Aléya
13.09.2011, 22:30

Weit holten die langen Läufe der Jungfähe aus, versuchten stetig immer mehr Distanz zu gewinnen. Die Ohren der Hellen waren an den Hinterkopf gepresst, ein leicht verschreckter Ausdruck hatte sich in die hellen Seelenspiegel verirrt. Eine ganze Weile lief sie nun schon im gestreckten Wolfsgalopp durch den Wald, wich möglichst unbeschadet diversen Bäumen aus und tauchte, mehr oder weniger erfolgreich, unter ihren Ästen hindurch. Das seltsame Gefühl, welches sie beschlichen hatte, ließ sie noch immer nicht in Ruhe. Es prickelte in ihrem Körper, nur wenn sie sich bewegte, war es weniger intensiv. Außerdem war da eine Art eiskalter Hauch, wie ein schwerer Atem, der ihre Nackenhaare aufstellen ließ. Er blies in ihren Nacken, ihre Ohren, doch der Wind jaulte laut genug, um es zu übertönen. Ein verzweifeltes, abwehrendes Jaulen entglitt ihrem Fang, als der schmale Körper gegen etwas prallte, zurück geschleudert wurde und keuchend zu Boden ging.
Ave!

Avendal
21.09.2011, 18:53

Avendal reckte ihren Hals dem Himmel empor. Der Wind fuhr ihr durch das seidige Fell, während sie einfach nur dastand und nicht wirklich wusste was sie tun sollte. Zumindest war sie allein. Sie hob eine Pfote an und scharrte über den Boden, dann hob sie wieder ihren Kopf als hätte sie etwas gehört. Hatte sie eigentlich auch. Ihre Ohren zuckten und viel zu spät bemerkte sie wie etwas die helle Fähe rammte. Avendal schlug zur Seite und rollte über den Boden. Was war denn das gewesen? Sie hob den Kopf und spuckte Dreck und Staub ehe sie den Kopf herum wandte.

"Aléya?",

fragte sie verwundert und erhob sich um zu ihrer Freundin hinüber zu trotten.

Aléya
21.09.2011, 21:05

Bebend hoben und senkten sich die Seiten der Fähe, ihre Flanken zuckten noch vom schnellen Lauf. Das abruppte Stehen hatte sie - im wahrsten Sinne - aus der Bahn geworfen. Ein wenig schmummrig vor Augen, die Ohren noch immer an den Hinterkopf gepresst, hob sich der helle Blick und fokussierte nun etwas deutlicher ihre beste Freundin. Diese kam nun langsam näher.

"Ist... ist es noch da?", fragte sie, den Blick aus den großen Augen über die Bäume schweifend. "Äh... ich meine... hallo... wie geht's?"

Sie sollte sich nichts anmerken lassen, nur nichts anmerlen lassen, schoss es ihr durch den Kopf und schnell, vielleicht auch ein wenig zu schnell, stand die Weiße wieder auf ihren Pfoten.

Avendal
07.10.2011, 17:37

Avendal hob überrascht ihren Blick und nahm ihre beste Freundin ins Visier, während sie selbst sich auf die Pfoten hob und den Körper schüttelte. Der Aufprall war hart gewesen und ihr schoss es sofort durch den Kopf warum Aléya nur so gehetzt war, sie wirkte allein schon so als wäre sie vor irgendetwas auf der Flucht. Die Frage die über die Lefzen kam verwirrte die Helle dann natürlich noch mehr und Avendal ließ ihren Kopf zu den Bäumen und Büschen wandern. Wer sollte den noch hier sein? Fragend sah sie wieder zu Aléya.

"Was soll denn noch da sein?",

wollte die Einjährige wissen, kam näher an ihre Freundin und ließ ihre Schnauze in des helle Fell gleiten. Sie machte sich Sorgen um Aléya, sie wirkte so verdammt nervös, was war nur los mit ihr?

"Mir geht es gut ... und dir?", stellte die Fähe sofort als Gegenfrage.

Aléya
12.10.2011, 16:36

Der Aufprall war wohl hart gewesen, doch versuchte sich die Helle möglichst nichts anmerken zu lassen. Die Pfoten in den Boden gestemmt verharrte sie, versuchte den verschreckten Ausdruck los zu werden. Schnell blinzelte Aléya, als ihre beste Freundin näher kam und die Schnauze in ihr Fell gleiten ließ. Sofort wollten sich die Muskeln der Hellen entspannen. Es konnte nichts passieren, sie war hier zu Hause und Avendal war da. Zur selben Zeit machte ihr Herz einen sorgenvollen Satz. Sie wollte nicht, dass sich die ebenfalls Weiße Sorgen machte oder glaubte, sie wäre wie ein ängstlicher Hase vor irgendetwas davon gestürmt.

Ach... schon gut“, seufzte sie leise. Sie konnte Avendal weder anlügen, noch ihr die Wahrheit sagen. „Ich bin okay, danke.“ Langsam drehte sich der Hals der Jungfähe und sie begann zärtlich das Fell ihrer Freundin zu knabbern.