A L L G E
M E I N E S
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• Name •
Aszrem
• Bedeutung •
/
• Titel •
- Soweit die Pfoten tragen -
•
Rasse •
Timberwolf
• Geschlecht •
Rüde
• Alter •
6 Jahre
• Glaubenszugehörigkeit •
Neutral
A U S S E H E N
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• Aussehen •
Aszrem ist ein recht großer, stattlicher Rüde. Sein
kräftiger Körper ist zäh und ausdauernd durch jahrelange Wanderungen und
unzählige Kämpfe gegen Artgenossen. Seine Muskeln zeichnen sich daher gut,
jedoch nicht protzig unter seinen schwarzbraunen Fell ab. Goldgelb heben sich
seine Augen von seinem dunklen Gesicht ab, und verleihen damit seiner meist
neutralen Mimik einen gewissen intensiven Ausdruck. Sein Schritt ist federnd,
eine Gangart, die besser für lange Wegstrecken geeignet ist, spart sie doch
Kraft und erhöht somit die Ausdauer.
• Fellfarbe •
schwarzbraun
• Augenfarbe •
goldgelb
• Größe •
92 cm
• Gewicht •
68 kg
• Körperbau •
kräftig
• Besonderheiten •
/
C H A R A K T E
R
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•
Charakter •
Aszrem tritt stets still und möglichst
unauffällig auf, was jene, die dennoch Notiz von ihm nehmen, fälschlicherweise
als Gleichgültigkeit interpretieren. Nicht selten wird er daher auch für
emotionslos, gar kalt, gehalten. In Wahrheit beobachtet und lauscht er
aufmerksam, höchst interessiert an allem, was um ihn herum passiert. Aus
Angelegenheiten anderer Wölfe hält er sich in der Regel heraus und erwartet im
Gegenzug auch seinerseits weder Hilfe noch Rat. Für viele wirkt er daher
distanziert, nahezu unnahbar, was ihn nur sehr schwer Freunde gewinnen lässt. In
der Regel ist er tatsächlich nicht an einer Freundschaft interessiert, obgleich
er sich um ein gutes Zusammenleben bemüht und in Notsituationen auch
bereitwillig Hilfe anbietet. Auf Provokationen geht er nie sofort ein und zieht
es vor, verbale Attacken schlichtweg zu ignorieren, da er eine reaktion als
seiner nicht würdig empfindet. Bleibt der Herausforderer jedoch hartnäckig oder
lässt sich zu Drohgebärden hinreißen, wandelt sich Aszrems Verhalten blitzartig.
Aus dem ruhigen Rüden wird dann ein rücksichtsloser Kämpfer, der um seine Stärke
weiß und seinen Gegner nach Möglichkeit gnadenlos zu Boden ringt. Auch schreckt
er nicht davor zurück, einen Kontrahenten auch nach dessen Niederlage schwer zu
verletzen, sollte dieser ihm noch immer den nötigen Respekt verweigern. Wer
Aszrem zuvor noch nie derartig erlebt hat, erschrickt meist gewaltig vor dieser
Verwandlung.
• Charakterzitat •
(folgt)
• Besonderheiten •
Kann ungeahnt gnadenlos werden
• Stärken / Schwächen •
+ pflichtbewusst
+
aufmerksam
+ unparteiisch
+ guter Kämpfer
- wirkt
distanziert/emotionslos
- trockener Humor/sarkastisch
- nachtragend
-
streng
H E R K U N F T
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• Herkunft •
Ebene von Minhirr
• Geburtsrudel •
Windläufer
• Rang •
/
• Leibliche Familie •
Vater: Koskar
Mutter: Shana
Brüder: Rasznir,
Tyrlin
Schwestern: Hunaka, Ilana
Ehemaliger Gefährte: /
Welpen: /
• Familie im Rudel •
(Stief-/Zieh-) Vater: /
(Stief-/Zieh-) Mutter: /
(Stief-/Halb-) Geschwister: /
Geschwister im
Geiste: /
Gefährte/in: Nyota (verstorben)
(Adoptiv) Welpen: Nerúi
• Geschichte •
„Hast du dich je gefragt, was hinter den Bergen liegt?“
Aszrem starrte in die Ferne, wo sich am Horizont die blaugrauen Zackengipfel des
Rhan-Gebirges erstreckten.
„Das Ende der Welt, ist doch ganz klar. Rashgar
sagt, dahinter werden die Sterne geboren.“
Aszrem sah Rasznir zweifelnd an,
widersprach seinem älteren Bruder jedoch nicht. Rashgar mochte als ältester Wolf
des Rudels zwar eine Menge wissen und die Geschichten und Legenden dieser Welt
in und auswendig kennen, aber Aszrem schienen die meisten davon einfach viel zu
unglaublich, um wahr zu sein. Er setzte zu einer weiteren Frage an, aber Rasznir
ahnte seine Worte voraus und kam ihm zuvor:
„Und nein, niemand ist jemals auf
die Gipfel gestiegen und hat nachgesehen. Sie sind viel zu hoch, und dort oben
weht der Wind viel zu stark und zu kalt. Sie sind unüberwindlich.“
Aszrem sah
erneut zu den fernen Gebirgszügen und schwieg. Er wollte die Autorität seines
Bruders nicht in Frage stellen und ihn mit weiteren Fragen beleidigen. Rasznir
war der Erstgeborene und würde einmal Alpha werden. Er war ihm Respekt schuldig.
„Komm, kehren wir zurück, die anderen warten schon.“
Aszrem nickte und folgte
seinem Bruder den Pfad durch das hohe Riedgras zurück, den sie gekommen waren.
Koskar hatte sie ausgeschickt, um in diesem Teil des Reviers nach Beute Ausschau
zu halten und erwartete inzwischen wohl schon ihren Bericht. Der würde nicht
sehr lang werden – sie hatten kaum eine Spur von Wild gefunden, für diese
Jahreszeit kaum verwunderlich.
Auf Wildschau zu gehen war für Jährlinge Teil
des Jagdtrainings, und es erfüllte Aszrem mit Stolz, schon ohne Begleitung eines
erfahrenen Jägers auf Spurensuche gehen zu dürfen. Sein Bruder, einen Wurf zuvor
geboren, zählte nicht wirklich, denn er stand selbst auch erst vor seiner
letzten Jagdprüfung.
Im Lager war der Jagdtrupp schon versammelt und die
anderen Späher schon zurückgekehrt. Die Brüder gesellten sich dazu, wobei Aszrem
seinem Bruder das Reden überliess. Dafür verfolgte er aufmerksam jedes Wort, das
gesprochen wurde, und so wusste er anhand vieler kleiner Anzeichen, dass die
Jäger beunruhigt waren, obwohl kein Wort darüber verloren wurde. Aszrem
vermutete, dass die Herden länger ausblieben als gewohnt.
An diesem Tag fand
keine Jagd mehr statt. Am Abend erzählte Rashgar wie üblich den Jungwölfen eine
der vielen Geschichten, aber diesmal hörte Aszrem nicht wirklich zu – er kannte
ohnehin jedes Wort auswendig. Dafür dachte er einmal mehr an die Berge am
Horizont…
Am nächsten Morgen war Aszrem fort. Niemand bemerkte zunächst
sein Fehlen, bis Rasznir erneut mit ihm auf Wildschau gehen sollte. Selbst eine
gründliche Suche ergab nichts, Aszrems Spur verlor sich an einem Bach eine halbe
Meile entfernt…
Ganze vier Wochen brauchte es, um den Fuss der Berge zu
erreichen, und fast zwei weitere, sie zu überqueren. Aszrems Glück war es, einen
Pass zu finden und so recht geschützt vor den eisigen Winden durch das Gebirge
ziehen zu können. Was der junge Wolf fand, war nicht das Ende der Welt. Es war
erst der Anfang…
___ . ___
Seine Reisen führten den jungen Rüden um
die ganze Welt, zumindest gefühlt. Drei Jahre lang ließ er sich von Wind,
Instinkt und Gefühl treiben. Manchmal traf er auf Artgenossen, die aus den
verschiedensten Gründen wie er selbst allein, zu zweit, aber höchstens zu dritt
umher streiften. Ausgestoßene, Suchende und solche, die einfach so dahin lebten
wie Aszrem selbst. Einige waren freundlich. Andere gefährlich. Aszrem lernte zu
jagen und zu kämpfen - und er lernte es schnell. Vor allem aber lernte er die
hohe Kunst des genauen und neutralen Beobachtens. Obwohl er die meisten Zeit
seiner Wanderung allein war, fühlte er sich nie einsam. Er lernte zu lieben, was
er hatte - die Ruhe, das Laufen und die vielen tausenden Details, die allen
anderen meistens verborgen blieben.
Und doch. Irgendwann erwachte in ihm die
Sehnsucht nach der Geborgenheit eines Rudels, nach Gemeinschaft. Er wollte nicht
für den Rest seines Lebens bleiben und wahrscheinlich würde er nicht einmal
wirklich lange bleiben. Aber ein wenig Zeit wieder unter anderen Wölfen zu
verbringen, die nicht nur wanderten und sich zeitweilig Gesellschaft leisteten,
war seltsam verlockend.
Hoch oben im Schee eines Gebirges fand er - zu
seiner Verwunderung - ein paar Monde später das Rudel der Sternenwinde, die aus
ihrem angestammten Revier vertrieben worden waren. Er schloss sich ihnen an und
half ihnen, ihr Tal zurück zu erobern. Fortan fügte er sich in das Rudelleben
ein, beobachtete, aber fühlte sich nie als Teil dieser Gemeinschaft. Es störte
ihn nicht, wollte er doch ohnehin bald wieder fortziehen. Doch das Schicksal
bescherte ihm eine Zugehörigkeit, die er weder hier hatte finden wollen, noch je
gehofft hatte sie zu finden: Eine Gefährtin. Eine Liebe. Nyota.
Aszrem blieb.
Aus der Verbindung ging eine einzige Tochter hervor: Nerúi. Aszrem fand sich im
Familienglück wieder, ein Glück, das bald von einer nie gekannten gefahr bedroht
wurde. Das Tal verschwand Stück für Stück im Nichts, löste sich auf, wurde
verschlungen. Das Rudel hoffte und bangte und blieb, bis kaum mehr etwas übrig
war. Erst dann flohen sie: ein kleiner Trupp erkundete mögliche Wege, während
das Rudel folgte. Und es begab sich hier, dass seine erste und einzige Liebe ihm
entrissen wurde. Nyota musste ihr Leben lassen. Unwiederbringbar verloren, bis
sie sich vielleicht im Jenseits wiederfinden würden. Nerúi war nun alles, was
ihm blieb, sollten sie dem Nichts entkommen können...