» Mein vollständiger Name lautet 'Malik Hikaji'. Aber niemand ruft mich
so, da bekommt man ja einen Knoten in die Zunge! Hikaji ist ein Onkel
von mir, der nicht mehr im Rudel ist. Zur Erinnerung an ihn habe ich
seinen Namen bekommen, was ich komisch finde. Aber man nennt mich ja nur
Malik, deshalb ist das in Ordnung, Man kann mich 'Maaa - lik' rufen,
oder auch 'Ma - Liiiik', das ist mir egal und ich mag beides gern. Und
beides bedeutet in irgendeiner fremden Sprache "König". Was genau ein
König ist, weiß ich nicht, aber Mama hat gesagt, dass das ein weiser,
starker Rüde ist, der über viele andere Wölfe herrscht. Wenn das nicht
eine tolle Bedeutung ist - auch wenn ich kein richtiger König bin. Ich
bin schließlich erst neun Wochen alt und ein König kann kein Welpe sein.
Aber später vielleicht ...
Das mit meiner Rasse ist da schon
komplizierter. Mama ist ein Timberwolf und Papa ist ein gemischter
Timberwolf. Dadurch bin ich eigentlich auch ein Timberwolf mit ein
bisschen Mischung von anderen Wölfen, aber weil das viiiiel zu lang
wäre, bin ich eben nur ein Timberwolf. Das ist leichter zu erklären und
... ich verstehe es auch besser so.
Dann ist da noch die Sache
mit meinem Glauben. Ich glaube ganz fest daran, dass Engaya und Fenris
irgendwo sind, bestimmt in den Sternen. Manchmal kommen sie zu uns und
helfen uns oder tun andere Dinge. Fenris tut gern fiese Dinge, traurige
Dinge und er macht, dass Wölfe zu Sternen werden und nie wieder zurück
können. Engaya dagegen hilft vielen Wölfen und sie hat gemacht, dass ich
ihr dabei helfen kann, Wölfen zu helfen. Das ist kompliziert, jedenfalls
kann ich etwas Besonderes, von dem ich ganz lange nichts wusste. Engaya
braucht mich, deshalb glaube ich an sie. «
All I want is a place to call my own
And mend the hearts of everyone who
feels alone
Hätte man seine Geschwister
nicht zum Vergleich, würde man Malik für jünger halten, als er ist. Er
ist kleiner und zarter als es für sein Alter üblich wäre, scheint ein
bisschen in der körperlichen Entwicklung hinterher zu hinken. Das dichte
weiße Fell verdeckt zwar, wie grazil er wirklich ist, doch spätestens im
nächsten Frühjahr wird sich zeigen, dass er wohl niemals zu einem
massigen, muskulösen Rüden heranwachsen wird. Auch ist noch nicht
eindeutig zu sagen, ob er im Wurf der einzige ist, dem der Zeitpunkt der
Geburt und die darauf folgenden Strapazen des Winters körperlich so
zusetzten. Auf den ersten Blick könnte man den Welpen eher für eine
kleine Fähe halten, denn auch Maliks Kopf ist eher schmal und wird nur
durch den von frühem Winterfell durchsetzten Welpenpelz abgerundet. Dass
dieser sehr hell erscheint, steht im Gegensatz zu seinen
obsidianschwarzen Augen. Nur bei genauem Hinsehen erkennt man seine
Pupillen, die nicht etwa so geweitet sind, dass sie die Iris überdecken,
sondern sich einfach kaum von dieser abheben. Durch eine Laune der Natur
ist das Melanin im Körper des jungen Rüden sehr ungleichmäßig verteilt
und sorgt zwar dafür, dass er eine schwarze Nase und schwarze Augen hat,
seine Pfotenballen und die Haut unter seinem Fell aber rosa bleiben. Ein
Gendefekt, der als Leuzismus, bekannt ist, Malik aber nie etwas sagen
wird.
6,5 kg • 31
Zentimeter • körperlich unterentwickelt • leichter Leuzismus
Der
Charakter eines Welpen ist so wandel- wie formbar und schwer zu
beschreiben, es sei den die Beschreibung gilt nur für genau diesen
Moment. So lässt sich auch Malik nur schwer aussagekräftig
charakterisieren und es lässt sich deutlich erahnen, wie viele
Wandlungen dem kleinen Wolf noch bevorstehen werden. Grundsätzlich ist
Malik ein unkomplizierter Welpe, der allen gefallen möchte und es über
alles liebt, Geschichten zu hören und die ungeteilte Aufmerksamkeit
eines Erwachsenen zu bekommen. Irgendjemand muss ihm dringend noch
erklären, dass Neid und Eifersucht schlechte Gefühle sind, die er besser
nicht zulassen sollte, denn im Augenblick drängen sie sich noch recht
oft in ihm nach oben. Seine Geschwister hat er zwar gern, doch er sieht
sie gleichzeitig als Konkurrenten und bevorzugt es, mit erwachsenen
Wölfen zu spielen. Es ist daher kein Wunder, dass seine Gabe erst etwas
später auftrat, denn Malik neigt zu kindlichem Egoismus, möchte ungern
teilen. Genau das wird er jedoch müssen, wenn allen - und ihm selbst -
ersteinmal klar ist, welches Geschenk er von Engaya erhalten hat. Oder
ist es doch eher eine schwierige Aufgabe, die er zu erfüllen hat?
Der weiße Welpe liebt alles Schöne; alles was glänzt, glitzert,
leuchtet. Ungewöhnlichem steht er dagegen eher skeptisch gegenüber und
ist nicht unbedingt der Erste, der neugierig ins Unbekannte läuft. Auch
wilde Spiele sind nicht unbedingt das, was er liebt. Verlieren ist
nichts für ihn und da die körperlichen Unterschiede zu seinen
Geschwistern langsam sichtbar werden, hat er nicht mehr die besten
Karten in gemeinsamen Spielen. Er sieht ihnen lieber zu und bevorzugt
es, mit einem erwachsenen Wolf zu kuscheln oder zu spielen. Die lassen
einen nämlich wenigstens gewinnen, so dass sie dem Welpen schon
grundsätzlich sympathischer sind als seine Geschwister.
Inzwischen
hat Malik ein gewisses Grundverständnis für Recht und Unrecht entwickelt
und sich eine eigene Meinung darüber gebildet, beurteilt Wölfe nach
ihrem Verhalten, aber verurteilt sie nicht. Seine extreme
Oberflächlichkeit, die ihn zu Anfang prägte, hat mit seinem Blick auf
das Verhalten anderer Wölfe nachgelassen und ist in den Hintergrund
gerückt. Nun zählt für ihn, wer nett ist - und wer nicht.
JAKASH
CAIYÉ: "Malik ist nicht wie Isaí. Er hat nicht den Mut seines
Bruders, aber dafür auch nicht dessen Übermut. Sein Selbstvertrauen
zieht er aus seinem Stolz - Stolz auf seine Herkunft und auf sein
Aussehen, und beides zurecht. Malik ist klug, aber mir scheint, dass
seine Sicht auf die Dinge getrübt wird durch den Neid auf seine
Geschwister. Dabei ist diese Rivalität gar nicht nötig, und ich hoffe,
er begreift das irgendwann..."
LINALEE: „M-malik… hat mich
am Anfang… nicht gemocht, glaube ich. D-das liegt nicht an ihm, nur… er,
ähm, er i-ist ein bisschen kompli-ziert und… da h-hab ich ihn nicht
sofort verstanden. Er… er ist ein sehr netter Wolf, aber er ist auch
ganz l-leicht eingeschnappt, wenn man nicht mit ihm Spielen will oder…
man lieber schlafen will. Aber ich finde es g-gut, dass er so schnell
für e-etwas brennt. Und wenn er mit den Älteren re-redet, dann… also,
hm. D-das klingt ein bisschen… merkwürdig… jetzt, aber… Malik steht,
gl-glaube ich, ganz gerne im Mittelpunkt und… das ist gut weil… weil ich
es dann nicht tue. V-ver-steht man m-mich? Er kann einem da s-sehr
helfen, wenn er merkt, dass es un…angenehm für mich wird. Er merkt d-das
schnell, er merkt viele Sachen schneller, als andere. Und… naja manchmal
ärgert er m-mich dann auch, also… er merkt es, aber… mh, naja, er macht
dann nichts. Oder macht es schl-limmer. A-aber das ist so bei
Geschwistern, nicht wahr? Er ist s-sehr vorsichtig bei neuen Sachen,
oder bei a-anderen Wölfen, aber ich glaube das liegt auch da-ran, dass
er allen… gefallen möchte. Ich glaube, Malik wäre gerne… ein Freund von
jedem und… weil er ein b-bisschen nachtragend ist, a-aber sonst ein ganz
toller Wolf, möchte auch je-jeder sein Freund sein und… da h-hab ich es
schon gut, dass er mein Bruder ist… er ist n-nicht so nachsichtig mit
mir wie Isaí, a-aber doch schon… ganz l-lieb.“
begeisterungsfähig
• ruhig • interessiert • grossherzig • liebevoll
launisch •
eifersüchtig • empfindlich • scheu • voreingenommen
Let’s leave no words unspoken
And save regrets for the broken
Seine Familie bedeutet Malik sehr viel, allen voran natürlich seine
Eltern. Bei beiden findet er Geborgenheit, Ruhe und Verständnis und er
liebt Jakash und Sheena über alles. Obwohl er nicht pausenlos an den
beiden hängt, ist er doch noch ziemlich abhängig von ihnen. Zu seinem
Vater blickt er auf, er ist für ihn DIE Person schlechthin, ein
unfehlbarer, starker, mächtiger Wolf - ein riesiges Vorbild. Das, was in
seinem Kopf die Bedeutung seines Namens verkörpert, ein König. Genau
das, was er selbst einmal werden möchte, wenn er groß ist.
Sheena
liebt er dafür, dass sie da ist, dass sie ihm Wärme und Zuflucht gibt
und das Gefühl, wirklich geliebt zu werden. Zwar hat er sie beinahe nie
nur für sich, aber das betrachtet er nicht als ihren Fehler. Sie ist das
Zentrum seiner kleinen Welt, der sicherste Ort an den er sich
zurückziehen kann.
Die Beziehung zu seinen drei Geschwistern kann man
durchaus als kompliziert bezeichnen. Aufgrund seiner Eifersucht fällt es
Malik schwer, sie richtig in sein Herz zu schließen. Dass Isaí mehr
Kontakte im Rudel hat und sich mit Tyraleen versteht - damit hat sich
Malik schon abgefunden. Er misstraut seinem roten Bruder noch immer,
doch seine starke Abneigung hat sich gelegt und ist zu einem
vorsichtigen Annähern geworden. So wenig Malik es auch zugeben will, er
braucht seinen großen Bruder als Orientierung und Ansporn und liebt ihn
wohl mehr als seine beiden Schwestern. Mit ihm hatte er unweigerlich
mehr zu tun.
Tinca war ihm von Anfang an ein Dorn im Auge - ein
schwaches Würmchen, um das sich alle Sorgen machten. Die Eifersucht war
entflammt wie ein Feuer und ließ sich seitdem nicht mehr löschen, auch
wenn sich der Rüde seiner ängstlichen Schwester inzwischen etwas
angenähert hat. Ihren neuen Namen hat er akzeptiert und sieht davon ab,
sie mit ihrem alten zu ärgern. Wenn die beiden älter werden, werden sie
möglicherweise noch etwas enger zusammen rücken.
Mit Taleesha hatte
Malik bisher nur wenig zu tun. Er weiß sie nicht einzuschätzen, ist sich
nur im Klaren, dass Isaí und sie sich bestens verstehen. Auch deshalb
bleibt ihm nur Linalee, um sich ebenfalls als Bruder aufspielen zu
können. Seine Bindung zu Taleesha ist brüchig, kaum richtig vorhanden -
aber vielleicht auch noch in der Lage, sich zu entwickeln.
Sein Pate war für Malik
trotz der kurzen Zeit, die sie sich kannten, eine unglaublich wichtige
Person. Malik liebte Madoc, vergötterte ihn fast und sah in ihm ein
höheres Wesen. Beeindruckt von seinem Aussehen und seiner starken, fast
abweisenden Ausstrahlung fühlte er sich mehr als geehrt, dass sich Madoc
nur um ihn kümmerte. Ihm verdankte er sein Patengeschenk, eine
große Muschel, die im Inneren aus Perlmutt bestand und glitzerte wie
Wasser im Sonnenlicht. In ihr entdeckte Malik zum ersten Mal sein
Spiegelbild und hielt es für einen anderen Wolf, der in der Muschel
lebte. Nur Madoc wusste von diesem Glauben. Sein verschwinden traf den
Welpen hart, doch da der Feuerberg ausbrach, konnte er unmöglich
umkehren, um nach ihm zu suchen. Malik hofft bis heute, dass Madoc eines
Tages wieder vor ihm steht.
Großeltern
mütterlicherseits: Hanako (†) & Hidoi (†)
Großeltern
väterlicherseits: Shani Caiyé & Hiryoga
Urgroßeltern
väterlicherseits: Banshee (†) & Acollon (†)
Tanten
väterlicherseits: Rakshee, Kursaí Akihiko & Sharíku
Onkel
mütterlicherseits: Katsu Kyoto (†) & Hikaji (?)
Großtanten
väterlicherseits: Malicia, Parveen, Kisha, Tyraleen, Daylight, Amáya
Großonkel väterlicherseits: Averic, Cylin (†), Merawin (†), Lunar
Großcousinen: Caylee, Avendal, Atalya, Amúr
Großcousins:
Chardím, Chanuka, Turién, Tascurio (†)
I’m not afraid of anything
I’ve got the whole world in front of
me
Malik hatte noch nicht besonders
viel Zeit, um seine eigene kleine Geschichte zu schreiben. Zu sagen
bleibt, dass er im Herbst geboren wurde, weil sich das Wetter im Sommer
plötzlich so stark verändert hatte, dass die Wölfe der Sternenwinde
erneut in die Ranz kamen. Darauf folgten die vier Geschwister,
hineingeboren in eine ungünstige Jahreszeit, in der sich alles zu
verändern schien. Zuerst setzten immer öfter Erdbeben ein und
erschütterten das Land und als Krönung des Ganzen brach Feuer aus einem
Berg aus und verwüstete die Landschaft. So musste das Rudel fortziehen,
mit ihm natürlich die viel zu jungen Welpen, die für den Winter noch gar
nicht gewappnet waren.
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Ich schreibe mir Powderblue (#B0E0E6 ), habe die Regeln
gelesen, verstanden und akzeptiert und erlaube es nur im äußersten
Notfall, Malik weiterzugeben. Der Steckbrief dürfte als Anregung dienen,
mehr aber nicht. Eine andere Lösung sollte wenn möglich aber bevorzugt
werden, beispielsweise sein Verschwinden.