Malik • König • 11 Wochen • Timberwolf • Engaya

» Mein vollständiger Name lautet 'Malik Hikaji'. Aber niemand ruft mich so, da bekommt man ja einen Knoten in die Zunge! Hikaji ist ein Onkel von mir, der nicht mehr im Rudel ist. Zur Erinnerung an ihn habe ich seinen Namen bekommen, was ich komisch finde. Aber man nennt mich ja nur Malik, deshalb ist das in Ordnung, Man kann mich 'Maaa - lik' rufen, oder auch 'Ma - Liiiik', das ist mir egal und ich mag beides gern. Und beides bedeutet in irgendeiner fremden Sprache "König". Was genau ein König ist, weiß ich nicht, aber Mama hat gesagt, dass das ein weiser, starker Rüde ist, der über viele andere Wölfe herrscht. Wenn das nicht eine tolle Bedeutung ist - auch wenn ich kein richtiger König bin. Ich bin schließlich erst neun Wochen alt und ein König kann kein Welpe sein. Aber später vielleicht ...
Das mit meiner Rasse ist da schon komplizierter. Mama ist ein Timberwolf und Papa ist ein gemischter Timberwolf. Dadurch bin ich eigentlich auch ein Timberwolf mit ein bisschen Mischung von anderen Wölfen, aber weil das viiiiel zu lang wäre, bin ich eben nur ein Timberwolf. Das ist leichter zu erklären und ... ich verstehe es auch besser so.

Dann ist da noch die Sache mit meinem Glauben. Ich glaube ganz fest daran, dass Engaya und Fenris irgendwo sind, bestimmt in den Sternen. Manchmal kommen sie zu uns und helfen uns oder tun andere Dinge. Fenris tut gern fiese Dinge, traurige Dinge und er macht, dass Wölfe zu Sternen werden und nie wieder zurück können. Engaya dagegen hilft vielen Wölfen und sie hat gemacht, dass ich ihr dabei helfen kann, Wölfen zu helfen. Das ist kompliziert, jedenfalls kann ich etwas Besonderes, von dem ich ganz lange nichts wusste. Engaya braucht mich, deshalb glaube ich an sie. «



All I want is a place to call my own
And mend the hearts of everyone who feels alone


Hätte man seine Geschwister nicht zum Vergleich, würde man Malik für jünger halten, als er ist. Er ist kleiner und zarter als es für sein Alter üblich wäre, scheint ein bisschen in der körperlichen Entwicklung hinterher zu hinken. Das dichte weiße Fell verdeckt zwar, wie grazil er wirklich ist, doch spätestens im nächsten Frühjahr wird sich zeigen, dass er wohl niemals zu einem massigen, muskulösen Rüden heranwachsen wird. Auch ist noch nicht eindeutig zu sagen, ob er im Wurf der einzige ist, dem der Zeitpunkt der Geburt und die darauf folgenden Strapazen des Winters körperlich so zusetzten. Auf den ersten Blick könnte man den Welpen eher für eine kleine Fähe halten, denn auch Maliks Kopf ist eher schmal und wird nur durch den von frühem Winterfell durchsetzten Welpenpelz abgerundet. Dass dieser sehr hell erscheint, steht im Gegensatz zu seinen obsidianschwarzen Augen. Nur bei genauem Hinsehen erkennt man seine Pupillen, die nicht etwa so geweitet sind, dass sie die Iris überdecken, sondern sich einfach kaum von dieser abheben. Durch eine Laune der Natur ist das Melanin im Körper des jungen Rüden sehr ungleichmäßig verteilt und sorgt zwar dafür, dass er eine schwarze Nase und schwarze Augen hat, seine Pfotenballen und die Haut unter seinem Fell aber rosa bleiben. Ein Gendefekt, der als Leuzismus, bekannt ist, Malik aber nie etwas sagen wird.


6,5 kg • 31 Zentimeter • körperlich unterentwickelt • leichter Leuzismus




Der Charakter eines Welpen ist so wandel- wie formbar und schwer zu beschreiben, es sei den die Beschreibung gilt nur für genau diesen Moment. So lässt sich auch Malik nur schwer aussagekräftig charakterisieren und es lässt sich deutlich erahnen, wie viele Wandlungen dem kleinen Wolf noch bevorstehen werden. Grundsätzlich ist Malik ein unkomplizierter Welpe, der allen gefallen möchte und es über alles liebt, Geschichten zu hören und die ungeteilte Aufmerksamkeit eines Erwachsenen zu bekommen. Irgendjemand muss ihm dringend noch erklären, dass Neid und Eifersucht schlechte Gefühle sind, die er besser nicht zulassen sollte, denn im Augenblick drängen sie sich noch recht oft in ihm nach oben. Seine Geschwister hat er zwar gern, doch er sieht sie gleichzeitig als Konkurrenten und bevorzugt es, mit erwachsenen Wölfen zu spielen. Es ist daher kein Wunder, dass seine Gabe erst etwas später auftrat, denn Malik neigt zu kindlichem Egoismus, möchte ungern teilen. Genau das wird er jedoch müssen, wenn allen - und ihm selbst - ersteinmal klar ist, welches Geschenk er von Engaya erhalten hat. Oder ist es doch eher eine schwierige Aufgabe, die er zu erfüllen hat?

Der weiße Welpe liebt alles Schöne; alles was glänzt, glitzert, leuchtet. Ungewöhnlichem steht er dagegen eher skeptisch gegenüber und ist nicht unbedingt der Erste, der neugierig ins Unbekannte läuft. Auch wilde Spiele sind nicht unbedingt das, was er liebt. Verlieren ist nichts für ihn und da die körperlichen Unterschiede zu seinen Geschwistern langsam sichtbar werden, hat er nicht mehr die besten Karten in gemeinsamen Spielen. Er sieht ihnen lieber zu und bevorzugt es, mit einem erwachsenen Wolf zu kuscheln oder zu spielen. Die lassen einen nämlich wenigstens gewinnen, so dass sie dem Welpen schon grundsätzlich sympathischer sind als seine Geschwister.
Inzwischen hat Malik ein gewisses Grundverständnis für Recht und Unrecht entwickelt und sich eine eigene Meinung darüber gebildet, beurteilt Wölfe nach ihrem Verhalten, aber verurteilt sie nicht. Seine extreme Oberflächlichkeit, die ihn zu Anfang prägte, hat mit seinem Blick auf das Verhalten anderer Wölfe nachgelassen und ist in den Hintergrund gerückt. Nun zählt für ihn, wer nett ist - und wer nicht.

JAKASH CAIYÉ: "Malik ist nicht wie Isaí. Er hat nicht den Mut seines Bruders, aber dafür auch nicht dessen Übermut. Sein Selbstvertrauen zieht er aus seinem Stolz - Stolz auf seine Herkunft und auf sein Aussehen, und beides zurecht. Malik ist klug, aber mir scheint, dass seine Sicht auf die Dinge getrübt wird durch den Neid auf seine Geschwister. Dabei ist diese Rivalität gar nicht nötig, und ich hoffe, er begreift das irgendwann..."

LINALEE: „M-malik… hat mich am Anfang… nicht gemocht, glaube ich. D-das liegt nicht an ihm, nur… er, ähm, er i-ist ein bisschen kompli-ziert und… da h-hab ich ihn nicht sofort verstanden. Er… er ist ein sehr netter Wolf, aber er ist auch ganz l-leicht eingeschnappt, wenn man nicht mit ihm Spielen will oder… man lieber schlafen will. Aber ich finde es g-gut, dass er so schnell für e-etwas brennt. Und wenn er mit den Älteren re-redet, dann… also, hm. D-das klingt ein bisschen… merkwürdig… jetzt, aber… Malik steht, gl-glaube ich, ganz gerne im Mittelpunkt und… das ist gut weil… weil ich es dann nicht tue. V-ver-steht man m-mich? Er kann einem da s-sehr helfen, wenn er merkt, dass es un…angenehm für mich wird. Er merkt d-das schnell, er merkt viele Sachen schneller, als andere. Und… naja manchmal ärgert er m-mich dann auch, also… er merkt es, aber… mh, naja, er macht dann nichts. Oder macht es schl-limmer. A-aber das ist so bei Geschwistern, nicht wahr? Er ist s-sehr vorsichtig bei neuen Sachen, oder bei a-anderen Wölfen, aber ich glaube das liegt auch da-ran, dass er allen… gefallen möchte. Ich glaube, Malik wäre gerne… ein Freund von jedem und… weil er ein b-bisschen nachtragend ist, a-aber sonst ein ganz toller Wolf, möchte auch je-jeder sein Freund sein und… da h-hab ich es schon gut, dass er mein Bruder ist… er ist n-nicht so nachsichtig mit mir wie Isaí, a-aber doch schon… ganz l-lieb.“


begeisterungsfähig • ruhig • interessiert • grossherzig • liebevoll

launisch • eifersüchtig • empfindlich • scheu • voreingenommen




Let’s leave no words unspoken
And save regrets for the broken


 

Seine Familie bedeutet Malik sehr viel, allen voran natürlich seine Eltern. Bei beiden findet er Geborgenheit, Ruhe und Verständnis und er liebt Jakash und Sheena über alles. Obwohl er nicht pausenlos an den beiden hängt, ist er doch noch ziemlich abhängig von ihnen. Zu seinem Vater blickt er auf, er ist für ihn DIE Person schlechthin, ein unfehlbarer, starker, mächtiger Wolf - ein riesiges Vorbild. Das, was in seinem Kopf die Bedeutung seines Namens verkörpert, ein König. Genau das, was er selbst einmal werden möchte, wenn er groß ist.
Sheena liebt er dafür, dass sie da ist, dass sie ihm Wärme und Zuflucht gibt und das Gefühl, wirklich geliebt zu werden. Zwar hat er sie beinahe nie nur für sich, aber das betrachtet er nicht als ihren Fehler. Sie ist das Zentrum seiner kleinen Welt, der sicherste Ort an den er sich zurückziehen kann.


 

Die Beziehung zu seinen drei Geschwistern kann man durchaus als kompliziert bezeichnen. Aufgrund seiner Eifersucht fällt es Malik schwer, sie richtig in sein Herz zu schließen. Dass Isaí mehr Kontakte im Rudel hat und sich mit Tyraleen versteht - damit hat sich Malik schon abgefunden. Er misstraut seinem roten Bruder noch immer, doch seine starke Abneigung hat sich gelegt und ist zu einem vorsichtigen Annähern geworden. So wenig Malik es auch zugeben will, er braucht seinen großen Bruder als Orientierung und Ansporn und liebt ihn wohl mehr als seine beiden Schwestern. Mit ihm hatte er unweigerlich mehr zu tun.
Tinca war ihm von Anfang an ein Dorn im Auge - ein schwaches Würmchen, um das sich alle Sorgen machten. Die Eifersucht war entflammt wie ein Feuer und ließ sich seitdem nicht mehr löschen, auch wenn sich der Rüde seiner ängstlichen Schwester inzwischen etwas angenähert hat. Ihren neuen Namen hat er akzeptiert und sieht davon ab, sie mit ihrem alten zu ärgern. Wenn die beiden älter werden, werden sie möglicherweise noch etwas enger zusammen rücken.
Mit Taleesha hatte Malik bisher nur wenig zu tun. Er weiß sie nicht einzuschätzen, ist sich nur im Klaren, dass Isaí und sie sich bestens verstehen. Auch deshalb bleibt ihm nur Linalee, um sich ebenfalls als Bruder aufspielen zu können. Seine Bindung zu Taleesha ist brüchig, kaum richtig vorhanden - aber vielleicht auch noch in der Lage, sich zu entwickeln.



Sein Pate war für Malik trotz der kurzen Zeit, die sie sich kannten, eine unglaublich wichtige Person. Malik liebte Madoc, vergötterte ihn fast und sah in ihm ein höheres Wesen. Beeindruckt von seinem Aussehen und seiner starken, fast abweisenden Ausstrahlung fühlte er sich mehr als geehrt, dass sich Madoc nur um ihn kümmerte. Ihm verdankte er sein Patengeschenk, eine große Muschel, die im Inneren aus Perlmutt bestand und glitzerte wie Wasser im Sonnenlicht. In ihr entdeckte Malik zum ersten Mal sein Spiegelbild und hielt es für einen anderen Wolf, der in der Muschel lebte. Nur Madoc wusste von diesem Glauben. Sein verschwinden traf den Welpen hart, doch da der Feuerberg ausbrach, konnte er unmöglich umkehren, um nach ihm zu suchen. Malik hofft bis heute, dass Madoc eines Tages wieder vor ihm steht.




Großeltern mütterlicherseits: Hanako (†) & Hidoi (†)
Großeltern väterlicherseits: Shani Caiyé & Hiryoga
Urgroßeltern väterlicherseits: Banshee (†) & Acollon (†)
Tanten väterlicherseits: Rakshee, Kursaí Akihiko & Sharíku
Onkel mütterlicherseits: Katsu Kyoto (†) & Hikaji (?)
Großtanten väterlicherseits: Malicia, Parveen, Kisha, Tyraleen, Daylight, Amáya
Großonkel väterlicherseits: Averic, Cylin (†), Merawin (†), Lunar
Großcousinen: Caylee, Avendal, Atalya, Amúr
Großcousins: Chardím, Chanuka, Turién, Tascurio (†)





I’m not afraid of anything
I’ve got the whole world in front of me


Malik hatte noch nicht besonders viel Zeit, um seine eigene kleine Geschichte zu schreiben. Zu sagen bleibt, dass er im Herbst geboren wurde, weil sich das Wetter im Sommer plötzlich so stark verändert hatte, dass die Wölfe der Sternenwinde erneut in die Ranz kamen. Darauf folgten die vier Geschwister, hineingeboren in eine ungünstige Jahreszeit, in der sich alles zu verändern schien. Zuerst setzten immer öfter Erdbeben ein und erschütterten das Land und als Krönung des Ganzen brach Feuer aus einem Berg aus und verwüstete die Landschaft. So musste das Rudel fortziehen, mit ihm natürlich die viel zu jungen Welpen, die für den Winter noch gar nicht gewappnet waren.

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Ich schreibe mir Powderblue (#B0E0E6 ), habe die Regeln gelesen, verstanden und akzeptiert und erlaube es nur im äußersten Notfall, Malik weiterzugeben. Der Steckbrief dürfte als Anregung dienen, mehr aber nicht. Eine andere Lösung sollte wenn möglich aber bevorzugt werden, beispielsweise sein Verschwinden.