Ethelion
14.04.2010, 20:12

[Was lange währt, ... xD]

Der Schwarze beäugte die weiße Fähe zunächst aus einem Versteck heraus, in das er sich lautlos zurückgezogen hatte, nachdem er sie bemerkt hatte. Sie hatte ein weißes Fell mit grauen Maserungen und strahlend grüne Augen, mit denen sie sich suchend umschaute. Zumindest kam es Ethelion so vor. Er konnte eine Art Verlassenheit in diesem Blick spüren, wie er sie selbst oft empfunden hatte, nachdem... Nein, daran wollte er nicht denken! Aber die Fähe schien nicht direkt zu trauern, sie wirkte eher einsam.

'Nun, so verstreut, wie dieses Rudel lebt, kann man sich schon mal verlassen vorkommen.'

Ethelion hatte, seitdem er Averic und Takashi verlassen und den Wald betreten hatte, keinen anderen Wolf mehr gewittert; geschweige denn gesehen. Die weiße Fähe war der Erste, was den Fenrissohn selbstsicherer werden ließ. Mit einer einzelnen Wölfin würde er im Notfall fertig werden. Nicht, dass er es auf einen Kampf anlegte! Keineswegs. Aber heutzutage musste man mit allem rechnen. Schließlich meldete sich erneut sein Magen zu Wort und rief ihm in Erinnerung, warum er den Wald überhaupt betreten hatte: Zur Jagd. Der Schwarze seufzte. Es brachte nichts, hier wie ein Welpe verstecken zu spielen. Früher oder später würde die Fähe ihn ohnehin wittern. Außerdem wollte er nicht so lange in diesem Versteck sitzen, bis alle Kaninchen des Waldes beschlossen hatten, in ihren Bauen zu verschwinden. Also trat er hervor und näherte sich mit mürrisch gesenktem Kopf der fremden Wölfin:

"Ethelion nennt man mich, und wenn Ihr nicht alle Kaninchen der Gegend vertrieben habt, würde ich gern eines reißen."

Das war zwar keine besonders höfliche Begrüßung, aber alles, wozu der Schwarze mit leerem Magen imstande war.


[Südlicher Nadelwald | Lyerra]

Lyerra
17.04.2010, 19:20

Lyerra stand eine Zeit lang nur rum. Unbeweglich verharrte sie, ob sie irgendwen oder irgendwas hören oder wittern konnte.
Nichts, dann ganz plötzlich konnte sie jemanden erahnen. Sie hatte das Gefühl beobachtet zu werden und doch war sie sich nicht sicher.
Als dann ein fremder Rüde auf sie zukam, war sie fast ein wenig erschroken. Und wie er sie begrüßte...

"Du siezt mich?" sie konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. "Ich bin Lyerra. Ich denke nicht, dass ich alle Kaninchen vergrault habe. So laut bin ich nicht und so ungeschickt auch nicht. Wenn du nichts dagegen hast, könnte ich ja mitkommen. Ich wäre dann nicht alleine, und du auch nicht. Also, ist es okay für dich?"

hoffnungsvoll sah sie ihn an. Er hatte schöne, leuchtende Augen.
Obwohl er so mürrisch angekommen war, mochte sie ihn jetzt schon. Sie war froh auch mal einen Rüden zu treffen.
In ihrer gegenwart fühlte sich sich anders als wenn sie mit Fähen unherwuselte.

Freudig blickte sich sich um. Sie war im Nadelwald. Kaninchen würden sie hier schon finden.
Ly hatte nicht vor, sich weg reden zu lassen. Entschlossen ging sie erst ein paar Schritte auf Ethelion zu, dann drehte sie sich um und lief mehrere Meter weit voraus. Hauptsache der Schwarze rannte jetzt nicht auf der Flucht vor ihr weg. Immer wieder drehte sie sich um und schaute ihn an und immer weiter entfernte sie sich von ihm. Als sie recht weit weg war, setzte sie sich hin und wartete auf ihn.
Auf den Fremden mit den leuchtenden Augen. An sich war er, zumindestens nach Lyerras' Geschmack, ziemlich hübsch.
Sie war sich noch nicht sicher, ob sie seine mürrische art mögen sollte, oder sich von ihr nerven lassen sollte.

+Egal, dass kann ich auch noch entscheiden, wenn ich ihn etwas länger kenne. Im Grunde seines Herzens ist er bestimmt freundlich und höflich...+



[Südlicher Nadelwald l Ethelion]

Ethelion
18.04.2010, 21:08

Na, das konnte ja heiter werden! Ein knurrender Magen, tausend neue Eindrücke in einem fremden Rudel und dann auch noch eine zum Bersten gutgelaunte Fähe namens Lyerra, die mit ihm jagen wollte. Heute war anscheinend sein Glückstag! Resigniert seufzte Ethelion und legte dann den Kopf schief, als die weiße Fähe sich plötzlich von ihm entfernte. Was sollte das denn werden? Immer wieder schaute sie sich nach ihm um und lief dann weiter.

'Willst du fangen spielen wie ein Welpe, Fähe? Bist du dafür nicht zu alt?'

Der Schwarze sprach diese sarkastische Bemerkung nicht aus. Er wollte sie nicht provozieren, auch wenn sie nur eine Fähe war. Man konnte schließlich nie wissen. Wieder knurrte sein Magen. Ethelion brauchte endlich etwas zwischen die Zähne, sonst würde er noch durchdrehen. Widerwillig folgte er Lyerra bis zu der Stelle, an der sie sich niedergelassen hatte. Der Fenrissohn ließ sich nicht nieder, sondern stellte sich neben sie. Sie hatte wirklich strahlend grüne Augen, war eigentlich sogar ganz hübsch. Nicht so hübsch, wie Larima natürlich… Er schüttelte den Kopf, um diesen Gedanken zu vertreiben. Um sich abzulenken, wandte er sich an seine ungebetene Begleiterin:

"Was sollte das denn mit dem Weglaufen? Soll ich mit dir üben, wie man Kaninchen hetzt, oder was?"

Nun wurde er doch sarkastisch. Aber das hatte die Weiße sich selbst zuzuschreiben. Warum nervte sie ihn auch? Dann kam Ethelion ein Gedanke, der ihn etwas aufmunterte. Vielleicht konnte er sie ja bei der Jagd als Gehilfin einspannen. Er hatte zwar noch nie eine Gruppenjagd nach Kaninchen veranstaltet, aber irgendwann war immer das erste Mal.

"Nun, Fähe, wenn du mir weiter auf die Nerven gehen willst, dann hilf mir wenigstens beim Jagen."

Mit diesen Worten ließ er den Fang auf den Waldboden sinken und trabte nach einer Fährte suchend los. Er schaute sich nicht mehr um, wie Lyerra es vorhin getan hatte. Es war ihm egal, ob ihm die weiße Wölfin folgte oder ob sie blieb, wo der Pfeffer wächst.


[Südlicher Nadelwald | Lyerra]

Lyerra
20.04.2010, 16:56

Langsam merkte Lyerra, dass der Fremde sie nervte.
Immer unfreundlich und nie nett. Okay, sie kannten sich nicht und sie erwartete auch nicht, dass er sie behandelte wie eine Gefährtin, doch ein bisschen mehr freundlichkeit hatte sie sich doch erhofft.

"Nein, sowas musst du nicht mit mir üben. Ich weiß selber wie man ein Kaninchen hetzt"

erwiderte sie ein bisschen eingeschnappt.

"Ich wollte zum Jagen losgehen und habe auf dich gewartet. Kannst du eigentlich nciht mal ein bisschen freundlicher sein? Ich bin kein Rüde den man mal eben fertig machen kann oder was auch immer du vorhast..."

Immer noch beleidigt legte sie sich hin und leif ihren Kopf auf den Pfoten nieder, während sie Ethelion betrachtete, wie er eine Hasen Fährte suchte.
Ly fand es nicht sehr beeindruckend dem Rüden dabei zu zuschauen, wie er umher wuselte.

"Na, findest du nichts? Wir können doch auch wo anders hingehen und dort schauen."

sagte sie immer noch recht unbeeindruckt.
Lyerra stand auf und tapste ein paar Schritte hinter Ethelion her, der immer noch die Nase auf dem Boden hatte.

"Du solltest echt mal woanders schauen..."


rief sie ihm zu, während sie sich abermals auf dem Boden niederließ.

[südlicher Nadelwald l Ethelion]

Ethelion
21.04.2010, 19:26

Ethelion hielt in seiner Fährtensuche inne und hob den Kopf, als die weiße Fähe geendet hatte. Hatte er sie mit seinen barschen Worten verletzt? Oder war sie nur eingeschnappt, weil er ihr nicht zuckersüßen Honig ums Maul schmierte, wie die anderen es wahrscheinlich taten? Er wusste es nicht. Andererseits weilte er erst wenige Tage in diesem Tal, das Lyerras Zuhause war und konnte sich wirklich um etwas mehr Freundlichkeit bemühen. Immerhin wusste er ja um den schmerzlichen Verlust der Leitwölfe, den dieses Rudel zu verkraften hatte. Das Problem war nur: Wer freundlich war, öffnete sein Herz. Und wer sein Herz öffnete, konnte – nein, musste! – verletzt werden. Davor scheute der Schwarze zurück. Und so meinte er nur ausweichend:

"Ich will dich nicht fertigmachen, Lyerra. Ich bin es nur nicht… gewöhnt, Gesellschaft zu haben. Das ist alles."

Ethelion wandte den Kopf ab, sie durfte den Schmerz in seinen Augen nicht sehen. Er durfte nicht schwach wirken. Der Schwarze vermochte nicht, zu sagen, ob Tränen wie Blutstropfen in seinen glühenden Augen funkelten. Ein tiefes Misstrauen gegenüber anderen Wölfen hatte sich vor langer Zeit in ihm ausgebreitet und lastete nun wie ein Eisklumpen in seiner Seele. Nur einmal hatte es jemand geschafft, das Eis zum Schmelzen zu bringen. Mit einem zornigen Kopfschütteln vertrieb der Fenrissohn diesen Gedanken. Er wandte sich erneut an die weiße Fähe:

"Ja, weißt du vielleicht einen Platz, an dem mir das Jagdglück eher hold ist?"

Auf gut Glück machte der Schwarze ein paar Schritte in westlicher Richtung, bevor ihn ein Gedanke erstarren ließ. Sollte er ihn aussprechen? Wie würde Lyerra reagieren? Sicher würde sie Angst vor ihm haben, vielleicht sogar weglaufen. Oder ihn angreifen. Aber sie sollte wissen, worauf sie sich mit ihm einließ. Wenn sie – zumindest ein Stück weit – die Wahrheit kannte, konnte sie selbst entscheiden, wie sie damit umging. Auch wenn Ethelion nicht recht wusste, was Lyerra in seinen Augen von den zahllosen anderen Wölfen unterschied, denen er bisher begegnet war, sah er sich nun doch zu ihr um und hob an:

"Willst du wissen, welchen Rang ich meinem Rudel trug, Lyerra? Man nannte mich 'Todesbote' und alle Wölfe fürchteten mich, weil es hieß, ich würde den Tod anziehen. Bist du dir sicher, dass du meine Gesellschaft willst, weiße Fähe?"

Der Schwarze sah ihr auffordernd in die grünen Augen, während er ihre Reaktion gleichzeitig ersehnte und fürchtete.


[Südlicher Nadelwald | Lyerra]

Lyerra
22.04.2010, 11:09

Bei Ethelions Worten tat es Lyerra gleich wieder Leid so eingeschnappt reagiert zu haben.
Er war es nicht gewohnt Gesellschaft zu haben? Wölfe lebten doch in Rudeln…
Als der Rüde den Kopf abwandte, hatte die Fähe das Gefühl, er wolle etwas vor ihr verstecken.

„Du brachst deine Gefühle nicht vor mir zu verstecken“

Erwiderte sie sanft.

„Ich wurde auch schon einmal verletzt. Meine beste Freundin ließ mich einmal sitzen. Ließ mich hier allein, obwohl wir doch zusammen gekommen waren und über alles reden konnten…“

Sie schaute den Rüden an. Er schien anders zu sein. Verletzt, wie ein kleiner Welpe und doch stark wie ein ausgewachsener Rüde.
Auf seine anderen Worte ging sie gar nicht ein, nur als er sagte, er sein ‚Todesbote’ genant worden, horchte sie wieder auf.

(Der Tod wird uns alle einmal holen. Auch mich. Ich habe Angst davor, aber irgendwie auch nicht. Ich habe keine Angst vor dem Rüden, obwohl man ihm nach sagt, dass er den Tod bringt.)

An Ethelion gewand sagte sie:

„Ich habe keine angst. Weder vor dir, noch vor dem Tod.“

Sie erwiderte seinen Blick, schaute ihrerseits ihn seine Augen.

„Ich würde dich auch gerne weiter begleiten, wenn du nichts dagegen hast.“

Ethelion
27.04.2010, 11:59

Sie griff ihn nicht an. Gut, das hatte er auch nicht wirklich erwartet. Aber sie lief auch nicht weg. Sie schien sich nicht einmal sonderlich zu fürchten. Im Gegenteil. Sie meinte, sie würde ihn gerne weiter begleiten. Der Schwarze wusste nicht, was er sagen, denken, fühlen sollte. Diese weiße Fähe mit den grasgrünen Augen schaffte es mit wenigen Worten und Gesten, dass der flammende Panzer, den Ethelion mühevoll um sich errichtet hatte, Risse bekam; ja gar zu bröckeln begann. Ein Teil von ihm war Lyerra dankbar dafür, ein anderer, größerer Teil fürchtete die Konsequenzen dieser bröckelnden Fassade. Wie ein aufgebrochener Kadaver vor einem anderen Wolf zu liegen mit entblößter Seele, das war eine schreckliche Vorstellung für ihn. Doch irgendwie konnte der Schwarze nichts dagegen tun. So sehr er auch dagegen ankämpfte, er spürte, wie die schützende Maske ihm von dem tiefschwarzen Gesicht glitt. Das erschreckte den Fenrissohn so sehr, dass er sich wie benommen auf die Hinterläufe sinken ließ. Mit zitternden Lefzen sah er die Fähe an.

"Du willst dich nicht von mir fernhalten wie all die Anderen? Wegbeißen von der Beute; die Welpen in die Höhle scheuchen, wenn ich auch nur in der Nähe bin; vor mir fliehen, als sei ich Fenris persönlich. Das alles würdest du nicht tun?"

Der Schwarze konnte es immer noch nicht glauben. Sollte er tatsächlich einen Wolf gefunden haben, der ihn… verstand? Er wagte kaum, dieses Wort zu denken. Geschweige denn auszusprechen. Das Hungergefühl im Magen war plötzlich wie weggeblasen. Als sich seine Nerven etwas beruhigt hatten, erhob sich Ethelion und ging auf Lyerra zu. Ihre Worte klangen noch in seinem funktionierenden Ohr. Sie hatte also auch einen Verlust erlitten. Behutsam sprach er sie an:

"Erzähl mir von deiner Freundin! Was ist geschehen zwischen euch?"

Eigentlich wusste er nicht, warum er diese Frage stellte. Schließlich hatte der Rüde genug eigene Narben auf der Seele. Also, warum sich auch noch mit Lyerras Geschichte befassen? Doch irgendetwas hatte ihn bewogen, den Kontakt nicht mit einer barschen Bemerkung zu beenden wie unzählige Male zuvor. War es Höflichkeit, Dankbarkeit, Freundschaft,… Liebe? Er wusste es nicht und dieses Nichtwissen, dieser Kontrollverlust nagte unbarmherzig an seiner Selbstsicherheit.


[Südlicher Nadelwald | Lyerra]

Lyerra
27.04.2010, 21:39

Lyerra hatte das Gefühl, gleich zu weinen. Sie spürte schon das brennen in der Kehle. Das dieser grobe und fremde Wolf jetzt so freundlich wurde... Er tat ihr so leid mit seiner Vergangenheit, aber er war auch so stark, so bewundernswert.

"Ich weiß nicht, was los war... Wir sind immer zusammen gewesen und dann ist sie gegangen... Einfach so..."

Vorsichtig stoppte sie, um ih in die leuchtenden Augen zu schauen.

"Ich will dich aber nicht mit meinen Problemen beschäftigen... Wenn du reden willst oder irgendwas loswerden willst..."

abermals hörte sie auf zu reden. Teilweise aus angst, etwas falsches zu sagen, teilweise einfach, weil sie ihre neuen Worte erst überdenken wollte.

"Du kannst mir alles erzählen. Auch wenn wir uns noch nicht lange kennen, ich kann gut zuhören, vielleicht hilft es dir ja... Wenn es dir schlecht geht oder so... bitte rede mit mir. Es interessiert mich nicht, wie sie dich nannten. Es interessiertm ichn ur, wie du jetzt bist. Wie du mit mir umgehst."

fast flehend hörte sie sich jetzt an.

(Ich will nicht, dass ihm etwas passiert. Ich mag ihn. Sehr. Trotz seiner groben Art ist er irgendwie.. wundervoll.)

Sie schaute ihn an. Suchte nach einem Zeichen. Nach irgendetwas, was ihr half, alles zu verstehen was passiert war. Sie verstand ihre eigenen Gefühle nicht mehr.

(Ethelion ist so... nett auf seine eigene Art. Anders als Lakéta damals. Vielleicht besser, vielleicht auch nicht. Warum fängt mein Herz so an zu rasen, wenn er mich ansieht?)

Vorsichtig ließ sie sich auf ihren Hintern plumpsen und betrachtete ihn.



[Südlicher Nadelwald l Ethelion]

Ethelion
28.04.2010, 10:31

'Es interessiert mich nicht, wie sie dich nannten.'

Dieser eine Satz Lyerras riss ihm endgültig den Boden unter den Pfoten weg. Er weckte Erinnerungen in Ethelion, schöne und grausame zugleich. Denn genau diesen Satz hatte schon einmal jemand zu ihm gesagt; vor einer gefühlten Ewigkeit, in einem anderen Leben. Eine gewisse Fähe, deren Fell die steingraue Färbung von Berghängen trug. Larima, seine Gefährtin. Bilder stiegen in ihm auf. Als Larima ihm behutsam über die Schnauze geleckt hatte, um ihn nach einem Alptraum zu beruhigen. Als sie im Sommer ausgelassen über eine Blumenwiese getobt sind. Aber auch als sie – gezeichnet von einer seltsamen Krankheit – sterbend vor ihm lag und er nichts tun konnte, um sie zu retten, um ihre kälter werdenden Glieder zu wärmen. Dieser Verlust hatte ihn zu dem gemacht, der er war: einem einzelgängerischen, aggressiven Wolf, der sich nie mehr an jemanden binden wollte. Und doch veränderte sich nun etwas.

Der Schwarze blinzelte, um in die Gegenwart zurückzufinden. Dann suchte sein Blick die weiße Fähe, die sich mittlerweile hingesetzt hatte und ihn betrachtete. Etwas Unsicheres lag in ihren Zügen, so, als müsste sie sich erst ihrer Gefühle gewahr werden. Ethelion verstand das, es ging ihm ja selbst so. Vorsichtig ging er auf sie zu und suchte nach den richtigen Worten:

"Ich danke dir für… dein Angebot, dir meine Geschichte anzuhören. Aber ich will dich nicht damit belasten. Eine junge, hübsche Fähe wie du sollte keine traurigen Geschichten hören müssen."

Der Fenrissohn brach ab. Hatte er Lyerra gerade wirklich ein Kompliment gemacht? Es war ihm einfach so über die Lefzen gekommen und jetzt spürte er, dass es ehrlich gemeint gewesen war. Leicht beschämt senkte er den Fang, ehe er erneut ihre grasgrünen Augen suchte.

"Bist du eigentlich… in festen Pfoten? Also, ich meine, hast du einen Gefährten?"

War er eigentlich von allen Göttern verlassen, so eine aufdringliche Frage zu stellen? Was würde sie jetzt von ihm denken? Der Schwarze wandte den Blick ab und trat ein paar Schritte zur Seite. Jedoch achtete er darauf, sein gesundes Ohr Lyerra zuzuwenden, damit er ihre Antwort verstehen konnte. Wie auch immer sie ausfallen mochte…


[Südlicher Nadelwald | Lyerra]

Lyerra
28.04.2010, 20:29

Lyerras Herzsetzte einmal aus. Er hatte ihr ein Kompliment gemacht. Dieser grobe, anfangs unfreundliche Wolf, hatte ihr, Lyerra ein Kompliment gemacht.
Sie schnappte nach Luft. Sie hatte das Gefühl, dass Ethelions Augen brannten. Rot und leuchtend, wie Feuer eben. Und dann seine Frage

‚Bist du eigentlich in festen Pfoten..?’

Wie süß war das denn? Ob er sie wohl mochte? Also so richtig dolle?

„Nein.. Ich hatte einen Gefährten, doch ich verließ ihn. Ich wollte immer etwas anderes, war anders. Ich hatte Fragen, die sich bei mir zuhause niemand anderes stellte. Ich wollte weg und er wollte nicht mit. Hätte ich ihn so geliebt, wie es sich für eine Fähe in meinem damaligem Alter gehört hätte, wäre ich nicht hier.“ Sie schaute ihn an. Forschen, aber nicht zu aufdringlich.

„Um noch mal zum anfangs Thema zu kommen…“

Eigentlich wollte sie nicht ablenken, doch da s Thema konnte doch nicht so einfach beendet sein, oder?

„Du belastest mich damit nicht. Im Gegenteil. Ich freue mich, wenn ich dir damit helfen kann.“

Sie lächelte ihn an. In diesem Lächeln und in ihren Augen, lagen all ihre Gefühle für ihn.
Vorsichtig ging sie ein wenig auf ihn zu, jedoch nur so viel, dass sie zwei oder vielleicht drei Schritte näher bei ihm stand, als vorher.
Ly hatte nicht vor, als Fähe einen ersten Schritt zu machen, falls... Ja.
Falls was eigentlich? Falls sie ihn liebte und er sie auch? Oder falls jetzt etwas unerwartetes passierte?

(Lyerra. Warum kannst du nicht wissen, was er für dich ist. Ein guter Freund, ein Fremder, oder doch noch mehr?)[/


[Südlicher Nadelwald l Ethelion]

Ethelion
29.04.2010, 21:34

Sie nahm es ihm offenbar nicht übel, dass er ihr solch eine Frage gestellt hatte. Der Schwarze legte den Kopf schief, als Lyerra von ihrem ehemaligen Gefährten sprach. Sie hatte sich wohl viele Gedanken über ihr Leben gemacht, was der Rüde damals nicht verstanden hatte. Nun, Ethelion verstand sie. Das Leben war kompliziert und der Sinn des Lebens war unendlich viel komplizierter; da gab es reichlich Dinge, über die man grübeln konnte. Außerdem, wenn es damals anders gekommen wäre, hätte er die weiße Fähe jetzt nicht kennen lernen können. Darum erwiderte er sanft:

"Das würde mir aber gar nicht gefallen, wenn du jetzt nicht hier wärst."

Was sagte er denn da? Ethelion lächelte unsicher. Was waren das für eigentümliche Gefühle, die sich da kribbelnd und fiebernd in ihm ausbreiteten? Und wie sie ihn ansah! So, als erwarte sie ein Zeichen, eine Reaktion von ihm. Der Rüde konnte nicht verhindern, dass er begann, leicht zu hecheln. Als Lyerra dann einen Themenwechsel andeutete, atmete der Schwarze zunächst erleichtert auf; bis er begriff, worauf sie hinaus wollte. Er wandte das Gesicht ab und starrte in den Wald hinein. Sollte er wirklich von sich erzählen, gewissermaßen seine Seele öffnen? Dieser Fähe, die er zwar mochte – vielleicht mehr als das –, aber immer noch kaum kannte? Andererseits brodelte in ihm ein unheilvolles Gebräu aus Zorn, Trauer und Angst, das sich so oder so bald ein Ventil suchen würde. Nach einem letzten Seufzer begann der Fenrissohn zu berichten:

"Auch ich hatte einst eine Gefährtin, Larima hieß sie. Sie war der einzige Wolf, der sich nicht um das 'Todesboten'-Geschwätz der Anderen scherte. Wir hatten eine wunderschöne Zeit, bis…"

Er zögerte kurz, sprach dann aber weiter:

"Bis ich spürte, dass sie bald sterben würde. Das ist es, was mich von anderen Wölfen unterscheidet, Lyerra. Fenris legt eine Art feinen Nebel um jedes Wesen, dessen Zeit auf Erden sich dem Ende neigt. Unsichtbar für alle Augen; außer für meine. Wie auch immer. Ich habe Fenris angefleht, Larima zu verschonen. Nacht für Nacht habe ich geheult, gebetet, verhandelt. Es half nichts. Eine Woche später starb sie."

Ethelion schwieg. Seine Kehle brannte zu sehr, als dass er hätte weitersprechen können. Eine einzelne Träne bahnte sich unaufhaltsam ihren Weg über seine Schnauze, tropfte hinunter und sickerte in den Waldboden. Dann suchte er Lyerras Blick. Mit einer Stimme, in der eine hilflose Verzweiflung mitschwang, sagte er:

"Danach wollte ich nie wieder lieben. Und dann kommst du und… ich liebe doch wieder."

Er ging auf die Fähe zu und flüsterte, mehr zu sich selbst als zu ihr:

"Ich weiß nicht, ob ich das durchstehe."


[Südlicher Nadelwald | Lyerra]

Lyerra
30.04.2010, 20:57

Lyerra stellte sich direkt vor Ethelion. Sie konnte schon seinen warmen Atmen spüren.

"Das [...] das tut mir leid für dich."

flüsterte sie ihm ins Ohr. Aufmunternd stupste sie ihn an. Als sie dann jedoch die Träne sah, brach ihr fast das Herz.

"Ich will nicht, dass du weinst."

sagte die Fähe und schleckte ihm über sein Gesicht, dann ging sie ein paar Schritte zurück, um ihn anzusehen. Es waren nur zwei, vielleicht drei kleine trippel Schritte.

'Danach wollte ich nie wieder lieben. Und dann kommst du und… ich liebe doch wieder.'

Nun spürte auch Lyerra eine Träne über ihr Gesicgt laufen. Ganz langsam, wie in Zeitlupe kullerte sie über ihre Wange.

"Du stehst das durch. Wir können das zusammen durchstehen..."

verzweifeld brach sie ab.

"Ich dachte nie, dass ich mal jemandem wie dir begegne. Erst dachte ich so:Ja, der ist schon okay, dann hast du mich mit deiner mürrischen und unfreunlichen Art genervt, doch jetzt..."

ihre Stimme wurde von einem Schluchzer erstickt.
Vorsichtig streckte sie ihre Schnauze Richtung Ethelion, berührte ihn auf der Wange, und tapste schließlich direkt neben ihn.
Lyerra wusste nicht, ob sie gerade alles kaputt machte, oder nicht, doch sie setzte alles auf eine Karte.
Sanft schub sie ihre Schnauze knapp neben dem Schulterblatt in sein Fell. Er roch gut. Einfach nach ihm.

(Bitte, bitte mach, dass das was du gerade tust ihn nicht verletzt. Bitte. Lass diesen Moment nie enden.)

Die Fähe fühlte sich bei dem Schwarzen so geborgen, dass sie nichts tun konnte. Sie saß einfach nur neben ihm und hatte ihre Schnauze in seinem Fell vergraben.



[Südlicher Nadelwald l Ethelion]

Ethelion
01.05.2010, 19:32

Als der Schwarze die einzelne Träne über Lyerras Wange kullern sah, bekam er ein schlechtes Gewissen. Er hätte die Fähe nicht mit seinen Problemen belasten sollen. Ein beklemmendes Gefühl legte sich um sein Herz und raubte ihm für einen Moment den Atem. Dann meinte er traurig:

"Es tut mir leid. Ich wollte dich nicht zum Weinen bringen, Lyerra."

Ihre nächsten Worte drangen nur undeutlich an sein Ohr, denn sie stand leicht rechts von ihm. Doch was bedeuteten schon Worte? Viel wichtiger war, was sie füreinander empfanden. Ethelion brauchte keine zwei gesunden Ohren, um zu begreifen, was Lyerra empfand. Sie machte es ihm auf eine tiefere, unmittelbarere Art deutlich, als Worte es je vermocht hätten. Die Fähe vergrub ihre Schnauze in seinem Fell. Ihre Zuneigung nagte an dem Eisklumpen in seiner Brust, doch es machte ihm keine Angst. Im Gegenteil. Es war ein wunderbares Gefühl.

Nach einem letzten Zögern legte der Schwarze den Kopf an Lyerras Schulter. Sie hatte weiches Fell, unter dem eine wohlige Körperwärme verborgen lag. Er hatte sich schon Ewigkeiten nicht mehr so geborgen gefühlt. Der Rüde schloss die Augen und spürte tief im Inneren ein großes Vertrauen gegenüber dieser Wölfin. Aus irgendeinem Grund wusste er, dass sie ihn auffangen würde, sollte er fallen. Dieser Moment sollte ewig dauern, doch leider dauert nichts ewig. Behutsam löste Ethelion sich von Lyerras Schulter. Mit einem sanften Lächeln auf den Lefzen meinte er:

"Ach, Lyerra, wo bist du nur die ganze Zeit gewesen, dass ich dich nicht schon früher kennengelernt habe?"

Er leckte der Weißen liebevoll über Stirn und Ohren. Apropos Ohren. Da war noch etwas, dass er ihr sagen wollte und das hatte nicht einmal Larima gewusst. Der Schwarze hatte es noch nie jemandem erzählt, doch nun hielt er die Zeit für gekommen. Ethelion wollte nämlich nicht riskieren, dass es aufgrund dieses Geheimnisses zu Missverständnissen zwischen ihm und Lyerra kam.

"Das ist noch etwas, das ich dir sagen will.", begann er, "Ich bin seit meiner Geburt auf dem rechten Ohr taub. Wenn du mich von rechts ansprichst, kann es sein, dass ich es nicht bemerke."

Der Schwarze wollte kein Mitleid. Er wollte nur, dass diese… Liebe nicht mit einem Geheimnis begann.


[Südlicher Nadelwald | Lyerra]

Lyerra
07.05.2010, 20:33

Sind wir jetzt.. bist du jetzt mein Gefährte?“
Fragte sie zaghaft nachdem er sich von ihr gelöst hatte.
Als Ethelion begann zu reden, horchte sie auf.

„Ich bin seit meiner Geburt auf dem rechten Ohr taub. Wenn du mich von rechts ansprichst, kann es sein, dass ich es nicht bemerke."

„Das ist doch nicht schlimm.“

Sie stand jetzt so, dass er sie hören und verstehen konnte.

„Niemand ist perfekt. Du bist wundervoll, egal ob du auf einem oder auf zwei Ohren hören kannst.“ Ein Lächeln stahl sich auf ihre Lefzen. „Was ist denn jetzt mit dem Jagen? “ Jetzt musste sie grinsen.

„Dein Magen muss doch knurren.“

Als sie daran dachte, huschte ein weiteres Lächeln über ihr Gesicht.

„Wir könnten uns doch auf den Weg machen. Vielleicht finden wir eine gute Stelle…“

Freudig brach sie ab.

"Komm."

Schon sprang sie los, tiefer in den Wald,


[südlicher Nadelwald l Ethelion]

Ethelion
08.05.2010, 18:25

Der Schwarze legte den Kopf schief, als Lyerra ihn fragte, ob sie jetzt Gefährten seien. Er wusste es nicht. Genau genommen hatte er darüber während ihres ganzen Gesprächs noch gar nicht nachgedacht. War es denn… in Ordnung, wieder eine Gefährtin zu haben? Würde er Larima damit nicht verraten? Unsicher wandte er das Gesicht ab und versuchte, Larimas Bild vor seinem inneren Auge heraufzubeschwören. Wie würde sie ihn ansehen; strafend oder liebevoll? Langsam, wie durch tausend Schleier aus Nebel und Zeit geschickt, erkannte er die Umrisse der steingrauen Fähe vor sich. Seine innere Stimme fragte lautlos seine tote Gefährtin:

"Tut es dir weh, meine Geliebte, wenn ich mein Herz einer anderen Fähe öffne?"

Die lichtdurchflutete Gestalt vor ihm antwortete nicht. Sie schüttelte nur lächelnd den Kopf und verschwand, wie sie gekommen war; lautlos und geisterhaft. Ethelion schüttelte den Kopf, um die letzten Spinnweben der Erinnerung zu vertreiben. Dann sprach mit leicht brüchiger Stimme Lyerra an:

"Ja, würdest du mich denn als Gefährten wollen?"

Der Schwarze glaubte, die Antwort zu kennen, doch er wollte ganz sicher gehen. Noch hatte der misstrauische Einzelgänger, der er einmal war, sein Herz nicht vollends freigegeben. Als Lyerra ihn dann auf seine eigentlich geplante Jagd ansprach, schlich sich ein schiefes Grinsen auf seine Lefzen. Sie hatte Recht. Sein Magen knurrte protestierend, als wolle er ihn zur Eile antreiben. Ethelion folgte ihr in den Wald und meinte:

"Kaninchen sind meine Lieblingsspeise. Wie steht's mit dir?"

Er trat an ihre Seite und sie suchten gemeinsam nach Spuren der kleinen, leckeren Nager.


[Südlicher Nadelwald | Lyerra]

(Willst du noch weitermachen und eine Jagd ausspielen oder schreibst du nur noch 'nen Abschlusspost?)

Lyerra
10.05.2010, 20:52

Lyerra wusste nicht, was sie tun sollte. Ihr ganzes Leben war so wunderbar dank diesem Rüden.

„Ethelion…“

Flüsterte sie. Es war nicht, um ihn anzusprechen. Es war einfach nur, um seinen Namen zu hören, sich alles klar zu machen.

"Ja, würdest du mich denn als Gefährten wollen?"

„Natürlich würde ich dich als Gefährten wollen. Warum sonst sollte ich fragen?“


Sie lächelte sanft.

„Kaninchen klingt gut“

Erwiderte sie und schnupperte auf der Suche nach einer Spur.

„Ich glaube ich habe eine Spur gefunden“

Rief die weiße Fähe, als sie etwas weiter weg von Ethelion war.
Mit gesengter Nase trabte sie dem Geruch hinter her, immer tiefer in den Wald. An einem Busch angekommen, blieb sie stehen und lauschte. Ganz in der Nähe konnte sie Getrappel von winzigen Pfoten hören. Kaninchen.

+Ethelion komm, sonst sind alle Kaninchen weg...+

Sandte sie ihm eine stille Botschaft. Vorsichtig spähte sie durch die Zweige. Ein, zwei kleine Nager saßen dort, und lümmelten an Grashalmen.
So leise wie sie konnte, zog sie sich ein wenig zurück, und wartete auf ihren Gefährten.
Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. Er war so süß, so sanft.


[südlicher Nadelwald l Ethelion]

Ethelion
11.05.2010, 11:11

Dann war es also entschieden. Lyerra hatte 'Ja' gesagt, und nun waren sie Gefährten. Ethelion wusste nicht, ob er lachen oder weinen oder einfach Luftsprünge machen sollte. Seine Gefühle spielten mit ihm wie mit einem toten Stück Beute. Erst als die weiße Fähe ihn zu sich rief, weil sie einige Kaninchen entdeckt hatte, fand er aus seinem Gefühlschaos in die Realität zurück. Er antwortete ihr mit gedämpfter Stimme, um die Beute nicht zu vertreiben:

"Ist gut. Ich komme."

Der Schwarze huschte an ihre Seite - lautlos beinahe – und lächelte seine neue Gefährtin an. Dann bedeutete er ihr mit einem Kopfnicken, dass er sich auf die andere Seite der kleinen Lichtung schleichen würde. Leise flüsternd sagte er:

"Spring auf die Lichtung, sobald ich auf der anderen Seite angelangt bin! Dann schnapp ich mir eins."

Ethelion konnte einfach nicht verhindern, dass er Lyerra noch einmal zärtlich über die Schnauze leckte. Seine raue Zunge suchte ganz von selbst die Lefzen der weißen Fähe. Dann wandte er sich um und schlich auf die andere Seite der kleinen Lichtung, auf der die Nagetiere unbedarft an Grashalmen knabberten. Der Schwarze hielt sich im Schatten der Bäume und nutzte das Unterholz und die dichten Farne als Deckung. Auf der gegenüber liegenden Seite angekommen sank er lautlos auf die Pfoten, ohne seine Beute auch nur einen Moment aus den Augen zu lassen. Mit angespannten Sehnen und pulsierenden Muskeln wartete er darauf, dass seine Gefährtin in Aktion trat.


[Südlicher Nadelwald | Lyerra]

Lyerra
12.05.2010, 21:30

Lyerras Herz schien zu explodieren, als Ethelion – ihr Gefährte- ihr über die Lefzen leckte.
Es fühlte sich so wunderbar an.

„Natürlich.“

Sie lächelte. Ein paar Herzschläge nur, schaute sie die Kaninchen an, dann schaute sie Richtung Ethelion. Ihr Gefährte war nun auf der anderen Seite der Lichtung angekommen.
Alle Muskeln der Fähe spannten sich an, bereit zum Sprung. Ein Herzschlag, zwei, dann sprang sie. Mit einem einzigen Satz war sie auf der Lichtung bei der Beute, die geschockt versuchte wegzulaufen. Aber Lyerra war schneller. Ein paar mal schnitt sie den Nagern den Fluchtweg ab, während sie auf Ethelion wartete. Ihre Pfoten trugen sie Blitzschnell über die Lichtung und ihre Augen versuchten jede Bewegung der kleinen Tiere mitzubekommen. Ein Lächeln zauberte sich auf ihre Lefzen.

„Ihr kommt nicht weg“

Raunte sie den kleinen Tieren zu.

„Nicht jetzt und auch nicht alle“

Lyerra erschrak selbst ein wenig, als sie die Grimmigkeit in ihrer Stimmer und ihren Worten bemerkte. Das hatte doch nicht etwa sie gesagt, oder?

„Oh mein Gott..“

Stotterte sie, ließ aber nicht von den Tieren ab. Ihre Augen suchten den Blick Ethelion, um ihm mittzuteilen, dass er sich beeilen solle.



[Südlicher Nadlwald l Ethelion]

Ethelion
13.05.2010, 10:58

Als Lyerra auf die Lichtung sprang und die Kaninchen aufscheuchte, grub Ethelion seine Krallen tief in Waldboden. Dann stieß er sich mit den kräftigen Hinterläufen ab und machte einen Satz ins Freie. Da er Lyerra genau gegenüber stand, flohen die Kaninchen auch in seine Richtung. Eines kam genau auf ihn zu und blieb erschrocken stehen, als es den schwarzen Wolf vor sich erblickte. Es drehte sich weg und wollte seitlich ins Unterholz fliehen, doch der Rüde war schneller. Ein gezielter Sprung; seine Vorderpfoten landeten auf dem kleinen Tier und drückten es zu Boden. Der Schwarze grub seinen Fang tief in den Nacken des Nagetiers und beendete rasch sein Leiden, indem er ihm das Rückgrat brach. Der Fenrissohn ließ seine Beute nach Möglichkeit nie lange leiden, denn er wusste, welche Qualen ein zermürbender Todeskampf barg. Als nun das Leben aus dem kleinen Körper wich, erschien wieder der perlmuttfarbene Nebel, den nur Ethelions Augen sehen konnten. Es war vorbei.

Mit bluttriefenden Lefzen hob der Schwarze den Kopf und suchte seine Gefährtin. Augenblicke später fanden seine Augen die ihren… und er legte irritiert den Kopf schief. Was war das, was da bedrohlich in Lyerras strahlend grünen Augen aufblitzte? Aufregung? Freude über den Jagderfolg? Oder gar Blutdurst? Der Rüde wusste es nicht und das beunruhigte ihn. Niemand sollte Freude am Töten empfinden, ob Raubtier oder nicht! Mit unruhig schnippenden Ohren nahm er den Kadaver auf und trabte zu der weißen Fähe hinüber. Dann legte er die Beute vor ihr ab und meinte gedankenversunken:

"Nimm ruhig zuerst, wenn du willst! Ich kann mir auch noch eins fangen…"

Was ihn aber beunruhigte, sprach Ethelion nicht aus. Zu groß war die Angst, etwas Kostbares zu zerstören.


[Südlicher Nadelwald | Lyerra]

Lyerra
15.05.2010, 19:38

Lyerra bemerkte Ethelions Unruhe sofort und sie gefiel ihr nicht.

„Es… es tut mir leid. Ich weiß auch nicht, was auf einmal in mich gefahren ist. Es.. es war so berauschend, ich wusste nicht was los war…“

Verloren und voller Angst starrte sie ihren Gefährten an.

„Ich.. ich will nicht. Ich habe keinen Hunger mehr.“

Zitternd ging sie ein paar Schritte von dem toten Tier weg. Ihr Herz raste, ihre Muskeln waren gespannt und ihre Gedanken wirbelten umher.

+Glaubt er mir? Oder hat er jetzt Angst von mir und verschwindet bei der nächsten, sich ihm ergebenden Möglichkeit? +

„Verdammt, es tut mir so leid. Vielleicht…vielleicht sollte ich kurz…“


+Ja. Was denn? Wegrennen und damit alles kaputt machen? Nein. +

Die Fähe ließ sich zitternd hinplumpsen. Sie hatte das Gefühl, dass alles in ihr zerspringen wollte.

„Ethelion. Ich habe solche Angst. Ich fürchte mich so vor mir selbst.“

Die Fähe hörte das Zittern ihrer eigenen Stimme überdeutlich heraus. Lyerra wusste nicht, was eben passiert war. War es wirklich sie gewesen, die diese abscheulichen Worte gesagt, nein, geknurrt hatte? War wirklich sie es, die solche Grimmigkeit in ihre Worte gelegt hatte?`

+Nein, das war nicht ich, oder? Und wenn doch…das wird nie wieder passieren. Nie mehr werde ich zulassen, dass ich so schrecklich werde, solche Worte sage. Ich bin kein brutaler Wolf. Nicht ich. Das nächste Mal werde ich besser aufpassen. Ich kann doch nicht so grausam sein... +

Lyerra versuchte sich selbst gut zuzureden, doch ihre Angst wurde nicht weniger. Voller Erwartung, ob ihr Gefährte jetzt vor ihr wegrennen würde, oder wie er überhaupt reagieren würde, schaute sie ihm mit traurigen Augen in die seinen.



[südlicher Nadelwald l Ethelion]

Ethelion
16.05.2010, 20:56

Was Lyerra sagte, ließ Ethelion erstarren. Doch es waren nicht ihre Worte, die Entsetzen in ihm auslösten, sondern die Art, wie sie sprach. Sie fürchtete sich vor sich selbst, das konnte der Schwarze deutlich erkennen. Es tat ihm weh, ein geliebtes Wesen so angsterfüllt und hilflos zu sehen. Ohne groß nachzudenken, trat er näher an sie heran. Dann leckte er seiner Gefährtin zärtlich über die Schnauze und sagte behutsam:

"Es ist okay. Du musst keine Angst haben. Ich pass auf dich auf, hörst du? Ich pass immer auf dich auf!"

Er ahnte, wie sie sich fühlen musste. Wenn man nicht weiß, was mit einem geschieht. Wenn man das Gefühl hat, den Verstand zu verlieren. Es musste schrecklich sein! Die Fähe zitterte immer noch und Ethelion kuschelte sich nun fest an sie. Ihr Herz klopfte wild in Brust. Erneut sprach der Schwarze mit tiefer, ruhiger Stimme:

"Es tut mir leid, ich wollte dir nicht wehtun. Es ist nur… Ich habe schon so viele Wölfe sterben sehen, und der Tod ist immer schrecklich. Als du vorhin bei der Jagd so… euphorisch warst, da habe ich einfach einen Schreck bekommen. Verzeih mir, mein Liebling!"

Das tote Kaninchen lag etwas abseits und war vergessen.


[Südlicher Nadelwald | Lyerra]

Lyerra
18.05.2010, 20:15

„Ich? Dir verzeihen?“

Trotz ihrer Angst musste sie lächeln.

„Wenn überhaupt muss ich dich um Verzeihung bitten.“

Lyerra atmete tief ein, dann versuchte sie ihr Herz und ihr Zittern unter Kontrolle zu bringen.

„Danke. Für alles. Dafür, dass du da bist, dafür, dass du mir hilfst und einfach nur dafür, dass ich dich kennen lernen durfte.“

Sanft stupste sie ihn an der Schnauze an.

„Du bist das Beste, was mir je passiert ist.“


Bei diesen Worten kuschelte sie sich ganz nah an ihren Gefährten und schloss die Augen. Sie konnte so viel Hören. Das Rascheln der Bäume, der Atem Ethelions und ihren eigenen, kleine Pfoten die über den Boden trampelten und Vögel, die durch die Luft flogen. Lyerra spürte die Luft um sich herum und den warmen Körper neben sich. Langsam hörte das Zittern auf, und auch ihr Herz schlug wieder normal.

„Willst du… fressen?“

Fragte sie Vorsichtig, um ihn nicht zu beunruhigen oder so.

„Wir können ja auch etwas anderes machen..“

Sie schaute ihm in die Augen, und fühlte wie sie neue Energie durchströmte.


[südlicher Nadelwald l Ethelion]

Ethelion
19.05.2010, 21:03

"Ja, will ich. Genau genommen sterbe ich vor Hunger!",

erwiderte er auf Lyerras Frage, und nach langer Zeit huschte wieder einmal ein Lächeln über seine Lefzen. Der Schwarze stupste seine Gefährtin mit der Schnauze an und wandte sich dann dem toten Kaninchen zu. Mit einem kräftigen Biss brach er den Kadaver auf und labte sich am warmen Bauchfleisch. Nach einigen Minuten erinnerte nur noch der Schädel und ein paar Fellfetzen daran, dass hier mal ein Kaninchen gelegen hatte. Er leckte sich das Blut von der Schnauze und bat Fenris in einem leisen Gebet, sich der Seele des Tieres anzunehmen. Dann suchte sein Blick erneut die weiße Fähe und bei der Erinnerung an ihre Worte trat ein wenig Wehmut in sein Herz.

"So etwas hat noch nie jemand zu mir gesagt. Also, so etwas Schönes. Es fühlt sich… fremd an, ungewohnt. Ich bin nicht sicher, ob ich… erfüllen kann, was du von mir erwartest."

Unsicherheit streifte Ethelions Gesicht und er schlug traurig die Augen nieder. Die alten Zweifel saßen wohl doch tiefer, als es zunächst den Anschein gehabt hatte. Veränderungen fanden eben nicht von jetzt auf gleich statt; das wusste der Schwarze, eigentlich. Doch er hatte gehofft, dass es diesmal anders sein würde. Mit Lyerra und ihm. Es würde wohl schwerer werden als erwartet. Der Rüde seufzte:

"Ach, ich weiß doch auch nicht, was mit mir los ist! Vielleicht bin ich einfach… nicht normal."

Genau das war es, was der Fenrissohn empfand und er war überrascht, wie leicht es ihm letztendlich über die Lippen gekommen war. Etwas ängstlich schaute er die weiße Fähe an und erwartete ihre Reaktion.


[Südlicher Nadelwald | Lyerra]

Lyerra
22.05.2010, 20:33

„Ich erwarte nichts von dir. Egal was du tust, es wird einfach so sein. Du erwartest doch auch nicht von mir, dass ich jetzt immer brav neben dir laufe, oder?“

Fragte die Fähe etwas frech.

„Es wird einfach geschehen. Dann können wir nichts mehr ändern. Ich hoffe nur, dass wir für immer zusammen bleiben, und das egal was passiert, du mich nicht vergisst.“

Sanft stupste sie Ethelion an.

"Das Leben ist nichts, was sich nicht ändern lässt. Durch deine Entscheidungen und die der anderen ändert es sich jede Sekunde..." sie stoppte um ihrem Gefährten kurz in die Augen schauen zu können. "Bleib so wie du bist. Versuche nicht, dich für andere zu ändern. Sie haben dich nicht verdient wenn sie dich nicht so mögen, wie du bist.“

Lyerra lächelte.

„Und nein, du bist nicht normal. Du bist etwas Besonderes. Jemand besonderes. Du wirst nie sein wie andere und andere werden nie sein wie du. Du bist einzigartig. Vielleicht bin auch ich nicht normal, vielleicht aber auch doch, wer weiß das schon?“

Zärtlich schleckte sie ihm über seine Lefzen und schaute ihm dann in die Augen. Ein Gefühl von Geborgenheit durchflutete sie und erfüllte sie mit wohliger Wärme.

„Wollen wir eigentlich hier bleiben oder woandershin? Wir können ja noch ein bisschen den Wald erkunden?!!“

Fragend schaute sie ihren Gefährten an.


[südlicher Nadelwald l Ethelion]

Ethelion
25.05.2010, 09:54

Überrascht schaute Ethelion seine Gefährtin an. So hatte er das noch gar nicht gesehen… Niemand war 'normal'; jeder war etwas Besonderes. Und kein Wolf glich dem Anderen – Fenris hin oder her! Schließlich konnte der Schwarze nicht anders. Er musste einfach lachen. Herzlich und voller Freude; so wie er es seit Welpentagen nicht mehr getan hatte. Er leckte Lyerra liebevoll über die Schnauze und sagte lächelnd:

"Ach, Lyerra, was würde ich nur ohne dich anfangen? Du machst mir immer wieder Mut und öffnest mir neue Sichtweisen."

Ja, sie hatte Recht. Was geschehen sollte, sollte geschehen; es brachte nichts, voller Angst und Erwartungsdruck durchs Leben zu gehen. Denn wer das tat, wurde blind für die Möglichkeiten, die jeder besaß, um sein Schicksal zu bestimmen. Ethelions glühende Augen betrachteten zärtlich die weiße Fähe, während er sprach:

"Du bist das wundervollste Wesen, das mir je begegnet ist."

Plötzlich durchströmte ihn eine welpenhafte Euphorie. Seine Muskeln begannen, zu zittern und verlangten nach rastloser Anstrengung. Der Schwarze bellte kurz auf und trommelte ungeduldig mit den Vorderpfoten auf den Waldboden. Die geknickte Rute peitschte spielerisch durch die Luft, als er sich ein paar Sätze weit von Lyerra entfernte. Dann rief er ihr zu:

"Fang mich, wenn du kannst!"

Mit einem erneuten freudigen Bellen rannte er los.


[Südlicher Nadelwald | Lyerra]

Lyerra
25.05.2010, 19:57

Lyerra musste lächeln.

„Danke. Danke das auch du mir immer neuen Mut machst.“

Als Ethelion ihr ein Kompliment machte wurde der Fähe ei bisschen heißer.
Dann, als ihr Gefährte anfing zu bellen und freudig losrannte, durchzuckte auch sie eine welpenhafte Euphorie.

„Natürlich kriege ich dich“

Rief sie und rannte auch schon los, immer weiter in den Wald hinein. Sie flog hinter ihrem Gefährten her, quer durch den Wald.

„Ich hab dich“

Jauchzte sie, stupste ihn an der Schulter an und rannte wieder los.

„Dann fang du mich jetzt mal“

Grinste sie und rannte weiter. Ihre Pfoten flogen regelrecht über den Waldboden und der Gegenwind blies ihr durch das Fell, doch die Fähe wurde nicht langsamer. Viel zu schön war es, die verwischenden Farben anzuschauen.
Dann, als sie sich gerade sicher war, das Ethelion sie nicht bekommen würde, stolperte sie über eine Wurzel.
Erschrocken bellte sie kurz auf bevor sie komplett auf dem Boden lag. Ihr Gesichtsausdruck wechselte von freudig zu erschrocken und dann einfach nur noch zu überrascht.

+Oh man Lyerra bist du ein Dummchen. Immer musst du stolpern. +

Sagte sie sich selbst. Vorsichtig erhob sie sich und wartete peinlich berührt auf Ethelions Lachen.

+Er wird dich schon nicht auslachen Lyerra+

Rief sie sich zur Vernunft.



[Südlicher Nadelwald l Ethelion]

Ethelion
29.05.2010, 16:46

Ethelion sprang über Wurzeln und rannte so schnell, als sei Fenris persönlich hinter ihm her. Dennoch waren seine Glieder wohl etwas eingerostet in letzter Zeit, denn bereits Sekunden später spürte er die Schnauze seiner Gefährtin an der Schulter. Sie stupste ihn an und hatte damit diese Runde gewonnen. Doch damit war das Spiel noch nicht zuende, denn nun war sie die Gejagte.

"Na warte! Ich will eine Revanche!",

rief er Lyerra hinterher, als diese die Richtung wechselte und durch das Unterholz davonstob. Die weiße Fähe rannte in einem mörderischen Tempo, sodass der Schwarze sogar Mühe hatte, sie nicht aus den Augen zu verlieren. Ihm fehlte wohl wirklich die Übung für solche Hetzjagden. Aber das konnte man ja in Zukunft nachholen. Schließlich hatten Lyerra und er nun alle Zeit der Welt für gemeinsame Spiele. Plötzlich vernahm Ethelions gesundes Ohr ein erschrockenes Aufbellen. Er stoppte abrupt ab, um die Richtung zu lokalisieren. Wie immer ohne Erfolg. Seine Hörschwäche verhinderte räumliches Hören.

'Verdammte Taubheit!',

schoss es ihm durch den Kopf. Der Schwarze ließ den Fang zu Boden sinken und folgte – so schnell es eben ging – der Fährte der Wölfin. Schließlich erreichte er sie und bemerkte, dass sie es etwas verstört und erschrocken auf dem Boden saß.

"Was ist passiert? Bist du in Ordnung, mein Liebes?"

Er trat an ihre Seite und knabberte zärtlich an ihrem Ohr. Dann fügte er verschmitzt lächelnd hinzu:

"Ich glaube, wir lassen das mit dem Fangen-Spielen besser. Du hättest ohnehin jede Runde gewonnen."


[Südlicher Nadelwald | Lyerra]

Lyerra
01.06.2010, 19:18

Ein kurzes Husten kam aus Lyerras Rachen.
Es fühlte sich ekelig und trocken an. Ein wenig zu trocken für ihren Geschmack.

„Ja.“ Stammelte sie“ Ich bin […] gestolpert. Aber… könnten wir vielleicht einen kleinen Bach oder eine Quelle suchen? Meine Kehle fühlt sich so trocken an.“
Danach erwiderte sie lächelnd die Liebkosung ihres Gefährten.

„Du willst echt schon aufhören?“

Ihre Stimme hörte sich ziemlich kratzig und ein bisschen niedergeschlagen an.

„Okay, wie wäre es stattdessen mit Verstecken spielen?“

Fragte sie, als sie wieder von kindlicher Euphorie überrollt wurde.

„Ohne Geräusche, nur mit dem Geruch. Das könnte lustig sein, oder? Was meinst du? Dabei könnten wir dann auch nach einem schönen Bach suchen.“

Zart stupste sie Ethelion an die Wange. Im Moment viel ihr nichts ein, was sie sonst hätten tun können.

„Oder hast du vielleicht eine Idee, was wir machen könnten? Egal was für Ideen du hast, es wird bestimmt lustig.“

Mit der Schnauze knuffte sie ihm sanft in die Seite. Dann machte sie ein paar Schritte.

„Wohin?“

Fragend schaute sei ihrem Gefährten in die leuchtend roten Augen, dann ging sie noch ein paar Schritte weiter weg von der Stelle, wo sie gefallen war.
Lyerra spürte die Nadeln unter ihren Pfoten und die raue Rinde einer schlanken Wurzel an ihrem rechten Hinterlauf. Sie schaute auf den Boden, dan wieder in die brennenden Augen von Ethelion.


[südlicher Nadelwald l Ethelion]

Ethelion
08.06.2010, 21:15

@Admins: Bitte schließen und verschieben! Danke.