es war, als hätte ein zweiter Geist von mir Besitz ergriffen. Doch dank
Banshee und Engaya habe ich mich davon losgeeist. So kann ich nun mit Stolz
davon sprechen, dass ich mich positiv verändert habe. Ich bin zwar immer noch
eher zurückhaltend und kühl zu mir fremden Wölfen und tief in mir ist auch noch
ein Rest der Aggressivität vorhanden, doch ich habe sie eigentlich immer gut
unter Kontrolle und bin somit ruhiger geworden. Außerdem bin ich durch meine
Ausbildung zur Priesterin sehr hilfsbereit geworden. Sobald es einem Wolf
schlecht geht, stehe ich im zur Seite, egal wie ich persönlich zu ihm stehe. Ich
habe in meiner Ausbildung gelernt andere zu heilen und auch wenn es mich
schwächt, versuche ich doch immer den anderen zu helfen. Auch wenn ich noch ein
wenig Übung brauche, das meiste klappt so, wie ich es mir vorstelle.
Wenn
ich mich mit jemandem anfreunde, bin ich schnell bereit all meine Liebe zu
geben, sofern der Wolf es ehrlich mit mir meint. Durch meine vielen Verluste bin
ich jedoch vorsichtiger geworden und warte lieber ein bisschen länger, bis ich
mich jemandem wirklich öffne.
Das Jagen bereitet mir sehr viel Freude, denn
dort zählt vor allem Geschicklich- und Schnelligkeit, was ich beides besitze.
Wenn ich einer Meinung bin und mich jemand davon abbringen möchte, wird ihm dies
schwer fallen. Zwar erkenne ich, wann etwas richtig und falsch ist, aber durch
meine Sturheit muss man mich trotzdem überzeugen, weil es mir unangenehm wäre
sofort meine Meinung zu ändern.
Seitdem ich Jakash kennen und lieben gelernt
habe, hat sich erneut ein neues Tor geöffnet. Nun bin ich auch noch Mutter
geworden. Nie hätte ich vorher geahnt, dass ein einziger Wolf so viel Liebe in
sich tragen kann. Aber genauso wenig wäre ich darauf gekommen, dass ich erneut
ein solches Wechselbad von Gefühlen empfinden würde, wie ich es früher gewohnt
gewesen war. Doch ich hoffe und wünsche mir, dass sich dies mit der Zeit wieder
legt.
• Charakterzitat •
Wir sind, was wir denken. Alles was wir sind, entsteht
mit unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken machen wir die Welt.
• Besonderheiten •
Ich bin sehr hilfsbereit, das ist gut.
• Stärken / Schwächen •
(+)
. hilfsbereit
. ruhig
. heilen
. lieben
.
jagen
( - )
_ nicht immer klar denkend
_
vertraut schwer
_ zweifelnd
_ stur
_ kühl
H E R K U N F T
¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
• Herkunft •
Aus
dem Tal der Sternenwinde bin ich.
• Geburtsrudel •
Ich bin im Rudel der Sternenwinde geboren.
• Rang •
stolzer
Beta
• Leibliche Familie •
Vater: Hidoi [abgewandert*verstorben]
Mutter: Hanako
[abgewandert*verstorben]
Brüder: Katsu Kyoto [verstorben]; Hikaji
[abgewandert]
Schwestern: Keine
Ehemaliger Gefährte: Ilias [abgewandert]
• Familie im Rudel •
Ziehvater: Zack [verstorben];
Urion [verstorben]
Ziehmutter: Neyla
[verstorben]; Banshee [verstorben]
Gefährte:
Jakash Caiyé
Welpen:
Isaíah Caiyè
Malik Hikaji
Taleesha
Tinca
• Geschichte •
Fünf vergangene Jahre. Fünf turbulente Jahre liegen nun hinter mir. Langsam wird
es Zeit, dass ich selber Welpen bekomme, wie einst, vor fünf Jahren, meine
Mutter.
Doch ich sollte am Anfang anfangen, jede Geschichte beginnt am
Anfang. Nur, meine Geschichte ist nicht wie die anderen. Keine Geschichte gleich
der anderen, aber meine Geschichte wird erschreckend sein, voll von Trauer und
Einsamkeit. Und sie wird verwirrend sein, ich habe einiges hinter mir gelassen.
Bewusst. Unter anderem Erinnerungen. Vielleicht fehlen Teile, vielleicht erzähle
ich sie nicht nach der richtigen Reihenfolge. Aber ich gebe mein Bestes. Und
vielleicht versteht ihr auch, nachdem ihr zugehört habt, wieso ich einiges
vergessen, nein, verdrängt habe.
Aber nun, der Beginn meines Lebens.
Frühling. Die werdenden Mütter hatten sich zurückgezogen um ihre Welpen zur Welt
zu bringen. Ich wurde im Beisein meiner älteren Schwester Leé geboren. Mit mir
meine zwei Brüder. Katzu Kyoto und Hikaji. Mein Vater, Hidoi, war nicht dabei.
Aber meine Mutter, Hanako, hat es auch so wunderbar geschafft.
Da waren wir
drei also, Neulinge in der Familie. Wir wurden liebevoll empfangen, das ganze
Rudel freute sich auf uns und natürlich auf die Welpen der damaligen Alphafähe.
Ich wuchs behütet auf, meine zwei Brüder und ich, wir waren ein
eingeschworenes Team. Unter den wachsamen Augen meiner Mutter und dem, bei uns
weich werdendem Blick, meinem ansonsten so unnahbaren Vater, konnte uns gar
nichts passieren.
Dachte ich zumindest.
Im Herbst sollte es eine große
Jagd geben. Das ganze Rudel war aufgeregt, in der Luft lag eine fast greifbare
Spannung. Und gleichzeitig auch Freude. Wir Welpen waren aufgeregt, natürlich,
schließlich war alles so neu für uns.
Die Jagd, die als großes Ereignis
geplant wurde, endete in einer blutigen Schlacht. Alles, was schief laufen
konnte, lief schief. Es gab viele Verletzte, einige Tote. Ich selber wurde
schwer verletzt, es dauerte lange, bis ich mich, bis das Rudel sich wieder
genesen hatte.
Und dann im Winter, kurz bevor ich ein Jahr alt wurde starb
mein Bruder Katsu Kyoto. Er wurde tot im Wald gefunden, tagelang hatten wir nach
ihm gesucht. Er sei, hieß es, an einer Wurzelknolle erstickt. Kurz danach
verließen meine Eltern mit meinem noch lebenden Bruder das Rudel. Sie hatten
sich nicht von mir verabschiedet. Ich verstand die Welt nicht mehr. Erst später
sollte ich erfahren, warum das alles geschehen ist.
Doch zu dem Zeitpunkt
dieses Verlustes war mir alles egal. Ich sonderte mich ab, ich war alleine,
niemand schien sich für mich zuständig zu sein. Die Einsamkeit überkam mich,
Trauer wurde zu meinem engsten Freund. Ich magerte bis auf die Knochen ab,
schlug mich alleine durch das Revier, ängstlich.
Bis ich eines Tages auf
zwei Wölfe stieß. Zack und seine Gefährtin Neyla. Wie durch ein Wunder traf ich
die beiden und fand recht schnell zwei liebende Zieheltern in ihnen. Doch warum
sollte mein Leben ruhig verlaufen?
Ein fremdes Rudel machte uns unser Revier
streitig, wir mussten hoch, ganz hoch in die Berge flüchten. Anstatt, dass mein
Körper sich erholen konnte, musste ich an meinen letzten Kräften zehren. Dort
oben gab es wenig Nahrung, ewige Kälte machte uns schwach.
Schneelawinen
gehörten zu unserem Leben wie eins der Gesang der Vögel. Einer dieser Lawinen
wurde Neyla zum Verhängnis. Danach war Zack nicht mehr der Ziehvater, den ich
vorher gekannt hatte. Er sonderte sich ab, plötzlich war auch ich ihm völlig
egal. Und ich war wieder allein.
So kam es, dass ich mich erneut absonderte,
ich wurde krank. Durch meine Angst wurde ich aggressiv, ausfallend. Man musste
aufpassen wenn man auf mich traf, ich war bereit alles und jeden zu zerfetzen
der mir nur ein bisschen quer kam. Sei es mit Worten oder mit Taten.
Eine
lange Zeit ging dies so, ich kann nicht sagen wie lang.
Irgendwann kehrten
wir in unser Tal zurück, es war wunderschön. Doch ich war noch immer allein und
einsam.
Irgendwann traf ich auf einen Rüden, langsam, vorsichtig schlich er
sich in mein Herz. Doch aufgrund meiner asozialen Wesensart vergraulte ich ihn,
er lernte eine andere Fähe kennen und verließ das Rudel irgendwann wieder.
Mittlerweile war ich an einem so kritischen Punkt angekommen, dass Banshee mich
zur Seite nahm. Sie erzählte mir, wie Leid es ihr tat, dass sie nicht für mich
da war. Sie erklärte mir warum meine Eltern fortgezogen waren. Ohne mich
mitzunehmen, ohne sich zu verabschieden. Ich war für großes bestimmt. Ich sollte
eine Priesterin werden. Doch mit meiner Vergangenheit müsste ich vorher
abschließen. So wurde mir eine Schweigepflicht auferlegt. Ich versuchte mich
wieder in das Rudel zu integrieren, nachdem ich eine weitere lange Zeit alleine
zugebracht habe. Alleine und ohne Stimme. Und irgendwann kannte ich das Wort
‚Frieden’. Noch immer war ich ein Hitzkopf, aber ich war bereit die
Priesterausbildung zu beginnen und, erfolgreich, abzuschließen. Ich bekam meine
Stimme wieder.
Es war eine gute Zeit, eine Zeit voller Wandel. Ich lernte
Jakash, meinen jetzigen Gefährten kennen.
Die Auf und Abs des Rudellebens
konnten mich nicht mehr so schnell aus der Bahn werfen. So wurde ich zu jener
Fähe die ihr heute seht. Noch immer mager, aber nicht schwach. Noch immer ein
wenig labil, aber trotzdem willensstark. Nicht mehr hitzköpfig aufbrausend
sondern bedachter und vorsichtiger, zurückhaltender als früher.
Und jetzt ist
es also an der Zeit das ich Mutter werde. Jetzt, in der Position als Priesterin
und als Betafähe, ist es mir erlaubt Welpen zu bekommen. Bevor es dafür zu spät
ist sage ich mir.
Und ich hoffe ich bin eine so gute Mutter, wie meine es
eins war. Nur mit der kleinen Änderung, dass ich dieses Rudel nicht verlassen
werde, dass ich meine Welpen nicht verlassen werde.
Doch glaubt nun nicht,
dass ich meiner Mutter nicht verziehen hätte. Im Nachhinein betrachtet ist es
nachvollziehbar. Sie wollten mich nicht hier lassen, doch sie glaubten an meine
Bestimmung. Ich werde auch an meine Welpen glauben. Egal wie sie sich
entwickeln. Aber ich werde mit ihnen zusammen glauben.
Hier bin ich geboren
und hier werde ich sterben.